Alles, was Du über Cannabis wissen musst

Was ist Cannabis und welche Formen gibt es?

Cannabis ist ein staudenartiges Gewächs, das zur Gattung der Hanfpflanzen gehört und sowohl männliche als auch weibliche Pflanzen ausbilden kann. Für den Konsum wird die weibliche Pflanze genutzt, da in ihren Blüten und Blättern das psychoaktive THC (Tetrahydrocannabinol) enthalten ist, das die Rauschwirkung im Gehirn auslöst. Darüber hinaus enthält die Pflanze mindestens 60 weitere Substanzen mit unterschiedlichen Wirkungen. Cannabis wird meist in Form von Marihuana oder Haschisch konsumiert. Marihuana besteht aus getrockneten und zerkleinerten Pflanzenteilen wie Blüten, Blattspitzen und Stängelstücken, Haschisch aus dem Harz der Blütenstände und pulverisierten Pflanzenteilen, das zu Platten gepresst wird.

Ist Cannabis harmloser als Alkohol?

Die Frage ist nicht so einfach mit „ja“ oder „nein“ zu beantworten. Die Wirkungen von Cannabis und Alkohol sind nur ein Aspekt. Ganz entscheidend sind die Konsummuster – also wie oft und wie viel jemand konsumiert. Aber Cannabis ist auch nicht so harmlos, wie oft angenommen wird. Es ist ein Irrglaube, dass Cannabis körperlich kaum schädigend ist und seltener zu einer Abhängigkeit führt als Alkohol.

Häufig werden Marihuana oder Haschisch mit Tabak vermischt geraucht. Sowohl der Rauch von Tabak als auch der von Marihuana und Haschisch enthält viele Schadstoffe, die Atemwegserkrankungen verursachen können. Außerdem belastet Cannabis das Herz- Kreislauf-System und erhöht das Herzinfarktrisiko. Das Ess- und Schlafverhalten wird durch Cannabis beeinflusst, was den Körper langfristig ebenfalls schädigen kann. Bei jungen Menschen, deren Hirnentwicklung noch nicht abgeschlossen ist, kann starker Cannabiskonsum die Hirnreifung negativ beeinflussen. Weiterhin besteht ein Risiko für die Entwicklung psychischer Störungen wie Angststörungen und Psychosen. Und nicht zuletzt kann Cannabis ähnlich wie Alkohol und andere psychoaktive Substanzen zu einer Abhängigkeit und damit verbundenen Entzugserscheinungen führen.

Warum wird Cannabis in der Medizin eingesetzt?

Cannabis wird auch als Arzneimittel für therapeutische Zwecke verwendet. Hier spricht man von sogenanntem Medizinhanf, der zum Beispiel in der Schmerztherapie, bei multipler Sklerose, Epilepsie, einigen Krebsformen aber auch bei sehr spezifischen psychischen Krankheitssymptomen eingesetzt wird. Cannabis kann hier sehr wirkungsvoll sein, wird aber aufgrund der schwerwiegenden Nebenwirkungen ausschließlich auf Rezept und durch einen Arzt begleitet verabreicht. Zur Zeit muss ein Patient, um Cannabis verschrieben zu bekommen, eine Ausnahmegenehmigung bei der Bundesopiumstelle des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte beantragen. Das wird sich wahrscheinlich demnächst ändern. Die Bundesregierung bereitet gerade ein neues Gesetz für die Verwendung von Cannabis als Medizin vor.

Aus welchen Gründen wird Cannabis konsumiert?

„Wir wollen doch nur Spaß haben und relaxen“, das ist eine gängige Rechtfertigung von Kiffern fürs Kiffen. Dabei sind die Gründe durchaus vielseitig. So unterscheidet man jugendtypische und problemausweichende Motive. Jugendtypische Gründe sind Neugierde, Experimentierfreudigkeit und das Austesten von Grenzen. Oft geht es auch um die Zugehörigkeit zu einer Clique, um Anerkennung und die Suche nach einem neuen Lebensstil. Für viele junge Menschen ist das nur eine vorübergehende Phase. Manche Leute kiffen regelmäßig, um sich zu belohnen. Ob das eine gute Strategie ist, ist fraglich! Riskant wird es auf jeden Fall, wenn Cannabis häufiger zum Stressabbau, zur Entspannung oder zur Verdrängung und Regulierung unangenehmer Gefühle benutzt wird. Dann kann der Konsum schnell zur Gewohnheit werden, von der man nicht mehr lassen kann. Hier besteht ein hohes Risiko für die Entwicklung psychischer Störungen und einer Abhängigkeit.

