Dem Ex-Minister wird in diesem Fall wie auch beim Verkauf eines Kasernengeländes in Potsdam-Krampnitz 2007 durch die BBG Vetternwirtschaft vorgeworfen. Aus Sicht der Opposition wurde das 110 Hektar große Gelände mit gut vier Millionen Euro deutlich unter Wert veräußert. Der Landesrechnungshof hatte dem Finanzministerium nach einer Sonderprüfung vorgeworfen, seine Aufsichts- und Kontrollrechte gegenüber der BBG als Geschäftsbesorgerin des Landes nur unzureichend wahrgenommen zu haben. Die öffentliche Debatte über diese Geschäfte führte neben anderen Vorwürfen im September 2010 zu Speers Rücktritt.
Die Sitzung des Untersuchungsausschusses wird dessen stellvertretender Vorsitzender Dierk Homeyer (CDU) leiten, weil der Vorsitzende Sören Kosanke (SPD) erkrankt ist. «Herr Speer kann sehr viel dazu beitragen, den Sachverhalt aufzuklären», sagte Homeyer am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Der 53-jährige Ex-Minister habe auch keinen Grund, die Aussage zu verweigern, weil gegen ihn in der Sache nicht ermittelt werde.

