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Was bleibt aber ... Literatur im Land

"Was bleibt aber ... Literatur im Land"
Bild: Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten

Eine Wanderausstellung der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten ab 16. August in der Helene-Nathan-Bibliothek.

„Was bleibet aber, stiften die Dichter.“ Friedrich Hölderlin schrieb diese Zeile vor über zweihundert Jahren. Mittlerweile ist sie ein geflügeltes Wort und im kulturellen Gedächtnis verankert. Nicht jeder kennt dieses Zitat, weiß von wem es stammt oder wer Hölderlin war. Doch seine Dichtung bleibt.

Literatur im Land zeigt Szenarien, die vor unserer Haustür stattfinden und literarische Schauplätze, die unserer Wirklichkeit so sehr ähneln, dass sie auch heute beschrieben werden könnten: Denn ob Krieg oder Bündnis, Widerstand oder Flucht, Zensur oder Freiheit – es gibt Ereignisse, die einzelne Leben, das Land oder die ganze Welt verändern und Fragen aufwerfen, auf die Menschen vor Jahrhunderten Antworten suchten und die uns bis heute nicht loslassen.

So divers wie die thematischen Perspektiven sind auch ihre geografischen Ursprünge: Ob im ländlichen Raum oder in urbanen Zentren, überall sind literarische Spuren zu finden, die es neu zu entdecken lohnt. Dabei verstehen wir Land und Stadt nicht als Widerspruch, denn weder die vorgestellten Autorinnen und Autoren noch die dargestellten Themen sind an regionalen oder nationalen Grenzen orientiert. Vielmehr geht es um das Menschsein in einer Welt.

“Literatur im Land” ist als Wanderausstellung konzipiert. Sechzehn Ausstellungen zur Literatur und keine gleicht der anderen, weil in jedem Bundesland andere Schriftstellerinnen und Schriftsteller gezeigt werden.

Zur Ausstellung ist ein Katalog und Lesebuch erschienen, in dem die Gesamtschau der dargestellten Themen und Autoren, ergänzt um Texte zeitgenössicher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, zu sehen ist. Der Katalog kann in der Helene-Nathan-Bibliothek ausgeliehen werden.

Zur Mehrzahl der ausgestellten Schriftstellerinnen und Schriftsteller gibt es literarische Gesellschaften und Literaturmuseen, die Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) sind. Als Dachverband von mehr als 260 literarischen Gesellschaften, Literaturmuseen und litera rischen Gedenkstätten ist die ALG seit über dreißig Jahren tätig. Den Facettenreichtum der unterschiedlichen in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz verteilten Einrichtungen zu fördern, ist Ziel des Dachverbandes.

Die Ausstellung von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.