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Einbruch: So schützt man die Wohnung

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Berlin nimmt stetig zu. Erhöhte Aufmerksamkeit und ein paar Tricks können Einbrecher abschrecken.
Einbruch: Wie man sich vor Einbrechern schützt
Einbrecher stehen unter großem Zeitdruck: Sicherheitsvorkerhungen zwingen sie oftmals zum Aufgeben. © dpa

Einbrecher hinterlassen oftmals einen großen Sachschaden. Allerdings machen vielen Opfern die Verletzung ihrer Privatsphäre und das verloren gegangene Sicherheitsgefühl noch mehr als der materielle Schaden zu schaffen: Ein Einbruch in den eigenen vier Wänden bedeutet für viele Menschen einen großen Schock.

Wann finden die meisten Einbrüche statt?

Die Einbrecher sind keine Nachtschwärmer. Entgegen landläufiger Meinung findet weit über ein Drittel aller Einbrüche zur Tageszeit, am frühen Abend oder an den Wochenenden statt. Einbrüche zur Tageszeit ereignen sich besonders in Großstädten. Und, wie ebenfalls oft angenommen, ist nicht die Ferienzeit die Hochzeit für Einbrüche. Sondern Einbrecher schlagen vor allem in den Monaten November bis Februar zu, wie etwa Zahlen des Landeskriminalamtes Hessen zeigen.

Wie kommen die Einbrecher in die Wohnung?

Die Kriminellen steigen meist über leicht erreichbare Fenster, Wohnungs- oder Fenstertüren ein. «In weit über der Hälfte aller Fälle hebeln Einbrecher ihr Hindernis mit einfachem Werkzeug auf», berichtet Mayer. Glasflächen bearbeiten sie seltener. «Besonders einladend sind offen stehende oder gekippte Fenster und Fenstertüren- das sollte man nach Möglichkeit verhindern.»

Wonach suchen die Einbrecher?

Die meisten Diebe nehmen nur mit, was sie schnell einstecken und zu Geld machen können: Schmuck, Geld, Kameras oder einen Laptop zum Beispiel. Die Einbrecher wissen genau, wo sie suchen müssen, denn die meisten Menschen verstecken ihr Geld und ihren Schmuck immer an derselben Stellen: Zucker- und Kaffeedosen in der Küche, Wäscheschränke und Matratzen. An solchen Orten sollten Wertsachen also keinesfalls aufbewahrt werden.

Wie kann man sich vor einem Einbruch schützen?

Hilfreich ist immer ein guter Kontakt zu den Nachbarn. In einem Wohnumfeld, wo jeder auf den anderen achtet, ist das Risiko geringer, dass sich fremde Personen unbemerkt einschleichen können. Wenn man in den Urlaub fährt oder aus anderen Gründen einige Zeit abwesend ist, sollten die Nachbarn informiert sein. Außerdem sollte man Verwandte oder Freunde bitten, zwischenzeitlich nach dem Rechten zu sehen und den Briefkasten zu leeren. Wichtig ist, dass ein Fremder die Abwesenheit nicht ohne weiteres bemerkt- etwa durch Nachrichten auf dem Anrufbeantworter, durch den Abwesenheitsassistenten des E-Mail-Postfachs oder durch Nachrichten in sozialen Netzwerken.

Wie kann man sich noch gegen einen Einbruch absichern?

Lampen mit Zeitschaltuhren im Haus und von Bewegungsmeldern gesteuerte Lichter im Garten und auf dem Balkon können Einbrecher abschrecken. Zusätzlich sollten die Türen und Fenster je nach Lage geschützt werden. Besonderen Schutz brauchen frei stehende Häuser und Wohnungen im Erd- oder Dachgeschoss. Dazu gehöre in erster Linie, dass die Türen und Fenster stabil und belastbar sind, erläutert Eldor von Lentzke, Tischlermeister und Experte für technische Einbruchprävention aus Berlin. Die Scheibe im Fensterflügel braucht eine ordentliche Befestigung, hochwertige Beschläge und widerstandsfähige Schließeinrichtungen.

Warum ist ein technischer Einbruchsschutz so wichtig?

«Wenn Fenster mit dem Rahmen verschraubte Schließbleche, aufhebelsichere Pilzkopfzapfen in mehreren Ecken und einen drehgehemmten Griff mit Aufbohrschutz besitzen, gelten sie als sicher», erklärt von Lentzke. Das könne einen Einbruch zwar nicht ganz verhindern, aber der Einbrecher tut sich um einiges schwerer. «Technischer Einbruchschutz ist eine Frage des Zeitgewinns: Die meisten Diebe geben nach wenigen Minuten auf, wenn sie eine Barriere nicht schnell überwinden können», sagt der Tischlermeister.

Worauf sollte man beim Türenkauf achten?

Moderne Haustüren sind nicht so leicht zu knacken. «Wir empfehlen beim Türenkauf für den Privatgebrauch eine Einbruchhemmung mindestens nach der Widerstandsklasse (RC) 2», sagt Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF) in Frankfurt am Main. Wichtig sind eine Bandsicherungen, Zylinder mit Kernziehschutz, mit Mauerankern eingeschraubte Schließbleche sowie trittsichere Türblätter. Diese Elemente können Bewohner in den meisten Fällen auch nachrüsten.

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Quelle: kra/dpa
Aktualisierung: 27. Juli 2016
(Bilder: dpa; Movago GmbH; Homeday GmbH; Birgit Lieske / www.pixelio.de )

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