Gefährliche Brustimplantate auch in Berlin verwendet

Gefährliche Brustimplantate auch in Berlin verwendet

Die Billig-Brustimplantate des französischen Herstellers PIP wurden auch von Berliner Ärzten eingesetzt.

Brustvergrößerungs-OP

© dpa

Laut Senatsverwaltung für Gesundheit sind in Berlin drei Arztpraxen und ein Krankenhaus mit den Billig-Brustimplantaten des französischen Herstellers PIP beliefert worden. Die Implantate seien nur bei wenigen Frauen verwendet worden, sagte Sprecherin Regina Kneiding. Genaue Zahlen oder Schätzungen lagen nicht vor. In Berlin habe das Landesamt für Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz schon Anfang 2010 über die Risiken der Implantate informiert.
In Frankreich waren bis Ende des Jahres 20 Frauen an Krebs erkrankt, die Billig-Brustimplantate des französischen Herstellers PIP eingesetzt bekommen hatten. Ein Zusammenhang wird befürchtet, bewiesen ist er aber nicht. Weltweit sollen zwischen 400.000 und 500.000 Frauen minderwertige Silikonkissen des Herstellers tragen.
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) rät deutschen Frauen mit Silikonbusen, «zur individuellen Risikoabwägung» mit ihrem Arzt zu sprechen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 4. Januar 2012 12:41 Uhr

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