Rückschau

Ausstellungen in der Helene-Nathan-Bibliothek

Oper in Berlin

Il Torovatore
Bild: SINISSEY Photography

16.09.2017 – 31.10.2017

„Der Gesang ist die in höchster Leidenschaft erregte Rede: die Musik ist die Sprache der Leidenschaft.“
Richard Wagner (1813 – 1883), deutscher Komponist

Die Oper ist ein Ort der Begegnung und Auseinandersetzung, der Leidenschaft und Provokation, der Bildung und Skandale. Sie bewahrt die Tradition, setzt sich desgleichen mit den aktuellen Themen und Geschehnissen der heutigen Zeit auseinander.
In dem Opern-Jubiläumsjahr feiern wir 275 Jahre Staatsoper, Wiedereröffnung der Staatsoper Unter den Linden, 70 Jahre Komische Oper und 40 Jahre Neuköllner Oper.
Die Ausstellung in der Helene-Nathan-Bibliothek zeigt Ihnen die Vielfalt der Berliner Opernlandschaft der Gegenwart. Neben IL TROVATORE, AIDA, LOHENGRIN, STELLA, BALL IM SAVOY, PETER GRIMES, TRISTAN UND ISOLDE, NABUCCO, MACBETH und DIE ZAUBERFLÖTE sind Bilder aus einigen anderen klassischen und modernen Inszenierungen der Deutschen Oper Berlin, Staatsoper Berlin, Komische Oper Berlin und Neuköllner Oper ausgestellt.
Die Bühnenfotos wurden mit viel Leidenschaft und Bewunderung für das Musiktheater von dem Kreuzberger Fotojournalisten und Grafiker Sinisa Wagner – SINISSEY Photography – aufgenommen. „Oper in Berlin“ ist seine erste Foto-Ausstellung.

Erweitern Sie Ihre Sinneswahrnehmungen mit zahlreichen Medien aus der Musikbibliothek der Helene-Nathan-Bibliothek. Sie präsentiert eine bunte Vielfalt an Opernmedien aus allen Epochen, die zum Hören, Lesen und Sehen einladen. Über das Onlineportal der Naxos Music Library können Sie sogar die Opern auch direkt von zu Hause streamen.

Im Rahmen der Ausstellung zeigt Ihnen die Neuköllner Oper am 26.10.2017 um 18:00 Uhr
in der Helene-Nathan-Bibliothek Ausschnitte aus der jüngsten Uraufführung
„La BETTLEROPERa“. 40 Jahre nebenan, 40 Jahre Oper anders!
Die Neuköllner Oper ist ein Team von musikbesessenen Theatermachern unterschiedlichster Herkunft. Sie entstand vor 40 Jahren aus dem Willen, die Gattung „Oper“ so lebensnah wie möglich weiter zu entwickeln.

Il Torovatore

Stolpersteine in Neukölln

Stolpersteine
Bild: Mobiles Museum Neukölln

Erinnerungskultur von unten
Eine Ausstellung des Mobilen Museums Neukölln

14.08.2017 – 07.09.2017

Stolpersteine machen täglich im Straßenbild von Neukölln auf die persönlichen Schicksale von Opfern des Nationalsozialismus aufmerksam. Jeder einzelne Stein symbolisiert die Leerstelle, die entstand, weil ein Mensch von den Nationalsozialist*innen gewaltsam aus seiner Nachbarschaft gerissen wurde. Die Ausstellung stellt ausgewählte Neuköllner Bürger*innen vor, für die ein Stolperstein verlegt wurde. Sie zeigt die verschiedenen Akteur*innen und Organisationen, die sich mit großem sozialen Engagement für die Erinnerungsarbeit im Bezirk einsetzen.