Wie wird Cannabis konsumiert?

Cannabis kann auf verschiedene Arten konsumiert werden. Die bekannteste Methode ist sicherlich das Kiffen – also das Rauchen eines Joints oder einer Bong, einer Wasserpfeife. Hier wird das THC über die Lungen aufgenommen und entfaltet so innerhalb weniger Minuten seine Wirkung. Darüber hinaus kann Cannabis auch gegessen und getrunken werden. Dabei wird es z. B. in Keksen eingebacken oder als Tee aufgebrüht. Das THC wird dann über den Magen aufgenommen. Die Wirkung tritt zeitverzögert nach 30 Minuten oder auch erst nach 2 Stunden ein, kann dann allerdings bis zu 12 Stunden anhalten. Klingt harmlos – ist es aber nicht. Ein 12-stündiger Rausch kann für den Konsumenten sehr anstrengend und unangenehm sein. Und gefährlich: Wegen der zeitverzögerten Wirkung denken Konsumenten oft, die Droge zu gering dosiert zu haben. Die Folge: sie nehmen noch mehr Cannabis zu sich und riskieren so eine Überdosierung. Wer überdosiert ist, muss mit Herzrasen, Übelkeit und schwerwiegender Beeinträchtigung der körperlichen Koordination rechnen.

Welche Wirkungen kann der Cannabiskonsum haben?

Vielen Menschen sind nur die angenehmen, stimmungshebenden, entspannenden oder auch anregenden Wirkungen von Cannabis bekannt. Die unangenehmen Wirkungen sind hingegen oft unbekannt. Aber Cannabis kann auch negative Gefühle hervorrufen wie Niedergeschlagenheit, Angst und Ruhelosigkeit. Manche leiden unter Sinnestäuschungen, verlieren die räumliche und zeitliche Orientierung, was wiederum Panik und Verfolgungsängste auslösen kann. Darüber hinaus kann der Konsum ein Gefühl des Alleinseins und der inneren Leere auslösen. Auch körperliche Reaktionen wie Mundtrockenheit, Pulsrasen, Zittern, Koordinationsstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Husten sind nicht selten. Die Erwartungshaltung, die psychische Stabilität und die Konsumsituation (z. B. allein oder in einer lustigen Runde) beeinflussen die Wirkung des Cannabiskonsums.

Wie wirkt Cannabis im Gehirn?

Insbesondere das im Cannabis enthaltene delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) erzeugt im Gehirn die bekannte Rauschwirkung. Dabei wirkt das THC in mehreren Bereichen des Gehirns, unter anderem im Kleinhirn, in den Basalganglien, im Hippocampus und in der Großhirnrinde. Das alles sind Bereiche, die für die motorische Koordinierung, für Gefühle, Sinneseindrücke, die Gedächtnisleistung und die Bewertung von Wahrnehmungen zuständig sind. Je nach Höhe des THC-Gehaltes kann es zu Störungen der Gehirnfunktionen kommen. Der Konsumierende hat dann z. B. unerwartete Sinneswahrnehmungen bis hin zu Halluzinationen. Die Wahrnehmung der Realität ist getrübt. Nach einiger Zeit baut sich das THC im Gehirn wieder ab und die normalen Funktionen kehren zurück. Dauerhafter Konsum kann jedoch dazu führen, dass sich Verschaltungen zwischen den Nervenzellen und Strukturen im Gehirn verändern. Weitere Rezeptoren für das THC werden gebildet. Mit der Folge, dass die Dosis erhöht werden muss, um den gewünschten Rauschzustand zu erlangen. Die Hemmschwelle, auch andere Drogen auszuprobieren, wird zunehmend herabgesetzt.

Wodurch wird die Wirkung von Cannabis beeinflusst?

Cannabis ist eine komplexe Substanz mit vielfältigen Wirkungen. Sie ist abhängig vom THC-Gehalt und der Zusammensetzung der verschiedenen Inhaltsstoffe des konsumierten Cannabis. Weiterhin spielen die eingenommene Menge und die Konsumform eine wichtige Rolle. Generell gilt dabei: je höher die Konsumfrequenz und je höher die jeweilige Einzeldosis sind desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Wirkungen ins Negative ausschlagen. Auch die Umstände des Konsums haben Einfluss auf die Wirkung. Es ist ein Unterschied, wo, wann und mit wem man konsumiert. Cannabis verstärkt in der Regel die aktuelle Grundstimmung. Alles, was die Stimmung beeinflusst und verändert, hat deshalb Einfluss auf die Wirkung des Cannabis.

