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Denkmal für Hitler-Attentäter Elser

Mit einem ungewöhnlichen Denkmal im einstigen Berliner Machtzentrum der Nazis wird der Mann geehrt, der Adolf Hitler beinahe getötet hätte.
Denkmal für Georg Elser in Berlin
Das Denkmal für den Hitler-Attentäter Georg Elser steht an der Ecke Wilhelmstraße/An der Kolonnade in Berlin. © dpa

Hoch über den Baumwipfeln ragt die markante Silhouette hervor: Johann Georg Elser, ein Mann der im Leben Weitblick und Profil bewies, wird in Berlin mit einem Denkmal geehrt. Der schwäbische Schreiner hatte 1939 versucht, Adolf Hitler mit einer Bombe zu töten. Mitten im einstigen Berliner Machtzentrum der Nazis- an der Ecke Wilhelmstraße/ An der Kolonnade- erinnert nun ein ungewöhnliches "Denkzeichen" an Elser. Am Dienstag, dem 8. November 2011, wurde das "Denkzeichen" der Öffentlichkeit übergeben.

Ulrich Klages - Denkmal für Georg Elser
Künstler Ulrich Klages. Archivfoto: Marius Becker

Eingeweiht wurde eine mehr als 17 Meter hohe filigrane Stahlskulptur mit der Silhouette von Elsers Profil. Das Denkmal ist im Dunkeln mit LED-Lampen erleuchtet. Zudem sind Zitate Georg Elsers als Leuchtstreifen in den Gehweg eingelassen. Das 200.000-Euro-Projekt aus Stahl stammt vom Künstler Ulrich Klages, dessen Entwurf in einem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb den ersten Preis gewonnen hatte. Dem Wettbewerb vorausgegangen war eine Initiative des Schriftstellers Rolf Hochhuth.

Ein Mann, der Mut und Profil zeigte

Georg Elser
Georg Elser in den 1930er Jahren

Der schwäbische Schreiner Georg Elser wollte die nationalsozialistische Führung töten, um damit den drohenden Krieg zu verhindern. Schon seit 1938 hatte er sein Attentat vorbereitet- und beinahe wäre es ihm gelungen, Adolf Hitler am 8. November 1939 durch einen selbstgebauten Sprengsatz im Münchner Bürgerbräukeller zu töten. Doch Hitler verließ den Veranstaltungsort früher als erwartet. Bei der Explosion wurden acht Menschen getötet und 63 verletzt. Neben Claus von Stauffenbergs Anschlag vom 20. Juli 1944 war dies der einzige Anschlag, der dem Leben des deutschen Diktators unmittelbar gefährlich wurde.


Im einstigen Zentrum der NS-Macht

Der Standort des neuen Denkmals ist wohl überlegt. In der Wilhelmstraße konzentrierten sich während der NS-Zeit die politischen Zentralen von Hitler, Goebbels und Göring. Sie stellten jene drei Führungsgestalten dar, die im Selbstverständnis Elsers die "Obersten" des NS-Systems verkörperten und damit die Verantwortung für die verbrecherische Kriegspolitik trugen, die er in individuellem Widerstand mit seiner konsequenten Tat zu beseitigen versuchte.

Mehr zum Denkzeichen-Wettbewerb:

Quelle: kra/BerlinOnline
(Bilder: Accorhotels 2012; Bahnhit Berlin; Berlin WelcomeCard; dpa; facebook)
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