Beschädigte Schulsachen können ein Hinweis darauf sein, dass ein Kind gemobbt wird, verweist der Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP) in Berlin.
Möchte es nicht mehr zur Schule gehen, hat es bereits morgens Bauchschmerzen oder wenden sich Freunde plötzlich von ihm ab, sollten Eltern ebenfalls aufhorchen. Dann sei es gut, wenn sie ihr Kind behutsam ermutigen, über seine Gefühle zu sprechen.
Hat das Mobbing gerade erst angefangen, könne es ausreichen, mit dem Kind über Gegenstrategien nachzudenken: In welchen Situationen wird es unter Druck gesetzt, und wie kann es sich dann wehren?
Wird es allerdings schon länger gemobbt, sollten sich die Eltern mit dem Klassenlehrer oder der Schulleitung in Verbindung setzen, rät der Verband. Wird ein Schüler gemobbt, müssten die Täter zur Rede gestellt und aktiv in die Lösung einbezogen werden. Der Lehrer sollte klar Stellung beziehen und das Opfer unterstützen.
Laut einer Studie des Zentrums für empirische pädagogische Forschung der Universität Koblenz-Landau betrifft Mobbing vor allem Grundschüler. Je älter die Kinder werden, desto seltener sind sie Opfer, ergab die Online-Umfrage unter 1995 Schülern.

