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Lebensläufe der Mitglieder des BerlinBoard

Klaus Wowereit

Regierender Bürgermeister von Berlin

Klaus Wowereit, geboren am 1. Oktober 1953 in Berlin, studierte von 1973 bis 1979 Rechtswissenschaft an der FU Berlin und legte 1979 die erste Juristische Staatsprüfung ab. Nach der zweiten Juristische Staatsprüfung war er von 1981 bis 1984 Regierungsrat zur Anstellung beim Senator für Inneres von Berlin. Im gleichen Zeitraum war er auch Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Berlin-Tempelhof. Der BVV gehört er seit 1979 an. Von 1984 bis 1995 war Wowereit Bezirksstadtrat für Volksbildung und Kultur in Berlin-Tempelhof.

Seit 1995 ist er Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin. Er war von 1995 bis 1999 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus. Von 1999 bis zu seiner Wahl zum Regierenden Bürgermeister war er Vorsitzender der Abgeordnetenhausfraktion der SPD. Seit 16.06.2001 ist Klaus Wowereit Regierender Bürgermeister von Berlin. Zudem ist er seit
01.01.2007 Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit.

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Prof. Dr. E.Jürgen Zöllner

Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Prof. Dr. Jürgen Zöllner, geboren am 11. Juli 1945 in Mährisch Neustadt, wuchs in Bad Schwalbach (Taunus) auf. Er studierte von 1964 bis 1979 Medizin in Freiburg und Mainz. 1979 promovierte er zum Dr. med. 1971 wurde er Wissenschaftlicher Assistent und 1972 Assistenzprofessor am Physiologisch-Chemischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. 1975 habilitierte er sich für Physiologische Chemie. 1977 ging er als DFG-Stipendiat an das Beatson Institute for Cancer Research in Glasgow (GB). Im gleichen Jahr nahm er einen Ruf als Professor für Molekularbiologie - Gentechnologie an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz an.

Von 1983 bis 1990 war er als Vizepräsident der Universität verantwortlich für das Ressort Forschung. 1990 wurde er Präsident der Johannes Gutenberg-Universität. Von 1991 bis 1994 war er in Rheinland-Pfalz Minister für Wissenschaft und Weiterbildung. Von 1994 bis 2001 war er Minister für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung.

2001 übernahm er dann das Ressort für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur und wurde am 18.05.2006 zusätzlich Stellvertretender Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz. Sei 2005 ist er Bundesbeauftragter im EU-Rat für Bildung, Jugend und Kultur und seit 2006 Stellvertretender Vorsitzender der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung. Seit 24.11.2006 ist Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung in Berlin.

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Prof. Jutta Allmendinger Ph. D.

Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB) und Professorin für Soziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin

„Berlin ist für mich ein stimulierendes Panorama entscheidender Zukunftsfragen. Die Stadt ist ein Forum für die Diskussion über diese Probleme. Und Berlin ist eine Stadt der Wissenschaften, zu deren Erfolg alle beitragen können.“

Prof. Jutta Allmendinger, geboren 1956 in Mannheim, studierte Soziologie und Sozialpsychologie an der Universität Mannheim, danach absolvierte sie ein Graduiertenstudium in Soziologie, Volkswirtschaftslehre und Statistik an der Universität Wisconsin. 1989 promovierte sie an der Harvard University in Cambridge, USA.
Von 1988 bis 1991 war Jutta Allmendinger wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Von 1992 bis 2007 war sie Professorin für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ihre Habilitation erwarb sie 1993 an der Freien Universität Berlin. Von Februar 2003 bis März 2007 leitete sie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Seit Februar 2007 ist sie Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin. Präsidentin des WZB ist sie seit 1. April 2007.
Prof. Allmendinger ist ordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Seit 2006 ist sie Mitglied der Wissenschaftlichen Kommission des Wissenschaftsrats; seit 2007 Mitglied des neu eingerichteten Expertenkreises Forschung und Innovation der Bundesregierung.

