Die Hauptstadtregion gehört zu den innovativsten Regionen Europas und nimmt in vielen Schlüsseltechnologien eine führende Position ein. Eine der Stärken des Wirtschaftsstandorts Berlin ist der Mix aus traditionsreichen Industrieunternehmen, einem lebendigen Mittelstand sowie jungen Start up-Unternehmen, die für ein dynamisches Wachstum sorgen. Als zukunftsorientierter Standort fördert Berlin zudem verstärkt neue expandierende Technologiefelder.
Berlin ist ein moderner Industriestandort und bietet mit einer Mischung aus Zukunftstechnologien und Traditionsbranchen attraktive Rahmenbedingungen für Neuansiedelungen. Derzeit sind in der Hauptstadt über 105.000 Menschen im produzierenden Gewerbe beschäftigt. Zu den wichtigen Berliner Industriebranchen zählen die Chemische und Pharmazeutische Industrie, die Ernährungsindustrie und Tabakverarbeitung, die Metallindustrie, Elektro- und Elektrotechnikindustrie sowie der Maschinenbau und die Verkehrstechnik.
Die Berliner Industrie ist geprägt von Großunternehmen, vor allem aber von einer Vielzahl kleiner und mittelständischer Unternehmen. Diese (Betriebe ab 20 Beschäftigten) erwirtschafteten 2011 einen Umsatz von rund 25 Mrd. Euro. Die positive Entwicklung der Berliner Industrie hat in den vergangenen Jahren weiter an Dynamik gewonnen, nicht zuletzt begünstigt durch eine exzellente wissenschaftliche Infrastruktur. So ist Berlin Spitzenreiter im Länderranking „Forschung- und Entwicklungseinsatz im verarbeitenden Gewerbe“. Der Anteil des Forschungs- und Entwicklungspersonals an der Gesamtbeschäftigtenzahl übertrifft mit 9,7% den deutschen Durchschnitt um 4,4 Prozentpunkte (Quelle: Investitionsbank Berlin, 2010).
Die seit 2007 bestehende enge, innovationspolitische Zusammenarbeit zwischen Berlin und Brandenburg unter Einbeziehung von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltungen beider Länder wird durch die zeitgleichen Beschlüsse des Senats und des Brandenburger Kabinetts vom 21. Juni 2011 über die - bundesweit einmalige - Gemeinsamen Innovationsstrategie für Berlin und Brandenburg - innoBB - gekrönt, deren Ziel es ist, länderübergreifende Cluster zu entwickeln.
Bereits im September 2010 wurde das Cluster „Gesundheitswirtschaft“ errichtet. Die Initiierung des Clusters „Energietechnik“ erfolgte am 17. Januar 2011 und die Konstituierung des Clusters „Mobilität, Verkehr und Logistik“ am 25. Mai 2011. Das ebenfalls im Mai 2011 zwischen den Ländern vereinbarte Cluster IKT, Medien, Kreativwirtschaft hat mittlerweile seine Arbeit aufgenommen. Am 24. Oktober 2011 wurde mit der Errichtung des fünften, länderübergreifenden Clusters Optik (einschließlich Mikrosystemtechnik) die Innovationslandschaft der Hauptstadtregion komplettiert.
Unter Beteiligung der TSB Innovationsagentur GmbH, der ZAB Zukunftsagentur Brandenburg GmbH und der BerlinPartner GmbH wird die weitere Umsetzung der Innovationsstrategie koordiniert. Die Cluster der Hauptstadtregion sind in einem breiteren Wirtschaftsumfeld verankert. Querschnittsthemen, wie Materialien und Werkstoffe, Produktions- und Automatisierungstechnik, Clean Technologies und Sicherheit, tragen als Innovationslieferanten mit branchenübergreifenden Technologien und Verfahren in besonderem Maße zur Entwicklungsdynamik bei.