Welche Persönlichkeitsveränderungen treten bei Dauer-Kiffern auf?

Regelmäßige Cannabiskonsumenten fallen insbesondere durch eine schlechtere Konzentrations- und Merkfähigkeit auf. Sie haben häufig Stimmungsschwankungen und schlechte Laune, sind gereizt, lustlos und antriebsschwach bis hin zur vollkommenen Null-Bock-Stimmung. Dadurch kommt es zu Konflikten mit ihrem sozialen Umfeld. Die Atmosphäre in der Familie leidet. Die Betroffenen isolieren sich, vernachlässigen Freundschaften, Hobbies, und Interessen. Störungen bei der Entwicklung der sozialen Intelligenz und der emotionalen Reife sind möglich. Bei Jugendlichen bleiben wichtige Entwicklungsaufgaben wie z. B. das Erreichen eines Schulabschlusses, die Entwicklung einer eigenen Persönlichkeit und eines eigenen Wertesystems oder die Ausbildung einer sexuellen Identität auf der Strecke. Die Betroffenen vermeiden Auseinandersetzungen und übernehmen keine Verantwortung und entwickeln sich in der „Kifferphase“ nicht weiter. Kurz gesagt: Sie werden nicht selbstständig und erwachsen.

Was passiert, wenn ein Jugendlicher von der Polizei beim Kiffen erwischt wird?

Wird ein Jugendlicher mit Cannabis erwischt, leitet die Polizei ein Ermittlungsverfahren ein – selbst bei geringen Mengen – und die Eltern werden informiert. Im Anschluss wird das Verfahren an die zuständige Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Bei Minderjährigen kommt dabei vorrangig der § 45 Abs. 1 JGG (Jugendgerichtsgesetz) zur Anwendung. Das bedeutet, dass im Vorfeld einer rechtsgültigen Weisung durch den Staatsanwalt zunächst eine enge Zusammenarbeit zwischen Polizei, Jugendgerichtshilfe und Staatsanwaltschaft erfolgt. Im Zuge dessen können Auflagen verhängt werden, wie z.B. Gespräche bei einer Suchtberatung oder die Teilnahme an einem Frühinterventionskurs (z. B. FreD). Nur wenn es um eine geringe Menge zum Eigenbedarf geht, stellt die Staatsanwaltschaft das Verfahren möglicherweise ein.

Zudem kann die Polizei einen Bericht an die Führerscheinstelle geben – auch, wenn der/die Jugendliche noch keinen Führerschein besitzt. Dadurch kann es zu Schwierigkeiten kommen, wenn zu einem späteren Zeitpunkt der Führerschein beantragt wir. Wer schon einen Führerschein hat, muss mit einer Geldstrafe oder mit Führerscheinentzug rechnen. Um den Führerschein zurück zu bekommen, muss die Drogenfreiheit nachgewiesen werden. Hier entstehen Kosten für Drogentests.

Was bedeutet „eine geringe Menge zum Eigenbedarf“?

Der Begriff der „geringen Menge“ ist im § 31a des Betäubungsmittelgesetzes (kurz: BtMG) festgelegt. In Deutschland regelt das BtMG den Umgang mit Betäubungsmitteln, sprich Drogen. Es gibt vor, dass Cannabis und Cannabisprodukte „nicht verkehrsfähig“ sind. Das bedeutet, dass der Besitz und der Anbau von Cannabis sowie der Handel damit verboten sind. Einzig der Konsum bleibt ungestraft. Allerdings ist der Konsum ohne einen zumindest kurzfristigen Besitz kaum möglich. Es gibt jedoch eine Ausnahme: Wenn die Schuld des Täters als gering angesehen werden kann und kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht, kann davon abgesehen werden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn es sich um eine geringe Menge Cannabis für den gelegentlichen Eigenbedarf handelt. Damit möchte der Gesetzgeber die Kriminalisierung großer Teile der Bevölkerung vermeiden. Einen Grenzwert gibt das Gesetz nicht vor, daher haben die Bundesländer eigene Verordnungen dazu erlassen. Die Grenzwerte variieren je nach Bundesland. In Berlin liegt die „geringe Menge“ bei 10 bzw. 15 g. Das heißt, dass die Staatsanwaltschaft ein eingeleitetes Ermittlungsverfahren wegen des Besitzes von maximal 10 g in der Regel einstellt. Bis zu einer Menge von 15 g kann sie das auch noch tun. Wenn jedoch ein „öffentliches Interesse“ an der Strafverfolgung besteht, wird das Ermittlungsverfahren auch beim Besitz einer kleinen Menge nicht eingestellt. Das ist dann der Fall, wenn jemand wiederholt mit Cannabis erwischt wurde oder wenn offen auf einem Spielplatz, in einer Jugendeinrichtung, in oder vor einer Schule gekifft wird und andere dadurch angeregt werden könnten, selbst Cannabis zu konsumieren. Das gilt insbesondere in „Null-Toleranz-Zonen“ wie z. B. im Görlitzer Park.

