Es gibt
viele Stellenangebote , besonders gefragt sind nach wie vor Ingenieure, denn Berlin wird ja oft als die größte Baustelle Deutschlands bezeichnet, da werden Fachleute im Hoch- und Tiefbau natürlich gesucht. Aber Berlin hat sich auch zu einer wichtigen Medienstadt entwickelt; viele Sender haben ihren Sitz natürlich in der Hauptstadt. Aber einen festen
Job in Berlin und Umgebung zu finden , ist schwierig bis unmöglich. Hier greift die "Generation Praktika" bzw. der festen Freien nach wie vor, und man muss sich darauf einstellen, dass man zwar punktuell sehr viel zu tun hat, aber keine wirkliche Sicherheit in beruflicher Hinsicht zu erwarten hat. Es empfiehlt sich also, sich vielleicht noch weitere Standbeine aufzubauen bzw. sich mehreren Zeitungen oder Sendern mit seinen Kompetenzen anzubieten.
Berlin ist nun einmal ein Magnet, und wer hier erfolgreich sein will, muss, wie überall, am besten über Kontakte verfügen. Diese aufzubauen, ist nicht einfach, und ob das Internet mit seinen unzähligen Clubs und Netzwerken wirklich tauglich ist, fragt sich doch. Man kann Erfahrungen austauschen, sich gegenseitig aufbauen, aber der direkte Weg, eine Kaltakquise oder sogar ein Besuch in Firmen, die man interessant findet, ist oft der bessere Weg. Vieles hat eben doch mit dem "human factor" zu tun, nicht nur mit exzellenten Abschlüssen. Auf die Frage nach den Chancen auf dem Berliner Arbeitsmarkt kann man nur antworten: Jeder Fall ist wieder anders gelagert, aber es lohnt sich, sich auch auf eine gewisse schlechter bezahlte Durststrecke einzustellen. Insiderkenntnisse, Kontakte, die man in einer Firma knüpfen kann, zahlen sich oft erst mittelfristig aus. Hier gilt, dass "Lehrjahre" eben auch für Akademiker keine Herrenjahre sind.