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Reiseapotheke: Was rein gehört, was kritisch ist

Die nötigsten Medikamente und Erste-Hilfe-Mittel sollte man auch im Pauschalurlaub immer dabei haben.
Reiseapotheke
© dpa

Grundsätzlich ist es sinnvoll, Medikamente mit auf Reisen zu nehmen. Das gilt natürlich besonders für chronisch Kranke, die regelmäßig Arzneien einnehmen müssen, die im Ausland schwer zu bekommen sind.

Urlauber sollten ihre Reiseapotheke besser nach den eigenen Bedürfnissen zusammenstellen und keine fertige Pakete kaufen.

Was in die Reiseapotheke gehört:

  • regelmäßig eingenommene Medikamente

  • Husten- und Schnupfenmittel

  • Schmerzmittel

  • abschwellendes Nasenspray

  • Hilfsmittel wie Pinzette und Schere

  • Einmalhandschuhe

  • Pflaster

  • Fieberthermometer

  • Desinfektionsmittel für Wunden

  • elastische Binden und Kompressen

Mit Schmerzmitteln, Psychopharmaka oder Spritzen im Gepäck sollte man in viele Länder nur gut vorbereitet einreisen. Für unverzichtbare Medikamente sollten Reisende eine Bescheinigung ihres Arztes mitführen. Wer in andere Länder fährt, nimmt am besten eine ärztliche Bescheinigung in englischer Sprache mit.

Ärztliche Bescheinigung: Was drin stehen muss

Das ärztliche Dokument sollte den medizinischen Hintergrund der Medikamenten-Mitnahme belegen: Wirkstoff und Dosierung der Arznei sowie Dauer der Reise sollten vermerkt sein. In dem Schreiben sollte der Arzt bestätigen, für welchen Patienten ein Arzneimittel bestimmt ist sowie dass die mitgenommene Menge für den Reisezeitraum eine angemessene Größenordnung darstellt.

Dies gilt auch für Zuckerkranke, die Insulin spritzen müssen und wegen der mitgenommenen Hilfsmittel in den Verdacht geraten können, drogenabhängig zu sein. Auch für Menschen in einem Methadonprogramm kann es deswegen Probleme geben.

In welchen Ländern es Probleme geben könnte:

International gibt es keine Abkommen über das Mitführen notwendiger Medikamente. Vor den Ferien müssen sich Reisende deshalb erkundigen, welche Bestimmungen am Urlaubsziel gelten. Eine Möglichkeit dazu bietet zum Beispiel das Auswärtige Amt.

Ohne eine ärztliche Bescheinigung kann es beispielsweise in Staaten wie Singapur, Saudi-Arabien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten zu Einreiseproblemen kommen. In diesen Ländern sind die Kontrollen sehr kritisch.

Bei Reisen in einen europäischen Schengen-Staat wie Ungarn oder Malta genügt ein Dokument, das vom Arzt ausgefüllt und von der obersten Landesgesundheitsbehörde beglaubigt wurde.

Quelle: kra/dpa
Aktualisierung: Freitag, 20. Januar 2012 14:23 Uhr
(Bilder: Tommy Weiss / www.pixelio.de ; Klicker/pixelio.de; www.filastockphoto.com/ www.pixelio.de; dpa)

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