Was mache ich, wenn ich meine Tochter, meinen Sohn beim Kiffen erwische?

Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter – aber bitte nicht unvorbereitet. Werden Sie sich zunächst darüber klar, wie Sie zu Cannabis stehen, welche Bedenken Sie haben und was Sie im Gespräch erreichen wollen. Nur wenn Sie selbst eine klare Haltung haben, wird Ihr Kind Sie ernst nehmen. Neben Sicherheit ist Vertrauen in der Beziehung zu Ihrem Kind ganz wichtig. Es ist Ihr Kapital. Verspielen Sie es nicht, indem Sie die Privatsphäre Ihres Kindes verletzten, das Zimmer durchsuchen bzw. Chat-Nachrichten oder E-Mails lesen. Versuchen Sie vielmehr im Gespräch zu ergründen, warum Ihr Kind kifft. Fragen Sie, was es am Kiffen positiv findet und ob es auch schon mal negative Erfahrungen gemacht hat. Sagen Sie, dass Sie sich Sorgen machen. Bringen Sie zum Ausdruck, dass Sie Ihr Kind verstehen möchten. Gegenseitiger Respekt und Begegnung auf Augenhöhe sind dabei von großer Bedeutung. So fühlt es sich ernst genommen und kann Ihre Bedenken besser annehmen. Aber bedenken Sie: Eine Haltung zu ändern, ist ein Prozess. Geben Sie Ihrem Sohn bzw. Ihrer Tochter Zeit dafür – aber bleiben Sie dran. Mit einem Gespräch ist es meistens nicht getan.

 

Planen Sie für Gespräche immer genügend Zeit ein, um sie in Ruhe führen zu können. Wenn Sie ein Gespräch mit Ihrem Kind gemeinsam mit Ihrer Partnerin bzw. Ihrem Partner führen wollen, verständigen sich vorher, um sich im Gespräch nicht zu widersprechen oder gar zu streiten. Grundsätzlich gilt: Vermeiden Sie eine Vorwurfshaltung. Lassen Sie Ihren Sohn bzw. Ihre Tochter zu Wort kommen und eigene Gedanken auszusprechen. Aber sagen Sie  auch offen Ihre Meinung. Setzen Sie Grenzen, sagen Sie z. B., dass Sie keinen Cannabiskonsum in Ihrer Wohnung dulden, und reden Sie über mögliche Konsequenzen. Ihr Kind braucht Orientierung und Halt. Weisen Sie auf die Risiken des Cannabiskonsums hin und ermutigen Sie es zur kritischen Auseinandersetzung damit. Ziel muss es sein, Ihr Kind stark zu machen, dass es selbstbewusst verantwortungsvolle Entscheidungen treffen und auch „Nein“ zu Cannabis sagen kann. Bleiben Sie weiter im Gespräch mit Ihrem Kind – nicht nur über Cannabis, sondern auch über alle anderen Lebensbereiche. Das  zeigt Ihrem Kind, wie wichtig es Ihnen ist.

 

Wenn Sie über eigene Erfahrungen mit Cannabis sprechen, bedenken Sie, dass Cannabis heute einen deutlich höheren THC-Gehalt hat und sich die Verfügbarkeit und der Konsum der Droge stark verändert haben. Es ist wichtig, dass Sie hier gut informiert sind.