Hauswände statt Leinwände

Wandmalerei
Bild: N. Martins

Berliner Wandbilder 1975 bis 2017

26.06.2017 – 05.08.2017

Seit das erste Wandbild 1975 in Berlin das Stadtbild veränderte, sind rund 720 Wandbilder entstanden. Viele dieser Kunstwerke sind schon wieder verschwunden. Wandbilder stehen nicht unter Denkmalschutz und sind nur Kunstwerke auf Zeit.
Das Wandbild “Verschnürungen” von Gert Neuhaus, nicht nur für Neuköllner vierzehn Jahre lang ein origineller Orientierungspunkt im Kiez an der Karl-Marx-Straße gegenüber dem Rathaus, wurde 1998 mit dem ganzen bemalten Gebäude dem Erdboden gleichgemacht. Heute steht an dieser Stelle die Helene-Nathan-Bibliothek.

www.norbert-martins-wandbilder-berlin.de

Enno DUMMER: Natur pur in Westkanada

Natur pur in Westkanada
Bild: Enno DUMMER ∞ solenno.net

FOTOAUSSTELLUNG

08.05.2017 – 17.06.2017

Erleben Sie Westkanadas endlos erscheinende Weiten
und massige Berge sowie wundervolle Farben und Formen.
Begegnen Sie Bären und anderen Tieren in deren
Lebensraum. Saugen Sie die vielfältigen Stimmungen
und Schönheiten in sich auf. Fühlen Sie Ihre Verbundenheit
mit der Natur und genießen Sie die ursprünglichen,
natürlichen Bilder des Fotografen Enno DUMMER.

Enno DUMMER: Farben ∞ Stimmungen der Natur

Farben ∞ Stimmungen der Natur
Bild: Enno DUMMER ∞ solenno.net

FOTOAUSSTELLUNG

06.03.2017 – 29.04.2017

Richten Sie Ihren Blick auf die Schönheiten und Einzigartigkeiten der Natur mehrerer Kontinente. Fühlen Sie die Stimmungen, wenn z.B. die Sonne eine Landschaft zum Leben erweckt. Bestaunen Sie dank Makroaufnahmen die Kunstwerke der Pflanzen. Erleben Sie die bunte Vielfalt von Tieren. Genießen Sie die ursprünglichen, natürlichen Bilder des Fotografen Enno DUMMER.

Werkstattausstellung des dritten frühling

Skulpturen von dritter frühling e.V.
Skulpturen von dritter frühling e.V. Bild: dritter frühling e.V

09.01.2017 – 25.02.2017

Die künstlerischen Werkstätten für Menschen mit Lebenserfahrung
hatten 2016 die Schwerpunkte 100 Jahre Körnerpark und (K)eine Heimat.
Gezeigt werden spannende und vielfältige Arbeiten,
die in der Auseinandersetzung mit diesen Themen entstanden.
Lassen Sie sich inspirieren durch die Kreativität von 50 – 83 jährigen!

Pariser Kaleidoskop

Treppen zum Grande Arche
Treppen zum Grande Arche Bild: Axel Greb

Fotografieausstellung von Axel Greb

18.10.2016 – 17.12.2016

Ein bunter Streifzug durch Paris bei Tag und Nacht vom Fotografen Axel Greb. Seine Pariser Fotos waren die Folge einiger kurzer Aufenthalte. Der Fotograf zeigt überwiegend Bilder der Straßenfotografie in Paris, d.h. von Personen auf Straßen und öffentlichen Plätzen. Außerdem auch Bilder von Schlössern und anderen Bauwerken wie Eiffelturm, Lafayette, Saint-Chapelle, Metro und Bahn, Grande Arche, Centre Pompidou, Notre-Dame und andere.
Gezeigt werden vor allem Einzelfotos aber auch kleine Bildserien.

Die spezielle Atmosphäre und der besondere Moment des Aufnahmezeitpunktes von Straßenfotografien erzeugen beim Betrachter oft über den Augenblick hinausgehende Empfindungen und Eingebungen, die für den Menschen zeitlos sind und Elemente schicksalhafter Situationen wiedergeben. Das ist auch durch Straßen und Plätze möglich auf denen sich keine Menschen befinden, denn der Kontext zum Menschen besteht auch dort.

Auch wenn der Schwerpunkt in der Straßenfotografie liegt, ist eine Offenheit für das fotografische Festhalten anderer Eindrücke zu erkennen, insbesondere in den Bildern der Rosa Granitküste der Bretagne.

Otto und Elise Hampel - Karte bitte wandern lassen!

