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Themen » Vorsorge und Trauerfall

Die Symbolkraft von Blumen und Pflanzen

(Foto: Clara Stadtgraf)

Was Farben, Arten und Formen bei Kränzen, Gestecken und bei der Grabbepflanzung bedeuten

Bei der Wahl der Blumen für Kränze, Gestecke und Sträuße, aber auch für die Grabpflanzung orientiert man sich an den Lieblingsfarben des/r Verstorbenen. Darüber hinaus gibt es bei Blumen und Farben auch symbolische Bedeutungen:

  • Weiß steht für Unschuld, Reinheit, Frieden. Beliebt sind weiße Rosen und Madonnenlilien, Calla. Lang halten Chrysanthemen.

  • Rot wie Blut und Liebe: Rote Rosen (bei Sozialisten Nelken) sind wohl das stärkste Symbol. Als Langblüher werden gern Begonien und Pelargonien (auch mit weißen gemischt) aufs Grab gepflanzt. Als ewige Liebe wird gern die anspruchslose, Schatten vertragende Eisbegonie bezeichnet, die weiß, rosa und rot blüht. Auch die Fleißigen Lieschen in vielen Farben sind pflegeleicht und blühen lang.

  • Blau steht für Treue: z.B. Vergissmeinnicht, im Frühjahr Stiefmütterchen und Cilla, später Lavendel.

  • Gelb symbolisiert die Wärme und Kraft der Sonne: Rosen, Steingartenpflanzen, Sonnenhut, Stroh- und Mittagsblumen, Begonien…

  • Grün gilt als Farbe der Hoffnung. Buchsbaum und Efeu sind deshalb in Kränzen wie bei der Grabbepflanzung wichtig. Auch Immergrün, Coteneaster, Ilux sind beliebt. Sie stehen wie Thuja (Lebensbaum!), Eiben, Wacholder, (Schein)Zypresse für Ewigkeit oder ewiges Leben – Zeichen für Unsterblichkeit und Auferstehungshoffnung. Denn sie bleiben auch über den Winter grün.

Ein schönes gepflegtes Grab ist Anliegen der Angehörigen. Durchgesetzt hat sich in den letzten Jahrzehnten eine Gestaltung aus Bodendeckern (die das Unkraut fernhalten), Rahmenpflanzung und Saisonschmuck. Auch Kräuter passen hierhin. Rosmarin und Raute wurden früher auf das Grab gepflanzt, um das Böse fernzuhalten. Zu den neuesten Jahresausklangblumen neben Eriken, Chrysanthemen und Astern gehören winterfeste kleine Alpenveilchen.

Es gibt auch eine Formensprache der Grabbepflanzung. Das Kreuz als Symbol des Christentums, das Herz für Liebe und Zuneigung. Der Kranz als Form ohne sichtbaren Anfang und Ende steht wiederum für Ewigkeit und die unsterbliche Seele. Bereits in der Antike war er ein Zeichen des Sieges über den Tod.

Bedeutung der Christlichen Grabzeichen

Griechisches Kreuz: Grundform des christlichen Kreuzes als Zeichen des Sieges über Sünde und Tod

Kreuz mit Herz und Anker: Hinweise auf die drei christlichen Tugenden Glaube, Liebe und Hoffnung

Kreuz auf der Weltkugel:
Herrschaft Christi über die Welt

Ankerkreuz: Symbol der festenVerankerung im Glauben, Hoffnungszeichen

Kreuz auf einer Halbkugel: Zeichen der Versöhnung zwischen Gott und den Menschen

Fisch: Christuszeichen, Zeichen des christlichen Lebens

Kreis: Zeichen für Gott-Vater, Symbol für Unendlichkeit, Ewigkeit, schöpferische Allmacht und geistige Harmonie

Christusmonogramm (lat.): Jesus hominum salvator (Jesus der Menschen Heiland)

Ähren: Auferstehungszeichen, Sinnbild der Lebensernte

Schmetterling: Auferstehung neuen Lebens (antikes Sinnbild unsterblicher Seele)

Kerzen: Lichtsymbol,
„Das Licht vertreibt die Finsternis“ (die Sünde), Hinweis auf Leben, Gnade, Heil

Sonne: Christus als Sonne der Gerechtigkeit: Zeichen für den Auferstandenen

Stab, Brot und Krug: Zeichen irdischer Wanderschaft

Schiff: Sinnbild der Kirche und der Schicksalsgemeinschaft der Gläubigen, Zeichen der Wanderschaft

Waage: Zeichen der Gerechtigkeit und Lebensbewertung im Gottesgericht

Stundenuhr:
Symbol der Vergänglichkeit, Verrinnen der Zeit

Lebensspirale: sich ständig erneuerndes Leben, Erlösung durch Christus