Potsdam: Krampnitz soll nun doch neuer Stadtteil werden
Das ehemalige russische Kasernengelände Krampnitz soll nun doch zu einem neuen Potsdamer Wohngebiet ausgebaut werden. «Auf etwa 150 Hektar soll ein neuer Stadtteil für etwa 3800 Menschen entstehen», teilte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Montag bei der Vorstellung eines Entwicklungsberichts mit. Hiernach sollen auf 120 Hektar 1600 neue Wohnungen gebaut werden; dazu sollen zahlreiche Versorgungsangebote und Kitas entstehen, hieß es. Vorgesehen sind knapp 350 Millionen Euro Entwicklungskosten. Innerhalb von zehn Jahren könnte das neue Wohngebiet in Potsdamer Norden entstehen, teilte die Stadtverwaltung mit.
Seit Jahren ist ein Untersuchungsausschuss des Landtages eingesetzt, der sich mit dem Verkauf von vier Krampnitz-Flurstücken an einen privaten Investor beschäftigt. Vorwurf der Opposition: Das Land habe 2007 die 110 Hektar für rund vier Millionen Euro unter Wert verkauft. Alle Konzepte, dass Areal zu entwickeln, schlugen bisher fehl.
Quelle: dpa