Flugschriften von Otto und Elise Hampel
Flugschriften von Otto und Elise Hampel Bild: Bundesarchiv

Ausstellung von Christian Winterstein

22.08.2016 – 15.10.2016

Zwischen 1940 und 1942 riefen Otto und Elise Hampel, ein Arbeiterehepaar aus Berlin, mit Postkarten und Flugschriften zum Sturz des Naziregimes und zur Beendigung des Krieges auf. Aufwachen aus politischer Gleichgültigkeit! Gegen Entrechtung! Gegen Kapitalismus! Für Freiheit und Gerechtigkeit! Die Hampels wollten ihre Mitmenschen aufrütteln und zum Widerstand bewegen.

Eine Welt brach für sie zusammen, als sie bei der Vernehmung durch die Gestapo erfuhren, dass so gut wie alle Karten bei der Polizei abgegeben worden waren. Otto und Elise Hampel wurden 1943 zum Tode verurteilt und in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
Beim Zusammenbruch ihrer Hoffnung auf eine bessere Welt möchte es der Künstler und Sozialpädagoge Christian Winterstein nicht belassen. Im Mittelpunkt seiner Ausstellung stehen 14 Fotografien von ausgewählten Postkarten und Flugschriften, die im Bundesarchiv überliefert sind.
Die Ausstellung erinnert an den Widerstand der Hampels und würdigt ihn. Otto und Elise Hampel hatten kein ideologisches Programm und keinen religiösen Hintergrund. Alleine und auf sich gestellt fanden sie den Mut, Nein zu sagen. Auf dem Höhepunkt des nationalsozialistischen Regimes hatten sie, trotz extremer Anpassungszwänge und barbarischer Herrschaft, das Empfinden für Gerechtigkeit nicht verloren.
Der Inhalt der Karten wird zeitgeschichtlich eingeordnet und erläutert. Es erfolgen Querverweise zur literarischen Verarbeitung des Schicksals der Hampels im Roman von Hans Fallada, “Jeder stirbt für sich allein”.

Rainer Betz – Retrospektive zum 75. Geburtstag

Alter Ölbaum
Alter Ölbaum Bild: Rainer Betz

Öl, Aquarelle, Siebdruck, Mischtechnik

20.06.2016 – 13.08.2016
Retrospektive
Rainer Betz, Maler und Zeichner (1941 – 2014)

Im September dieses Jahres wäre Rainer Betz 75 Jahre alt geworden, und so können wir diese Ausstellung auch als Rückblick auf ein Lebenswerk sehen, dessen Entwicklung eng mit dem Bezirk Neukölln verbunden ist. Seit 1964 lebte der in Tübingen geborene Betz in Berlin, besuchte die Meisterschule für Grafik und Buchkunst und anschließend die Hochschule für Bildende Kunst in Charlottenburg, um sich dann vor allem der freien Malerei zu widmen. 1986 war er Mitbegründer der Künstlerinitiative Neukölln, und von seinem langjährigen Atelier in der Karl-Marx-Straße aus nahm er an vielen Ausstellungen in Neukölln sowie in Städten des In- und Auslands teil. Später konnte er ein Atelier in unmittelbarer Nachbarschaft zur Wohnung in der Gropiusstadt nutzen, was ihm auch wegen zunehmender gesundheitlicher Probleme angenehm war.

Anfangs entstanden auch noch theaterbezogene Arbeiten, etwa fantasievolle farbige Figuren und Bühnenhintergründe, manche in gekonnter Collagetechnik. Auch hat er Illustrationen zu Büchern entworfen. In Rainer Betz‘ freien Arbeiten gab es von Anfang an zwei große Themenstränge: zum einen helle, freundliche und durchsonnte Landschaften und Städtebilder, die zumeist auf die Reisen zurückgingen, die das Ehepaar Betz in viele Länder, besonders des Mittelmeerraums und des Vorderen Orients, unternahm. Eine ganz andere Linie verfolgte der von der Bedrohung durch die Szenarien des Kalten Krieges wie auch die zunehmend sichtbarer werdende Umweltzerstörung zutiefst beunruhigte Maler in manchmal düsteren, in kurbo-expressiver Formsprache gehaltenen, mitunter nahezu abstrakten Bildern, denen dann auch wieder mit lasierend flächig aufgetragenen Farben konstruierte Symbolbilder folgten: eines davon ist das „Kreuz“, das vielleicht als sein Hauptwerk bezeichnet werden kann und das in der Kirche der Martin-Luther-King-Gemeinde in der Gropiusstadt zu sehen ist: ein nicht nur seiner Größe wegen höchst eindrucksvolles Bild, mit dem er die kosmischen Seelenbilder, zu denen auch das hier gezeigte „Unternehmen Lindwurm“ gehört, zur malerischen wie geistig-konzeptuellen Höhe seines Schaffens führte. Die daneben immer wieder entstandenen Landschaften aus dem Süden Europas lassen in ihrer Farb- und Formschönheit die Hoffnung zu, dass das Leben trotz all der menschengemachten Bedrohungen dennoch weitergeht.

