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Fitnessstudio in der Wohnung einrichten: Tipps zur Grundausstattung

Ein Fitnessraum in der eigenen Wohnung erspart den Gang ins Studio. Was man braucht: Ein bisschen Platz, ein Fenster und nur wenige Geräte.
Fit in den eigenen vier Wänden
Ein paar Übungen zu Hause: Im eigenen Fitness-Raum trainiert es sich auch mal auf die Schnelle. © dpa

Nach der Arbeit noch schnell ins Fitnessstudio? Das bleibt oft ein guter Vorsatz. Es gibt aber ein Mittel, um den inneren Schweinehund zu überlisten: Ein Fitnessraum in der eigenen Wohnung.

Grundausstattung kostet nicht viel

Die Grundausstattung muss nicht viel kosten, sagt Sportwissenschaftler Prof. Hans Bloss. «Eine Gymnastikmatte, ein paar Hanteln mit je drei bis fünf Kilogramm und ein Ausdauergerät- das reicht oft schon», sagt er. Wichtig sei nur, dass sowohl Kraft- als auch Ausdauerelemente möglich sind.

Cross-Trainer ist besser als Laufband oder Rudergerät

Bloss empfiehlt den Kauf eines Cross-Trainers. «Das ist etwas für jedermann», sagt der Fachbuchautor. Gut sei vor allem, dass auf dem Gerät Oberkörper und Arme trainiert würden, während diese beim Fahrrad-Ergometer schlaff blieben. Zum Laufband rät Bloss nicht, da es die Gelenke- besonders Knie und Hüfte- stark belaste. Auch dem Rudergerät steht er skeptisch gegenüber: «Gerade für Anfänger ist das nicht die ideale Wahl, weil man bei diesem Gerät sehr auf die Haltung achten muss, sonst bekommt man Rückenschmerzen», warnt er.

Flachbank mit Hanteln für das Krafttraining

Cross-Trainer von Markenherstellern sind schon ab 350 Euro zu haben. Oft gibt es auch von Discountern Angebote, die ab circa 100 Euro kosten. Bloss rät jedoch, das Gerät in einem Sportgeschäft zu kaufen, so dass Kunden es ausprobieren können. Zudem sei wichtig, dass es eine Pulsmessung und verschiedene einstellbare Programme hat. Für das Krafttraining empfiehlt Refit Kamberovic vom Deutschen Sportstudio Verband (DSSV) in Hamburg eine verstellbare Flachbank, Langhanteln sowie Kurzhanteln. Aber auch eine multifunktionelle Fitnessmaschine sei denkbar.

Trainingsbereich muss gut belüftet werden

Generell sollte der Trainingsbereich laut Kamberovic gut gelüftet werden, da man beim Sport viel und schnell Sauerstoff verbraucht. Ein fensterloser Kellerraum sei daher eher ungeeignet. Doch auch der Dachboden sei nicht der ideale Ort, weil dieser sich im Sommer schnell aufheizt. «Die Lufttemperatur in öffentlichen Fitnessstudios liegt bei etwa 18 oder 19 Grad, um die körperliche Belastung nicht zusätzlich zu erhöhen», erklärt er.

Handhabung der Geräte von Personal Trainer erklären lassen

Sind die Geräte angeschafft und der richtige Raum gefunden, ist das noch nicht der Startschuss für die Fitnessübungen in den eigenen vier Wänden. Gerade für Kraft- und Rudergeräte gilt laut Kamberovic: «Falsches Training ist schlimmer als kein Training.» Deshalb sei es wichtig, sich von einem Profi die richtige Handhabung der Geräte erklären zu lassen. Ein Personal Trainer erstelle einen Trainingsplan und lege die richtigen Programme, Widerstände und Gewichte fest. Es sei zudem von Vorteil, wenn dies nicht nur einmalig geschehe, sondern der Personal Trainer in regelmäßigen Abständen den Trainingsplan erneuere und die Richtigkeit der Bewegungsabläufe kontrolliere.

Mit großem Spiegel die Bewegungsabläufe überprüfen

Zudem sollte im Fitnessraum ein großer Spiegel sein. «Nur so kann ich sehen, ob meine Bewegungsabläufe stimmen», erklärt Kamberovic. «Wird es mit falscher Technik oder mit zu hohen Gewichten benutzt, ist jedes Gerät belastend für Gelenke und Herz-Kreislauf-System», ergänzt Rüdiger Reer vom Deutschen Sportärztebund in Frankfurt am Main. Auch er rät deshalb, sich die Geräte vor der Benutzung vom Profi erklären zu lassen. Zudem sei eine sportmedizinische Gesundheitsuntersuchung ratsam. «Der Arzt kann dann auf mögliche orthopädische oder internistische Vorbelastungen aufmerksam machen.»

Quelle: dpa
(Bilder: Yello Strom; promo; Patrick Lebeda / www.sxc.hu ; bilderbox / www.fotolia.com ; BerlinOnline; George Bosela / www.sxc.hu ; BerlinOnline/Robert Neukum; Birgit Lieske / www.pixelio.de )
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