 

Weitere Informationen und Unterstützung finden Sie auch im Rahmen der Kampagne „Zu breit?“. Fragen Sie ganz unkompliziert anonym im Chat um Rat. Darüber hinaus finden Sie in Berlin Hilfe und Unterstützung bei der Fachstelle für Suchtprävention und in jeder Drogen- und Suchtberatungsstelle.

 

Weitere Informationen:
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Was mache ich, wenn meine Freundin, mein Freund kifft?

Sprich mit ihr oder mit ihm! Teile deine Sorgen und Befürchtungen mit, sage, was du davon hältst. Wenn du den Eindruck hast, dass sich dein Freund/deine Freundin durch den Konsum verändert, sprich das offen an und erkläre, was dir aufgefallen ist. Nur so gibst du dem/der anderen die Chance, ein Problem zu erkennen. Frage nach seinen/ihren Motiven für den Konsum, also warum er/sie kifft. Rede offen über die Risiken von Cannabis. Bevor du das tust, solltest du dich aber selbst über das Thema informieren. Werde dir darüber klar, was du selbst für richtig und für falsch hältst. Je sicherer du in deiner Meinung bist, desto ernster wird dein Freund/deine Freundin dich nehmen. Wenn du nicht genau weist, wie du so ein Gespräch führen sollst, hol dir Hilfe, z. B. hier im Chat, bei einem Lehrer, einer Lehrerin, bei der Fachstelle für Suchtprävention in Berlin (Chausseestr. 128/129, 10115 Berlin, Tel.: 030/2935 2615) oder/und bei der Drogen- und Suchtberatungsstelle in deinem Bezirk. Übrigens: Drogenberatungsstellen bearbeiten dein Anliegen immer vertraulich. Sie beachten den Datenschutz. Das heißt, sie werden deine Eltern oder andere Personen nur informieren, wenn du einverstanden bist.

 

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Welche Rechte und Pflichten haben Eltern/ Erziehungsberechtigte/ Erwachsene?

Wird Ihr Sohn, Ihre Tochter mit Cannabis erwischt, wird von der Polizei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dabei kann es zu einer Vernehmung des/der Minderjährigen kommen. Eltern haben dann aber das Recht anwesend zu sein. Zudem wird jede Mitteilung, die an den Beschuldigten – also den Jugendlichen – geht auch den Eltern zugestellt. Wer Angst hat, dass die Polizei die Schule oder die Ausbildungsstätte in Kenntnis setzt, der kann beruhigt aufatmen: das wird aus Gründen des Datenschutzes nicht passieren. Kommt es jedoch zu einer Fremdgefährdung (z. B. beim gemeinsamen Konsum mit Minderjährigen), können Beratungsgespräche auch für die Eltern angeordnet werden. Erwachsene machen sich strafbar, wenn sie Drogenkonsum ermöglichen, indem sie Cannabis beschaffen. Es ist aber bereits strafbar, wenn Sie den Konsum nur dulden, also die Gelegenheit zum unbefugten Verbrauch des Betäubungsmittels bieten und so den Konsum fördern anstatt ihn zu unterbinden. Kurz gesagt: Wenn Minderjährige in Ihrer Wohnung oder in Ihren Räumen kiffen, kann das für Sie zu einem Problem werden – selbst wenn Sie nichts davon wissen. Es ist daher wichtig, gegenüber den eigenen oder anderen schutzbefohlenen Kindern und Jugendlichen klare Grenzen zu ziehen.

An wen kann ich mich als Elternteil bzw. Erwachsener wenden, wenn ich mir Sorgen um meine Tochter, meinen Sohn mache?

Eltern sind oft hilflos, wenn sie erfahren, dass ihr Kind Drogen konsumiert. Das muss nicht sein. Es gibt viele verschiedene Ansprechpartner, die Informationen und Unterstützung rund um das Thema Sucht und Drogen geben. Drogenberatungsstellen arbeiten mit Angehörigen und Klienten vertrauensvoll zusammen. Sie beachten den Datenschutz.

 

Beratungsangebote:

An wen kann ich mich wenden, wenn ich mir Gedanken über meinen Konsum mache?

Wenn du Dir Gedanken über Deinen Konsum machst, hast du schon den ersten wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Den weiteren Weg musst du aber nicht allein gehen. Es gibt zahlreiche Beratungsstellen, die dir gern und diskret weiterhelfen.

 

Entsprechende Angebote findest du z. B. hier:

Wir beraten Dich auch gern persönlich im Chat:
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