"Faszination Natur "

Tanz der Waldgeiste
Tanz der Waldgeiste Bild: Silke Kraft Kugler

Ausstellung von Silke Kraft-Kugler
18.04.2016 – 11.06.2016

Die Ausstellung soll Einblicke in die Vielfalt der Natur geben. Die Eindrücke entstehen durch andere als die gewohnten Perspektiven. Damit kann das Besondere im scheinbar Alltäglichen, die Schönheit im Unvollkommenen oder der Reiz der Vergänglichkeit entdeckt werden. Kleine Dinge werden groß, Unsichtbares wird sichtbar, Unbemerktem wird Aufmerksamkeit geschenkt. Gleich vor der Haustür werden kleine Wunder offenbar. Neben dem eigenen Garten sind die Wälder oder die Küsten der Meere ein reiches Feld für ungewöhnliche, manchmal unerwartete Formen und Farben.
Der Blick ist offen in die Welt gerichtet, um Stimmungen und Landschaften wahrnehmen zu können. Manchmal ist es die besondere Situation. Ein anderes Mal ist der Fotograf zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort und empfindet das besondere Licht, die Kälte oder Wärme. Er spürt der speziellen Atmosphäre nach, die den Moment bereichert und zu außergewöhnlichen Aufnahmen führt. Die Exponate sollen etwas davon erzählen.

Die Fotos in dieser Ausstellung sind in den letzten Jahren an verschiedenen Orten dieser Welt entstanden. Sie wurden auf UV-beständigem Fotopapier gefertigt und können erworben werden. Vielleicht kann Sie das eine oder andere Bild in Ihren Bann ziehen, Ihr Interesse wecken oder einfach Staunen lassen.
Viel Vergnügen beim Betrachten der Fotos.

Von Douala nach Berlin: Ein Perspektivwechsel

Für eine sichere Zukunft
Für eine sichere Zukunft Bild: Alex Tagoudjou

Jugendliche aus Kamerun präsentieren ihren Kiez

Text und Foto: Alex Tagoudjou, 16 Jahre, Schüler der zehnten Klasse des Gymnasium INTAC in Douala Kamerun.

Ein hoher Schulabschluss garantiert heute keinen sicheren Arbeitsplatz mehr. Deshalb lernen viele von uns einen praktischen technischen Beruf, in der Hoffnung, dass sie spätestens im Alter von 25 Jahren in der Lage sind die Familie zu unterstützen oder eine eigene Familie zu gründen. So wie die beiden Mechaniker im Bild werden viele unter und sehr früh Vater und müssen die Familie ernähren. Das Erlernen eines praktischen Berufs ist heute eine Lösung für eine sichere Zukunft.

Aus dem französischen von Katharina Lipowsky.