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Prof. Dr. Dr. h.c. Wolf Lepenies

Professor (em.) für Soziologie an der FU Berlin und ehemaliger Rektor des Wissenschaftskollegs Berlin

Wolf Lepenies wurde 1941 im damaligen Allenstein-Deuthen (heute: Olsztyn-Daijtki, Polen) geboren und wuchs nach dem Krieg in Koblenz auf. 1970 habilitierte er sich an der Freien Universität Berlin im Fach Soziologie. Als Wissenschaftler arbeitet er unter anderem in Paris (Maison des sciences de l'homme, Collège de France),an verschiedenen amerikanischen Universitäten und mehrere Jahre am Institute for Advanced Study in Princeton, N.J.

1984 wurde Wolf Lepenies an das Wissenschaftskolleg zu Berlin berufen und zum ordentlicher Professor für Soziologie an der Freien Universität Berlin ernannt. 1986 bis 2001 war er Rektor des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Im Jahr 2006 wurde er als Professor emeritiert.

Prof. Wolf Lepenies ist u.a. Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Kgl.-Schwedischen Akademie der Wissenschaften und der American Academy of Arts and Sciences. Er ist Ehrendoktor der Pariser Sorbonne, Offizier der Französischen Ehrenlegion und erhielt zahlreiche wichtige Preise - u.a. im Jahre 2006 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.



Prof. Dr. Thomas Tuschl

Professor für Genforschung, New York

„Ich sehe Berlin als eine Stadt im permanenten Wandel, die den heutigen Zeitgeist prägt. Als Wissenschaftler fasziniert mich, wie man wieder den Mut zur selbstbewussten Eigenständigkeit zeigt, und damit an die geschichtsträchtige Tradition der Medizin und Naturwissenschaften Anfangs des letzten Jahrhunderts anknüpft. So wie damals, bietet auch heute wieder der Schwung und die Impulse des Berliner Lebens die entscheidende Inspiration, das Unvorhersehbare zu entdecken.“


Thomas Tuschl, geboren 1966 in Altdorf bei Nürnberg, studierte an der Universität Regensburg Chemie und promovierte 1995 am Max- Planck-Institut für experimentelle Medizin in Göttingen.
Im selben Jahr ging Tuschl als Postdoktorand in die USA, wo er in Cambridge am Massachusetts Institute of Technologie (MIT) beim Nobelpreisträger Prof. Dr. Sharp, einem der führenden Wissenschaftler in der Krebsforschung, und am Whitehead Institute bei Prof. Dr. Bartel wirkte. Das Whitehead Institute ist eines der führenden Instituten im „Human Genome Project“.

1999 kehrte er als Gruppenleiter nach Göttingen zurück, diesmal an das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie. Dort erlangte er internationales Ansehen im Bereich der Genforschung, als er mit seiner Arbeitsgruppe das Verfahren der RNA-Interferenz entwickelte. Die RNA-Interferenz gilt als bahnbrechendes Verfahren in der Genforschung.
Seit 2003 forscht und lehrt Dr. Thomas Tuschl als Professor an der Rockefeller University in New York.

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Harald Wolf

Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen und Bürgermeister von Berlin

Harald Wolf wurde am 25. August 1956 in Offenbach am Main geboren und studierte von 1975 bis 1977 Philosophie und Sozialwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. 1977 wechselte er nach Berlin und schloss sein Studium der Politischen Wissenschaft an der FU Berlin 1981 als Dipl.-Politologe ab.

Von 1981 bis 1983 war er als Schreibkraft in verschiedenen Berliner Unternehmen tätig. Von 1983 bis 1987 war Harald Wolf Wissenschaftlicher Angestellter am Hamburger Institut für Sozialforschung. Seit 1988 ist er Freier Publizist. Im selben Jahr wurde er für die Alternative Liste Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Kreuzberg. Von Januar 1991 bis August 2002 war er für die PDS-Fraktion Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin. 1995 wurde er zum Fraktionsvorsitzenden gewählt. Von 2002 bis 2006 war er Bürgermeister von Berlin und Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen. Seit November 2006 ist er Bürgermeister von Berlin und Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen.

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Dr. Mathias Döpfner

Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG

„Es gibt auf der Welt fünf Metropolen von wirklicher Bedeutung: Shanghai, Moskau, London, New York - und Berlin. Berlin hat die höchste Lebensqualität und das größte Potenzial. Berlin ist unsere Chance."

