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Krampfadern: Was Frau dagegen tun kann

Jede zweite Frau über 40 ist von Venenerkrankungen betroffen, meist sind es Krampfadern. Die wichtigsten Fragen und Antworten.
Beine
© dpa

Was sind Krampfadern?

Krampfadern sind oberflächliche Venen der Beine, die durch die Schwerkraft an Elastizität verlieren und sich erweitern. Der medizinische Ausdruck für Krampfadern lautet Varizen, das Vorliegen von Krampfadern als Krankheit heißt in der Fachsprache Varikose oder auch Varikosis.

Wie entstehen Krampfadern?

Venen haben die Aufgabe, das sauerstoffarme Blut zum Herzen zurück zu transportieren. Dies erfolgt größtenteils durch tiefgelegene Venen, etwa 10 Prozent des Blutvolumens werden durch oberflächliche Venen transportiert. Weil der Mensch aufrecht geht und viel sitzt muss dieser Rücktransport aus den Beinen die meiste Zeit gegen die Schwerkraft, nämlich von unten Richtung Herz, erfolgen.

Das Zusammenwirken von Beinmuskeln und Venenklappen drückt das Blut aufwärts, die Venenklappen wirken dabei wie Ventile und lassen den Blutstrom nur nach oben Richtung Herz zu. Im Lauf der Zeit weiten sich die Venen in der Folge fortschreitend von einer Venenklappe zur nächsten, wodurch die sichtbaren Krampfadern entstehen.

Was haben Krampfadern mit Krämpfen zu tun?

Überhaupt nichts. Denn der Begriff Krampfadern leitet sich nicht von Krampf ab, sondern vom mittelhochdeutschen Begriff für krumme Adern, "krumpe Ader". Das Wort Varizen stammt vom lateinischen Begriff varis für Knoten ab.

Was begünstigt das Entstehen von Krampfadern?

Entscheidend für die Ausbildung von Krampfadern ist die erbliche Vorbelastung. Generell treten Krampfadern mit steigendem Alter vermehrt auf. Auch die Hormonumstellung in und nach Schwangerschaften können Krampfadern begünstigen, ebenso die hormonelle Empfängnisverhütung (Pille). Zudem wirken sich ein stehender oder sitzender Beruf, Bewegungsmangel sowie Übergewicht negativ auf die Bildung von Krampfadern aus. Keine Rolle spielen offenbar Sonne, Wärme und das Übereinanderschlagen der Beine.

Sind Krampfadern gesundheitsgefährdend?

Durchaus. Mit fortschreitender Erkrankung kann es durch die Abflussstörung des Blutes und dem damit erhöhten venösen Druck zu Schäden im Bein, insbesondere am Unterschenkel, kommen.
Anzeichen dafür können sein: verstärkte Beinschwellung, Schweregefühl, Juckreiz oder nächtliche Wadenkrämpfe. Im Lauf der Zeit können sich schwere Krankheitsbilder entwickeln: die Vernarbung der Haut (Dermato-Lipo-Fascio-Sklerose), Stauungsekzeme, Entzündung der Venen (Thrombophlebitis) bis hin zum „offenen Bein“ (Ulcus cruris varicosum).
Im hohen Alter kann die fortgeschrittene Schädigung der Haut zu lebensbedrohlichen Varizenblutungen selbst nach kleinen Verletzungen führen.

Wie machen sich Krampfadern bemerkbar?

Weil Krampfadern nur selten deutliche Schmerzen verursachen, gehen viele Betroffene erst im sehr fortgeschrittenen Stadium der Krankheit zum Arzt. Deshalb sollte man seinen Körper gut beobachten und bei Symptomen frühzeitig einen Arzt aufsuchen.

Bei disponierten Menschen treten oft schon im Teenageralter sogenannte Besenreiser auf und geben Hinweise auf ein schwaches Bindegewebe. Bevor die Venen sichtbar verdicken haben Betroffene oft Spannungs- oder Schweregefühle in den Beinen.

Über größeren Krampfadern kann es zu Juckreiz der Haut kommen. Schwere und schmerzhafte Füße oder Beine am Abend deuten auf Venenprobleme hin, auch nächtliche Wadenkrämpfe sind ein oft beobachtetes Symptom.

In fortgeschrittenem Stadium zeichnen sich verdickte Venen in geschlängelten und verästelten Form durch die Haut hindurch ab. Wasser wird im Gewebe eingelagert und es entstehen Ödeme. Die Haut kann sich bräunlich verfärben und pergamentartig verhärten.

Was beugt Krampfadern vor?

Wer Übergewicht vermeidet und sich regelmäßig bewegt, kann Venenleiden vorbeugen. Wer geht, Rad fährt oder schwimmt, aktiviert dabei die Muskelvenenpumpe in seinen Beinen.

Vorbeugend und lindernd wirkt der Einsatz von Kompressions- oder Stützstrümpfen, auch kalte Wassergüsse nach Kneipp helfen. Gerinnsel in oberflächlichen Venen können mit Blutegeln behandelt werden. Lockere Kleidung verhindert gefährliche Blutstauungen in Beinen.

Tipp:

Das Berliner Robert-Koch-Institut hat ein Themenheft «Venenerkrankungen der Beine» herausgegeben.

Es kann kostenlos bestellt werden beim:
Robert-Koch-Institut
Gerald-Pape-Straße 62
12101 Berlin

oder im Internet als pdf heruntergeladen werden:
www.rki.de/gbe

Startseite Robert-Koch-Institut

Quelle: kra/dpa
Aktualisierung: Freitag, 2. Juli 2010 14:02 Uhr
(Bilder: www.filastockphoto.com/ www.pixelio.de; xx-well.com; dpa; Klicker/pixelio.de)
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