15.02.2016 – 09.04.2016

Die Fotografie-Ausstellung “Von Douala nach Berlin: Ein Perspektivwechsel”, zeigt Fotos und Texte von Jugendlichen aus Bépanda einem Stadtteil in Douala, Kamerun. Einen Monat lang recherchierten Jugendliche drei zehnter Klassen, die zunächst an Fotografie- und Journalismus-Workshops teilgenommen hatten, nach Geschichten aus ihrem Kiez. Das Thema bildete dabei Jugend in drei verschiedenen Generationen: Gestern- die Jugend ihrer Elterngeneration; Heute- Ihre eigene Jugend; und Morgen- die Jugend ihrer kleinen Schwestern und Brüdern.
Das Anliegen der Porträtierung unterschiedlicher Lebensgeschichten aus Bépanda, bestand vor allem darin, die in der Bevölkerung bestehenden Vorurteile über das Stadtviertel Bépanda aufzubrechen: Bépanda ist ein Bezirk in Douala, der in der Bevölkerung vor allem mit Kleinkriminalität und prekären Lebensverhältnissen verbunden wird. Die Recherche von individuellen Lebensgeschichten, abseits von Verallgemeinerungen und Klischees, schafft einen sehr persönlichen und vielfältigen Einblick in die Lebensumstände der Menschen in Bépanda.
Dieser Ansatz, durch neue Perspektiven, Klischees und historisch gewachsenen Stigmatisierungen aufzubrechen, soll auch durch die Ausstellung der Bilder in Deutschland verfolgt werden. Durch die im Kolonialismus entstandenen und durch neokoloniale Strukturen aufrechterhaltenen Machtverhältnisse, wird in Europa das Bild von Afrika als hoffnungslosem Kontinent aufrechterhalten. Das wird durch einen exotisierenden und stigmatisierenden öffentlichen Diskurs in den Medien gefördert. Bestimmte Vorstellungen über Kamerun und andere Länder des globalen Südens werden fortwährend reproduziert. Durch die Ausstellung der Aufnahmen der Jugendlichen aus Bépanda wird ihre eigene Perspektive auf ihre Gesellschaft präsentiert: Ethnozentristische Bilder werden aufgebrochen und die hauptsächlich negativ und einseitige Berichterstattung des afrikanischen Kontinents über Krieg, Korruption und Armut durch westliche Medien wird hinterfragt.
Mehr Informationen zum Projekt finden sie unter www.initiative-perspektivwechsel.de.

"Frühling im Winter"

Arbeitsergebnisse aus den künstlerischen Werkstätten 2015 des dritten frühling e.V.
Arbeitsergebnisse aus den künstlerischen Werkstätten 2015 des dritten frühling e.V. Bild: dritter frühling e.V.

Präsentation der künstlerischen Werkstätten des „dritter frühling e.V.“ 2015

11.01.2016 – 06.02.2016

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Arbeitsergebnissen der 2015 durchgeführten Werkstättenseminare des Vereins „dritter frühling“. Das Besondere an den Werkstätten ist die intensive Verbindung von Theorie und Praxis. Es wird immer sowohl gestaltet also auch diskutiert.

Es sind Bilder, Fotos und Objekte aus 14 Werkstätten zu sehen.

So entstanden zum Beispiel in dem Workshop „Vom Selfie zum Selbstportrait“ bei einem vergnüglichen Fotoshooting Portraits, deren Umrisslinien später als Stickvorlage dienten. Ergänzend dazu brachten die Teilnehmerinnen Kinderfotos und grafisch interessante Erinnerungsstücke mit – ein lebhafter Austausch über die eigenen Lebensfäden entstand.
Nach dem Sticken ging es weiter mit „Mixed Media“ – unterschiedliche künstlerische Techniken wurden auf den Bildern gemischt. Die Mitbringsel wurden collagiert, es wurde übermalt und gestempelt. Schicht um Schicht entstanden biografische Bilder, auf denen Erinnerungen und Gegenwart verbunden sind.

Der Workshop „Dreidimensionale Bücher“ verband klassische Buchbindetechniken und freies experimentelles Gestalten mit Papier. In einem selbst gebundenen Buchobjekt entstanden plastische Seelenlandschaften.

In dem Werkstattseminar „Wasser-Werke aus Ton“ führte eine Exkursion zum Alten Wasserwerk Friedrichshagen, einem Ensemble von Bauten im märkischen Backsteinstil, direkt am Ufer des Müggelsees. Die Gebäude beherbergen ein Museum mit spannenden Exponaten und Informationen zur Geschichte der Berliner Wasserwirtschaft.

In der anschließenden Keramikwerkstatt erforschten die Teilnehmerinnen, wie man mit dem festen Material Ton etwas vom Fließen, Glitzern und Sprudeln des Wassers darstellen kann – inspiriert vom Fundus der Eindrücken und Bilder aus Friedrichshagen.

60 Neukölln Bilder vor Ort gemalt - "Mit dem Ölmalkasten unterwegs"

Anzengruberstraße Pizza und Cafe
Anzengruberstraße Pizza und Cafe Bild: Eici Sonoda

Eici Sonoda

02.11.2015 bis 19.12.2015

Ölmalerei vor Ort, auf der Straße, in Cafés, an Bahnhöfen “alla prima” mit Pinsel auf Leinwand ist Arbeit “vor dem Motiv”. Ob stehend auf der Straße, an die Hauswand gelehnt oder bequem im Cafe, der Malkasten sieht auf den ersten Blick wie ein Notebook aus (was schon öfter für Heiterkeit unter den Passanten führte). Die Leinwand sitzt passend im Deckel, nur die Pinsel und das Fläschchen werden getrennt mitgeführt.