Dr. Mathias Döpfner, geboren am 15. Januar 1963 in Bonn, studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Theaterwissenschaften in Frankfurt und Boston. Als Journalist begann er 1982 seine Laufbahn als Autor in der Feuilleton-Redaktion der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Von 1988 bis 1990 war er Geschäftsführer einer PR-Agentur, bis 1992 Korrrespondent der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ in Brüssel.

Anschließend arbeitete er im Stab des Vorstands International des Gruner+Jahr Verlags in Paris, 1993 wurde er Assistent des Gruner+Jahr-Vorstandsvorsitzenden in Hamburg. Spätere journalistische Stationen waren Chefredakteur der „Wochenpost“, Berlin (1994-1996), und Chefredakteur der „Hamburger Morgenpost“ (1996-1998).

Seit 1998 ist er für die Axel Springer AG tätig. Zunächst als Chefredakteur DIE WELT. Seit Juli 2000 ist Dr. Mathias Döpfner Mitglied des Vorstands (Vorstand Multimedia). Seit November 2000 zusätzlich Vorstand Zeitungen. Seit Januar 2002 Vorstandsvorsitzender und Vorstand Zeitungen.

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Hartmut Ostrowski

Vorstandsvorsitzender der arvato AG und Vorsitzender des Vorstands der Bertelsmann AG

„Berlin ist für mich eine Stadt, die sich fast jeden Tag neu erfindet. Eine Stadt im Wandel. Und ein Ort für Kreative aus aller Welt."

Hartmut Ostrowski, geboren 1958 in Bielefeld, studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bielefeld. Seine berufliche Karriere startete er 1982 als Assistent der Geschäftsleitung bei der Bertelsmann Distribution GmbH in Gütersloh. Dort wurde Ostrowski 1983 Abteilungsleiter, 1986 Hauptabteilungsleiter und Ende 1987 Prokurist.

Nach einem Wechsel zur Security Pacific Eurofinance, Inc. nach Frankfurt und München kehrte er 1990 zur Bertelsmann Distribution GmbH zurück. 1996 folgte die Berufung in den Vorstand der Bertelsmann Industrie AG, der heutigen arvato AG. Ab 2001 war er zusätzlich stellvertretendes Mitglied des Vorstands der Bertelsmann AG.

Seit September 2002 ist Ostrowski Vorstandsvorsitzender der arvato AG und Mitglied im Vorstand der Bertelsmann AG. Seit 2005 ist Hartmut Ostrowski zudem Mitglied im Board of Directors von Prinovis, einem Joint Venture der drei Medienkonzerne Gruner + Jahr AG & Co. KG, Axel Springer AG und arvato.

Seit dem 1. Januar 2008 ist Ostrowski Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG.

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Werner Wenning

Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG

„Ich habe Berlin als kreative, lebendige und offene Stadt kennengelernt. Nicht zuletzt deshalb bin ich froh, dass unser weltweites Pharmageschäft hier seinen Sitz hat. Bayer Schering Pharma ist eine starke Kraft am Gesundheitsstandort Berlin. Und so wie unser Unternehmen Bayer stellt sich auch Berlin den ständig neuen Herausforderungen und befindet sich in einem permanenten Wandel. Gerne helfen wir dabei, Berlin auf dem Weg in die Zukunft zu begleiten.“

Werner Wenning, geboren 1946 in Leverkusen-Opladen, startete seine Bayer-Karriere 1966 mit einer Lehre zum Industriekaufmann. Anschließend absolvierte er ein Trainee-Programm im Finanz- und Rechnungswesen und arbeitete in der Konzern-Revision, bevor er von 1970 bis 1975 das Finanz- und Rechnungswesen der neu gegründeten Bayer Gesellschaft in Lima/Peru aufbaute und leitete.
Nach einer erneuten Tätigkeit in der Konzern-Revision kehrte er 1978 als Geschäftsführer und Verwaltungsleiter der peruanischen Gesellschaft nach Lima zurück.

