Einer Klinik-Sprecherin zufolge handelt sich bei den Ermittlungen um «Nachuntersuchungen der Staatsanwaltschaft zur Selbstanzeige, die Vivantes Anfang des Jahres gestellt hatte». Diese fuße auf einem Gutachten der externen Wirtschaftsprüfung KPMG. Vivantes kooperiere in vollem Umfang mit der Staatsanwaltschaft, hieß es. Untersucht werden sollten einzelne Abrechnungsunregelmäßigkeiten im ambulanten Bereich. Der Durchsuchungsbeschluss hierfür datiere auf Ende Juli. Von den Razzien seien vier Standorte der Medizinischen Versorgungszentren von Vivantes (MVZ GmbH) sowie die zentralen Verwaltungen betroffen.
In den vergangenen Monaten ging die Justiz wiederholt gegen Fälle von Abrechnungsbetrug in Berliner Krankenhäusern vor. Wann ein Ergebnis der jetzt bei Vivantes beschlagnahmten Unterlagen vorliegen wird, sei noch offen. Die Auswertung werde sicher einige Monate dauern, sagte Steltner.