Am längsten dauert “die Suche nach dem Malmotiv”. Es soll charakteristisch für den Stadtteil sein und stellvertretend für andere Motive der Stadt. Der Ort muss so gewählt sein, dass man keine Fußgänger, Radfahrer oder Autos behindert. Auch Anwohner möchten gefragt werden, die Wirte der Gaststätten sowieso. Ist der Platz gefunden, ist man den ständigen Blicken und unterschiedlichen Kommentaren der zufälligen Betrachter unterworfen. Manche Orte wie Bahnhöfe “spucken in regelmäßigen Abständen” Menschen aus, so ist die “Malerei am Puls der Stadt”.

Auch diese Feedbacks tragen neben dem wechselnden Wetter und den Tageszeiten, Wind und Temperaturen, dem Wechsel der parkenden Autos, den Leuten, die durchs Bild laufen, dazu bei, dass jedes Bild anders und einzigartig ausfällt. Das alles unterscheidet diese “vor Ort gemalten” Bilder von den sogenannten Atelierbildern. Daher sind diese Bilder einzigartig und im Vergleich zu Atelierbildern nicht wiederholbar.

Berlin und anderswo - Cartoons und Karikaturen von Robin Schicha

Berlin
Berlin Bild: Robin Schicha

18.06.2015 – 15.08.2015

In seinen Bilderserien stellt Robin Schicha seine spezielle Sicht auf die Welt künstlerisch dar.
Wahrzeichen und Symbole aus Berlin, Köln, Duisburg, London, Venedig und anderen Orten werden eindrucksvoll als Postkartenmotive in Szene gesetzt.
In der Reihe „Fußball“ fängt Robin Schicha mit einem liebevollen Blick die Emotionen der Fans ein, die mit ihrem Verein bei Gegentoren leiden oder die Treffer feiern.
Klassische Motive von Carl Spitzweg werden mit modernen Figuren verfremdet. So wird z.B. das traditionelle Liebespaar durch ein Punkerpärchen ersetzt.
Aber auch gesellschaftliche und politische Themen stellt Robin Schicha aus ungewöhnlicher Perspektive dar. Die Mitgliedsstaaten der europäischen Union werden bewusst klischeehaft skizziert wie der Rettungsschirm des Staates oder die Belästigung durch den Lärm in der Großstadt.
In einer Märchenreihe findet u.a. eine Begegnung zwischen Pinocchio und Peter Pan statt. Die Gefahren des übermäßigen Alkoholkonsums werden ebenso eindrucksvoll bebildert wie Begegnungen mit dem Teufel in der Hölle oder das „Moerser Girl“.
Alltagsszenen, die Mann und Frau beim Schuhkauf zeigen oder an unfreundliche Begegnungen in einer Bücherei erinnern, dokumentieren eindrucksvoll die gemischten Gefühle der Protagonisten.
Die Reihe „Der Traumtänzer“ bebildert Liedertexte, die sich mit Elfen, Zwergen und Tieren beschäftigen.
Der sehr spezielle und phantasievolle Blick von Robin Schicha entwirft neue Welten in malerischer Form.

Kommunikation auf Mauern: Neuköllner Parolen-Graffiti

Parolen-Graffiti
Parolen-Graffiti Bild: Christian Winterstein

17.04.2015 bis 13.06.2015

Ausstellung von Christian Winterstein

Die Helene-Nathan-Bibliothek Neukölln präsentiert vom 17.4.-13.6.15 4.-13.6.15 Neuköllner Parolen-Graffiti, die der Soziologe und Fotograf Christian Winterstein Ende 2013 in Nord-Neukölln gesammelt hat.

Die Ausstellung möchte folgende Thesen veranschaulichen und zur Diskussion stellen:
Im Alltag erscheinen die Parolen-Graffiti flüchtig und willkürlich – tatsächlich bilden sie auf den Mauern Themenschwerpunkte. Sie stehen in Wechselbeziehung zur Sozialstruktur des Sozialraums, in dem sie aufgetragen werden. Als Form der politischen Kommunikation reklamieren sie für sich Meinungsfreiheit – jenseits der veröffentlichten Meinung in den Mainstream-Medien.