1983 übernahm Wenning die Leitung des Stabes im damaligen Sektor Gesundheit in Leverkusen. Drei Jahre später wechselte er in den Geschäftsbereich Kunststoffe, wo ihm 1987 die weltweite Verantwortung für den gesamten Vertrieb übertragen wurde. Im Jahr 1991 entsandte Bayer ihn im Rahmen des Management-Transfers für ein Jahr zur Treuhandanstalt nach Berlin.

1992 wechselte Wenning erneut ins Ausland und übernahm in Barcelona die Funktion des Landessprechers für Spanien. 1996 wurde er in Leverkusen mit der Leitung des Konzernbereichs Konzernplanung und Controlling beauftragt und ein Jahr später zum Mitglied des Vorstands der Bayer AG berufen.

Werner Wenning ist seit 2002 Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG. Er ist Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) und Vize-Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Berlin.

Seit 2006 ist der Bayer-Konzern mit dem Sitz der Bayer Schering Pharma auch in Berlin vertreten.

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Catherine Mühlemann

„Berlin ist "anders". Unangepasst, dynamisch, vielseitig. Wie in keiner anderen deutschen Stadt können Individualität und Freiheit gelebt werden. Mein Berlin hat viele Facetten, ist ständig in Bewegung, hässlich und schön, spannungsgeladen, poetisch, der Zeit voraus, international. Jeder findet hier einen Platz, an dem er sich wohl fühlt. Ist man einmal hier, lässt Berlin einen nicht mehr los. Berlin macht süchtig.“

Die 1966 in Bern (Schweiz) geborene Catherine Mühlemann startete ihre berufliche Laufbahn nach einem an der Universität Bern abgeschlossenen Studium der Germanistik, Medienwissenschaften, Staatsrecht und Betriebswirtschaft 1994 als Medienreferentin beim öffentlich-rechtlichen Schweizer Fernsehen SF DRS. Ab 1997 leitete sie den Aufbau des zweiten Kanals SF2 und die Programmstrategie der beiden öffentlich-rechtlichen Kanäle SF1 und SF2. Als Programmdirektorin gehörte sie 1999 zum Gründungsteam des ersten Schweizer Privatkanals TV3.

Im Mai 2001 kam Catherine Mühlemann zu MTV Networks und übernahm die Geschäftsführung von MTV Central (Deutschland, Schweiz, Österreich). 2003 erweiterte sich ihre Verantwortung um die Emerging Markets, die Wachstumsmärkte in Osteuropa und dem mittleren Osten. Seit Mai 2004 leitet Catherine Mühlemann nun ihre Aufgaben als Geschäftsführerin von MTV Central & Emerging Markets aus dem neuen Firmensitz in Berlin. Nach Abschluss der Übernahme der VIVA Media AG durch den MTV-Eigentümer Viacom war Catherine Mühlemann von März 2005 bis Mai 2008 auch für das Fernsehgeschäft der VIVA Media Gruppe verantwortlich. Die MTV Networks Germany Sendergruppe besteht heute aus den Marken MTV, VIVA, NICK und COMEDY CENTRAL. Insgesamt verantwortete Catherine Mühlemann 20 Fernsehkanäle mit über 600 Mitarbeitern, die mehr als 64 Millionen Haushalte in 25 Ländern erreichen.

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Prof. Dr. Hermann Parzinger

Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz

„Berlin ist auf dem besten Wege, zu einer der führenden Kultur- und Wissenschaftsmetropolen weltweit zu werden. Die Stadt besitzt ein unglaubliches Potential, das es noch intensiver auszuschöpfen und mit Engagement weiterzuentwickeln gilt. Die Toleranz, die Weltoffenheit und die vielen Gesichter von Berlin sind beste Voraussetzungen dafür, dass dies gelingen wird".

Hermann Parzinger, geboren 1959 in München, studierte 1979 bis 1985 an der Ludwig-Maximilians-Universität München, an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken sowie an der Universität Ljubljana (Slowenien, 1982). Er promovierte 1985.

