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Wegbewerben: Worauf Arbeitnehmer achten müssen

Wer sich aus dem Job heraus bewirbt, sollte das klug und diskret tun. Sonst kann es Ärger mit dem aktuellen Arbeitgeber geben - und mit dem zukünftigen.
Aus dem Job heraus bewerben
Wer sich wegbewerben will, sollte alles dafür Notwendige in seiner Freizeit machen, um Ärger mit dem alten Arbeitgeber zu vermeiden. © dpa

Schauen Mitarbeiter sich nach einem neuen Arbeitgeber um, trennen sie sich im Idealfall vom alten im Guten. Nicht selten telefonieren Arbeitgeber auch untereinander.

Bei Wegbewerbung professionell und diskret bleiben

«Wer in der alten Firma einen schlechten Abgang macht, kriegt dafür unter Umständen irgendwann die Quittung, weil ein neuer Arbeitgeber davon abgeschreckt ist». Das sagt Hanne Bergen, Karriereberaterin aus Hamburg. Deshalb sollten Mitarbeiter viel dafür tun, dass es ein erfreuliches Ende gibt. Während der Zeit des Wegbewerbens gehen Arbeitnehmer am besten möglichst diskret vor.

Für Vorstellungsgespräch freinehmen

Vorstellungsgespräche versuchen Mitarbeiter erst einmal vor oder nach die Arbeit zu legen, rät Bergen. Ist das nicht möglich, bleibt nur freizunehmen. Wer auf die Idee kommt, sich krankschreiben zu lassen, sollte sich klarmachen: Kommt das heraus, kann das zur Kündigung führen. Und das ist nicht nur dann ein gewaltiger Makel, wenn es mit dem Vorstellungsgespräch nicht klappt.

Kommunikation mit potenziellem Arbeitgeber privat abwickeln

Auch bei der Kommunikation mit dem neuen, potenziellen Arbeitgeber sollten Arbeitnehmer sich eindeutig verhalten: «Das wird strikt nach der Arbeit und ausschließlich über die private E-Mail-Adresse gemacht», sagt Bergen. Denn mit dem alten Arbeitgeber gibt es ebenfalls Ärger, wenn der herausfindet, dass man während der Arbeitszeit private Angelegenheiten wie Bewerbungen erledigt.

Anspruch auf Freistellung nach Kündigung

Nach einer Kündigung ist für Mitarbeiter übrigens gut zu wissen: Sie haben einen Anspruch darauf, dass der Arbeitgeber sie in der Zeit zwischen Kündigung und Jobende für Vorstellungsgespräche freistellt. Das gelte unabhängig davon, ob der Arbeitnehmer selbst gekündigt hat oder er gekündigt wurde, sagt Michael Eckert, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Heidelberg. Das ergebe sich aus Paragraf 629 Bürgerliches Gesetzbuch.

Freistellung muss angemessen sein

Voraussetzung ist, dass das Verlangen auf Freistellung in einem angemessenen Umfang ist, erläutert Eckert, der auch Mitglied im Vorstand des Deutschen Anwaltvereins ist. Nicht gedeckt ist zum Beispiel, wenn jemand wochenlang wegen Vorstellungsgesprächen freihaben will.

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Quelle: dpa
Aktualisierung: Mittwoch, 23. November 2016 10:51 Uhr
(Bilder: Ervin Bacik/ www.sxc.hu ; Heike Zappe / Referat Öffentlichkeitsarbeit HU ; dpa; © kebox - Fotolia.com; Acer)

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