Literatur und Fotografie

Fotografische Arbeiten mit selbst ausgewählten Texten aus der Literatur
Fotografische Arbeiten mit selbst ausgewählten Texten aus der Literatur Bild: Brigitte Förster

20.02.2015 bis 10.04.2015

Schüler der Fotografie-Klasse der VHS Neukölln stellen aus: Brigitte Förster, Andrea Holzfuß, Ingo Hübner, Peter Kagerer, Birgit Samland, Peggy-Nicole Sarmann und Sigrid Weitemeyer unter der Leitung von Ulrike Ludwig.

Grundlage für die fotografischen Arbeiten sind von den Teilnehmern selbst ausgewählte Texte aus der Literatur. In der Kombination mit Fotografie ergänzen, bestätigen oder widersprechen sich die Aussagen der beiden Einzelmedien und eröffnen so neue Perspektive auf die erzählte Welt.

teilen - tauschen - konsumieren

Arbeiten dritter frühling e.V.
Arbeiten dritter frühling e.V. Bild: dritter frühling e.V.

“dritter frühling e.V.”

16.12.2014 bis 08.02.2015

“Teilen – tauschen – konsumieren” unter diesem gemeinsamen Motto standen die diesjährigen Werkstattseminare des “dritten frühling e. V.”. Wie immer gab es ein breit gefächertes Themenangebot aus den Bereichen kreatives Schreiben, bildender Kunst, Tanz und Film. Nur ein Beispiel: “Tausche Tasse gegen Kunst” war der Titel eines Workshops, der sich mit dem derzeit aktuellen Phänomen des Konsums auseinandersetzte.
Onlineplattformen, auf denen Dinge oder Dienstleistungen getauscht, verliehen oder geteilt werden können, sprießen wie Pilze aus dem Boden. Warum Teilen nachhaltig ist und Spaß macht? Diese Frage wurde im gemeinsamen Erfahrungsaustausch diskutiert und alte Tassen und Teller in kleine Betonmosaike umgewandelt, die ebenso wie weitere Werkstattergebnisse in der Ausstellung zu sehen sind.

Dreißig Jahre Farbvielfalt von gegenständlich bis modern

Kleine Kapelle
Kleine Kapelle Bild: Wolfgang Bellach

10.10.2014 bis 07.12.2014
In der Helene-Nathan-Bibliothek werden Bilder der Buckower Malgruppe, die 2014 ihr dreißigjähriges Bestehen feiert, ausgestellt.

Schriftbilder

Schriftbilder: Merresstille
Schriftbilder: Merresstille Bild: Regina Nowacki

Eine Ausstellung von Regina Nowacki

12.08.2014 – 30.09.2014

In ihrer Ausstellung “Schriftbilder”, präsentiert die gebürtige Berlinerin und Neuköllnerin, studierte Kunstmalerin (Meisterschülerin UdK) und Lehrerin Regina Nowacki neue sowie auch ältere Arbeiten.
Regina Nowacki beschäftigt sich schon seit über zwanzig Jahren mit der Verbindung zwischen Poesie und Malerei. In ihren gemalten, gestempelten und collagierten Arbeiten verbinden sich die Elemente Malerei und Druckgrafik mit dem Element Wort, Sprache.

Was macht ein Wort mit einem Bild, mit der Bildaussage? Was machen Pinselstriche und grobe Stempelabdrucke mit dem Wort?

Der Betrachter wird aufgefordert, hier auf Entdeckungsreise zu gehen, innezuhalten, zu sehen, zu lesen, seinen eigenen Assoziationen zu folgen und sich so mit der Sprache der Künstlerin selbst auszutauschen, in Kontakt zu treten, eine leise Kommunikation zu beginnen.
In den Bildern und Grafiken verwendet Regina Nowacki ausschließlich Worte und Textabschnitte aus ihren eigenen Gedichten.