Von 1986 bis 1990 hatte Parzinger die Hochschulassistenz am Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München inne (Habilitation 1991). 1991 bis 1994 war er Zweiter Direktor der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Institutes in Frankfurt. 1995 wurde er als Gründungsdirektor der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Institutes nach Berlin berufen. Hier leitete Parzinger zahlreiche bedeutende Ausgrabungen in Asien und Europa.

2003 wurde er Leiter des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin. Im Juni 2007 ist Prof. Parzinger zum kommenden Präsidenten der Berliner Stiftung Preußischer Kulturbesitz gewählt worden, bei der er am 1. März 2008 die Nachfolge von Klaus-Dieter Lehmann angetreten hat.

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Dr. Frank Schirrmacher

Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

„Berlin ist der geometrische Ort. Es ist das Zentrum einer Kultur, die die anderen Regionen nicht unwichtiger macht, sondern sie belebt und ihnen eine Mitte gibt. Was in Berlin gelingt aber auch was in Berlin mißlingt hat Auswirkungen auf uns alle. Nach Jahren der Nostalgie und der bloßen kulturhistorischen Zwanzigerjahre-Romantik sieht es so aus, als das wir alle in Berlin nicht mehr nur Geschichte sondern zum erstenmal wieder europäische Zukunft bekommen, die bis nach Amerika ausstrahlt. Vielleicht gelingt es.“

Frank Schirrmacher, geboren 1959 in Wiesbaden. Studium der Anglistik und Germanistik in Heidelberg, der Philosophie und Literatur am Clare College in Cambridge.

Seit 1. Juli 1985 Feuilletonredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Promotion mit einer Arbeit über den amerikanischen Konstruktivismus. 1989 bis 1993 Nachfolger von Marcel Reich-Ranicki als leitender Redakteur der F.A.Z. Seit 1. Januar 1994 einer der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

1999 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet.

Schirrmacher hat mehrere Bücher verfasst, u.a. das Buch „Das Methusalem-Komplott“, für das er mit dem Preis der „Goldenen Feder“ ausgezeichnet und das in 13 Sprachen übersetzt wurde.

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Ingeborg Junge-Reyer

Senatorin für Stadtentwicklung und Bürgermeisterin von Berlin

Ingeborg Junge-Reyer wurde 1946 in in Breckerfeld, Kreis Ennepe-Ruhr geboren. 1967 begann sie ein Studium der Germanistik und Geographie. Ihr 1969 begonnenes Studium an der Verwaltungsakademie Berlin schloss sie als Dipl.-Kameralistin ab.

Von 1977 bis 1989 war sie Angestellte im Bezirksamt Berlin-Kreuzberg. 1989 wurde sie Bezirksstadträtin für die Ressorts Soziales, Gesundheit, Finanzen im Bezirk Berlin-Kreuzberg und 1999 Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Kreuzberg. Im selben Jahr wechselte sie als Staatssekretärin in die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales und Frauen. Von 2002 bis 2004 war sie Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Seit 2004 ist Ingeborg Junge-Reyer Senatorin für Stadtentwicklung. 2006 wurde sie zudem Bürgermeisterin von Berlin.

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Sir Peter Hall

Professor (em.) of Planning and Regeneration at The Bartlett University College London

Sir Peter Hall, geboren 1932 in London, schloss 1957 mit einem „Master’s Degree“ und „Doctorate“ sein Studium der Urbanistik ab, bevor er seine Lehrtätigkeit an verschiedenen Hochschulen in London aufnahm. Im Jahre 1968 wurde er Professor für Geografie an der Reading University, wo er Vorsitzender der „Planning School“ und Dean der Städte- und Regionalplanung wurde. In den 80er Jahren wurde Hall zudem Professor im „Department of City and Regional Planning“ an der University of California, Berkeley. 1992 verließ er Reading und Berkeley, um „Chair of Planning“ am Bartlett, University College, in London zu werden, wo er bis heute – mittlerweile emeritiert – tätig ist.

Sir Peter Hall ist Fellow der „British Academy“ und Mitglied der „Academia Europea“ und erhielt zahlreiche Ehrendoktorwürden an Universitäten in Europa und den USA. Im Jahre 1998 wurde er zum „Sir“ für sein Engagement in der „Town and Planning Association“ ernannt.

