Lungenkarzinome sind in Berlin die Krebstodesursache Nummer eins. Das geht aus dem Gemeinsamen Krebsregister (GKR) der neuen Bundesländer hervor, das am Mittwoch Daten für die Jahre 2007-2008 veröffentlichte. 28 Prozent der krebskranken Männer starben demnach an einem Lungenkarzinom und 17 Prozent der Frauen - mittlerweile ebenso viele wie am Brustkrebs.
Während die Lungenkrebs-Neuerkrankungsrate bei Männern jedoch seit Jahren sinkt, steigt sie bei den Frauen an, in Berlin sogar vergleichsweise stark. Insgesamt am häufigsten wurde bei Männern Prostatakrebs (20 Prozent) neu diagnostiziert, bei Frauen nach wie vor der Brustkrebs (33 Prozent).
Im Durchschnitt der Jahre 2007 und 2008 erkrankten insgesamt 8626 Männer und 8900 Frauen in Berlin neu an Krebs. Im gleichen Zeitraum starben insgesamt 8235 Menschen an der Krankheit. Dennoch hat sich die 5-Jahre-Überlebensrate für Krebspatienten in den vergangenen 20 Jahren von 30 Prozent auf 60 Prozent verdoppelt. Weil die Gesellschaft stetig altert, rechnen die Epidemiologen jedoch damit, dass die Krebs-Neuerkrankungsrate bereits heute um sieben Prozent höher liegt als 2007/2008 und sagen für 2020 sogar ein Plus von 16 Prozent voraus.
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