Murmelbunte Bilder

Murmelbunte Bilder
Murmelbunte Bilder Bild: Regenbogen-Schule

Kinder der Regenbogen-Schule stellen sich vor

24.06.2014 – 03.08.2014

Schülerinnen und Schüler der Regenbogen-Schule in Berlin-Neukölln stellen ihre Arbeiten vor.
Sie präsentieren unter anderem Höhlenmalereibilder und Exponate zu den Themen “Reise um die Welt”, “Zwischenräume” und “Malen nach Beispielen des Künstlers Vermeer”, sowie Objekte zum Thema “Alles aus Stoff”, welche in Zusammenarbeit mit der UdK Berlin entstanden sind.
Es werden auch Arbeiten aus der Projektwoche “Ich lebe in Neukölln” präsentiert.
Außerdem zeigen die Schüler des Freitagateliers ihre Ölbilder, die unter der Anleitung des Künstlers Carlos Martins entstanden sind.

Memory of India

Tänzerin
Tänzerin Bild: Ursula Baehr

22.04.2014 – 16.06.2014

Ausstellung von Ursula Baehr

Durch Reisen nach Indien kommt neue Inspiration, die wunderschönen Landschaften, Menschen und Götter mit Stift und Farbe auf Papier wiederzugeben und als Erinnerung nach Berlin mitzubringen. Zuerst wurden Skizzen vor Ort angefertigt, die mit Aquarellfarben koloriert und anschließend mit Pastellkreiden (die auf ihren Bildern nicht fehlen dürfen) intensiviert, um die Farben deutlicher hervorzuheben.

Ausgestoßen und verfolgt. Die jüdische Bevölkerung während des Nationalsozialismus in Neukölln.

Familie Chraplewski mit Freunden im Garten im Koppelweg in Britz, um 1938
Familie Chraplewski mit Freunden im Garten im Koppelweg in Britz, um 1938 Bild: Kurt Samuel / Museum Neukölln

18.02.2014 bis 12.04.2014

Im Zentrum der Ausstellung stehen Erfahrungen und Schicksalswege von Neuköllner Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die von den Nationalsozialisten als Juden oder “Halbjuden” diffamiert worden sind. Beginnend mit der im Alltag erfahrenen Ausgrenzung ab 1933 bis hin zur Deportation in Vernichtungslager wie Auschwitz spannt die Ausstellung einen zeitlichen Bogen von 1933 bis 1945.
Parallel zu den persönlichen Erfahrungen werden ausgewählte staatliche Gesetze und Verordnungen, die der NS-Staat zur Umsetzung seiner rassistischen Politik angewendet hat, für jedes Jahr aufgelistet. Dadurch wird deutlich, wie systematisch die Vertreibung und Vernichtung der jüdischen Bevölkerung durchgesetzt wurde.

Augenblicke festhalten

Carmen
Carmen Bild: Katharina Ertl

27.08.2015 bis 17.10.2015

Unter dem Titel “Augenblicke festgehalten” stellen sieben Künstlerinnen aus Berlin-Karow ihre Werke in der Helene-Nathan-Bibliothek Neukölln aus.
Inspiriert durch vielfältige Anregungen aus dem täglichen Leben, von Reiseeindrücken, Träumen oder der Natur, sind unter Anleitung der renommierten Berliner Malerin Renée König Werke entstanden, die eben diesen einen besonderen Augenblick festhalten wie: die Hektik von S-Bahnreisenden, das Wellenrauschen des Meeres, die reifen, saftigen Früchte des Herbstes, die beruhigende Wirkung einer Landschaft, die Besonderheiten unseres Berliner Stadt- und Vorstadtmilieus, den sinnlichen Rauch einer Zigarette und Vieles mehr. Die Künstler*innen arbeiten vorwiegend mit Acrylfarben und in gegenständlicher Art. Aber auch Öl, Kreide, Aquarell und Mischtechniken mit Strukturmitteln oder Naturelementen kommen zum Einsatz. Die Malgruppe engagiert sich regelmäßig für den Karower Kunstmarkt und Ausstellungen unterschiedlichster Art. Das letzte Projekt war eine Spendenaktion von ca. 20 Bildern für die Kinderkliniken der Charité. Die Bilder sollen zur Aufmunterung schwerkranker Kinder beigetragen. Ebenso wollen die KünstlerInnen die Betrachter der hier ausgestellten Bilder anregen, im Alltag inne zu halten und Augenblicke ihres Lebens bewusst wahrzunehmen.