125 Jahre Bibliothek Zehlendorf - Dr. Eckart von Hirschhausen gratuliert

Blick in die Gottfried-Benn-Bibliothek 1962

Am 01.03.1893 eröffnete im Gemeindeschulhaus in der Potsdamer Straße 8 die erste Zehlendorfer Bibliothek – mit einem Bestand von 205 Bänden. Grundlage für die Gründung war ein Beschluss des „Vereins zur belehrenden Unterhaltung“ im Vorjahr. Besonders in den ersten Jahren zog die Bibliothek immer wieder um. Der letzte Umzug erfolgte dann 1962 an den heutigen Standort. Die Bibliothek hieß da noch Hauptstelle oder Hauptbibliothek Zehlendorf. Ihren heutigen Namen bekam die Gottfried-Benn-Bibliothek erst 1999 nach einem Umbau und der anschließenden Wiedereröffnung.

Dieses Jubiläum feiern wir im Sommer, am 08.09.2018 – mit einem schönen Fest in Zusammenarbeit mit der Musikschule, der Volkshochschule und dem Kulturamt unseres Bezirkes. Dr. Eckart von Hirschhausen, der die Bibliothek noch aus seiner Kindheit kennt, kann leider nicht dabei sein. Ein Grußbotschaft hat er uns dennoch übermittelt:

“Glückwunsch zu 125 Jahren Bücher für Zehlendorf!

Als Kind war der orange Bücherbus der Stadtbibliothek mein Raumschiff in die Welt der Phantasie und der Neugier. Später als Schüler der Schadow-Oberschule habe ich es genossen, direkt gegenüber eine Bibliothek zu haben, in der man wunderbar stöbern und entdecken konnte. Auch wenn ich es mit den Rückgabefristen nicht immer pünktlich hinbekommen habe, blieben die Mitarbeiter freundlich und hilfsbereit. Danke!

Für mich als Arzt und Autor ist Leseförderung die beste Investition in Gesundheit und Zukunft. Jeder Euro, den wir in frühkindliche Bildung stecken, kommt 25fach für die Gesellschaft zurück. Ohne kostenfreie Bücher hätte ich nicht so viele Anregungen und Lesefutter gehabt. Rückblickend begann meine “Karriere” als Deutschlands erfolgreichster Sachbuchautor auf den Hockern zwischen den Regalen!

Deshalb wünsche ich uns allen bei aller Digitalisierung und smarten Ablenkung, dass wir den Wert des Lesens und Vertiefens in ein Buch hoch halten und öffentliche Einrichtungen so gut finanzieren, dass sie ihrer gesellschaftlichen Rolle gerecht werden können. Gesundheit folgt der Bildung. Die fängt mit dem Vorlesen an. Und hört nie auf!”