Sir Hall gilt als einer der führenden Vertreter der Urbanistik. Der Wandel und die Zukunft der großen Städte in der Globalisierung sind die Themen, zu denen Hall eine Vielzahl von Büchern und Veröffentlichungen verfasst hat. Mit dem Buch „The World Cities“ (1966) prägte er die Städteforschung bis heute. Es folgten einflussreiche Publikationen wie „Great Planning Disasters“ (1980), „Cities of Tomorrow“ (1988) und „Cities in Civilization“ (1998).

Sir Peter Hall ist heute als wichtiger Berater bei planerischen Aufgaben, u.a. von der britischen Regierung für Entwicklungsfragen im Großraum London und vom US-Kongress gefragt.

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Prof. Hans Kollhoff

Architekt, Professor für Architektur und Konstruktion an der ETH Zürich

Hans Kollhoff, geboren 1946 in Lobenstein (Thüringen), studierte von 1968-1975 Architektur an der Universität Karlsruhe und der Technischen Universität Wien. Er betreibt seit 1978 ein selbständiges Architekturbüro in Berlin, seit 1984 in Partnerschaft mit der Architektin Helga Timmermann.

Im Jahre 1990 wird Kollhoff Professor für Architektur und Konstruktion an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. Zahlreiche Lehrtätigkeiten führen ihn mehrmals nach Berlin, an die Cornell University (New York), an die Syracruse University (N.Y.) und die University of California.

1996 gründet er die „Prof. Kollhoff Generalplanungs-GmbH“ zur Übernahme von Generalplanungsleistungen. Im Jahre 1999 wird das Atelier Prof. Hans Kollhoff GmbH mit Sitz und Büro in Rotkreuz/ Schweiz gegründet.

Hans Kollhoff ist als Architekt international tätig. In Berlin entwarf Kollhoff unter anderem Gebäude für den Potsdamer Platz, wo er im Auftrag der Daimler Chrysler AG das mittlere Hochhaus („Kollhoff-Tower“) im alten New Yorker Backsteinstil entwarf. Er war für den Masterplan Alexanderplatz (Hochhausbebauung) verantwortlich. Kollhoff ist zudem Präsident des „Bauakademie-Vereins“ Berlin.

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Prof Dr. Eckard Minx

Leiter der DaimlerChrysler- Forschung „Gesellschaft und Technik“ und Vizepräsident der Daimler Chrysler Research and Technology North America, Inc.

„Berlin als Stadt des Wandels und der unterschiedlichsten Perspektiven bietet Raum, Aufbruchstimmung sowie kreatives Potenzial, um neues Wissen zu schaffen und (experimentell) zu erproben. Es ist einer der Spiegel, in dem das zukünftige Europa sich selbst verstehen lernt.“

Eckard Minx, geboren 1949 in Berlin, studierte an der FU Berlin und schloss sein Studium als Diplom-Volkswirt und Diplom-Kaufmann ab. Von 1974 bis 1979 arbeitet er als Assistent an der FU Berlin, in den Jahren 1979 und 1980 war Minx im internationalen Anlagenbau als kaufmännischer Mitarbeiter in Saudi-Arabien und Algerien tätig.

1980 wird Minx Mitarbeiter bei der DaimlerChrysler AG in der Forschungsgruppe Berlin und übernimmt 1992 die Leitung der Forschung „Gesellschaft und Technik“ in Berlin und Palo Alto, Kalifornien, Minx ist an der FU Berlin, der TU Berlin und der FHTW Berlin als Lehrbeauftragter tätig.

Prof. Dr. Eckard Minx ist Mitglied in zahlreichen Gremien u.a. dem Strategiebeirat Sozial-ökologische Forschung im Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Stiftungsrat der Stiftung Deutsches Technikmuseum, Berlin, dem Wissenschaftlichen Beirat der Zeitschrift „Organisationsentwicklung“ sowie im Forschungsbeirat der SWP (Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit – Stiftung Wissenschaft und Politik), Berlin. Minx ist Vorstand bei der Gottlieb-Daimler und Carl Benz-Stiftung.

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