Die Ausstellung, die durch den Verein der Freunde der Nationalgalerie ermöglicht wird, gibt Einblick in das thematisch wie stilistisch facettenreiche Schaffen Gerhard Richters. Etwa 150 Gemälde aus allen Schaffensphasen des umfangreichen Werkes werden gezeigt.
Kanonisch gewordene Bilder, wie das der die Treppe herabsteigenden Emma (1966) und der sich vom Betrachter abwendenden Betty (1988), werden mit selten oder noch nie gezeigten Arbeiten kombiniert – zentrale Beispiele einer Schaffensphase oder Werkgruppe werden mit Einzelgängern und Vorweggriffen auf Späteres in Bezug gesetzt.
In einer weitestgehend chronologisch strukturierten Ausstellungsdramaturgie wird das Zwiegespräch zwischen Abstraktion und Figuration als ein sich über alle Jahrzehnte fortsetzender Dialog deutlich werden, ein Dialog, der sich bereits im allerersten Gemälde aus Richters Werkkatalog, dem ebenfalls gezeigten Werk Tisch von 1962 ankündigt.
Die von Gerhard Richter vielseitig vorangetriebene Befragung des Mediums der Malerei führt – und auch dies will die Ausstellung zeigen – auf konsequente Weise zu ihrer Übertretung.
Das Bild als Fläche, als Fenster, als Durchblick und Blickfeld leiten hinüber zu Richters Auseinandersetzung mit Spiegeln und Glasscheiben, in der die Frage nach der Möglichkeit von Repräsentation kulminiert.
An diesem Punkt entsteht eine Korrespondenz ganz eigener Art: Richters Glasscheiben und gläserne Stellwände, wie auch seine in täuschendem Illusionismus gemalten Wolken und Fensterbilder treten in einen beziehungsreichen und charmanten Dialog mit Mies van der Rohes auf Durchlässigkeit angelegten Architektur des Gebäudes der Neuen Nationalgalerie.
Eigens für die Berliner Ausstellung verwirklicht Gerhard Richter erstmals die Version I seiner abstrakten, aleatorischen Arbeit 4900 Farben, die, über 200 Meter hinweg, die gesamte Ausstellung umrahmen werden.
Wann: 12. Februar bis 13. Mai 2012
Wo: Neue Nationalgalerie
Öffnungszeiten:
Di 9 - 18 Uhr
Mi 9 - 18 Uhr
Do 9 - 18 Uhr
Fr 9 - 18 Uhr
Sa 9 - 18 Uhr
So 9 - 18 Uhr
Montags geschlossen
Am letzten Wochenende der Ausstellung werden die Öffnungszeiten aufgrund der hohen Besuchernachfrage verlängert. Die Schau in der Neue Nationalgalerie ist daher am
Samstag, den 12. Mai und am Sonntag, den 13. Mai von 9 bis 22 Uhr geöffnet.
Eintritt: Bereichskarte: Regulär 8,00 Euro, ermäßigt 4,00 Euro (Bereichskarte Kombi: Regulär 12,00 Euro, ermäßigt 6,00 Euro)
Auch die parallele Präsentation von Gerhard Richters Gemäldezyklus „18. Oktober 1977“ in der Alten Nationalgalerie erfreut sich äußerst regen Besucherinteresses. Er ist ebenfalls noch bis einschließlich 13. Mai im Rahmen der Öffnungszeiten der Alten Nationalgalerie zu sehen.
| Adresse: |
Gerhard Richter. Panorama
Potsdamer Straße 50
10785
Berlin
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|---|---|
| Nahverkehr: | Bus:
Kulturforum: N2, M48, M85 Philharmonie: 200, M41 Varian-Fry-Str.: 200, N2, M48, M85 Potsdamer Brücke: N1, N2, M29, M48, M85 |

