Der erste Schultag bleibt den meisten Menschen unvergessen. In die Schule zu kommen, ist ein enormer Einschnitt und eine große Lebensveränderung. Mit ein paar Vorbereitungen wird dieser wichtige Schritt ins Leben deutlich einfacher.
"Nun beginnt der Ernst des Lebens" - diesen Spruch hören Kinder bei der Einschulung oft. Leider - denn er ist heutzutage völlig antiquiert und schüchtert das Kind unnötig ein. Es schadet nur, wenn Schule schon im Vorfeld mit Angst behaftet wird.
Stattdessen sollten Eltern den Kindern Vertrauen und Zuversicht mit auf den Weg geben. Die Kinder wollen lernen, und diese Neugier gilt es ihnen zu bewahren.
Vor der Einschulung muss unbedingt die Gesundheit des Kindes gecheckt werden. Das hört sich banal an. Doch oft wird viel zu spät festgestellt, dass ein Kind nicht gut hören oder sehen kann. Dann wundern sich die Eltern, dass ihre Kinder in der Schule nicht mitkommen und die Kinder haben keinen guten Start.
Grundsätzlich vorausgesetzt werden bei der Einschulung: motorische Fähigkeiten, geschulte Wahrnehmung, Bewegungsfähigkeit und soziales Verhalten. Außerdem sollte das Kind in Lage sein, sich allein und einigermaßen schnell anziehen zu können.
Nutzen Sie Angebote der Schule wie Schnuppertage, Schulfeste, Basare und andere Veranstaltungen. Besuchen Sie diese mit ihrem Kind, dann kennt es das Schulgebäude und ist bei der Einschulung nicht mit dem großen Unbekannten konfrontiert.
Auch wenn es eine Binsenweisheit ist: Ohne Frühstück und genügend Schlaf sollten die Kinder nicht aus dem Haus gehen.
Auch ganz einfache Dinge machen den Kindern den neuen Lebensabschnitt leichter. Man kann mit ihnen vor der Einschulung beispielsweise Lochen, Einheften und ähnliche Dinge üben. Das gibt den Erstklässlern in der Schule Sicherheit und zusätzliche Zeit, die sie für die vielen anderen neuen Dinge brauchen.
Auch der Alltag verlangt Vorbereitung. Mit der Schule werden die Abläufe viel straffer. Plötzlich müssen die Kinder pünktlich sein, sich neuen Ordnungen und Hierarchien unterwerfen. Rituale und feste Abläufe, dazu ausreichend Zeit helfen den Kindern, die neuen Anforderungen zu bewältigen.
Für den Ablauf nach der Schule muss sich eine erst Routine einspielen. Also nachmittags erst Ausruhen, dann Essen, dann Hausaufgaben und anschließend Spielen oder doch eine andere Reihenfolge? Jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus.
Hilfreich ist es, wenn die letzten Ferientage nicht mit all ihren Freiheiten ausgekostet werden, sondern die Familie den neuen Rhythmus schon mal übt, also zeitig ins Bett geht und zeitig aufsteht.
Auch die Planung der nächsten Monate sollte angegangen werden, denn die Hausaufgabenbetreuung und Fahrdienste müssen organisiert werden.

