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Glatteis: Sicher gehen auf Schnee

Das Risiko, im Winter auf glatten Gehwegen auszurutschen und zu stürzen, ist groß. Wie man sicherer geht und bei Stürzen die Verletzungsgefahr mindert.
Sicher gehen auf Schnee
Bei Glättegefahr sollten Ältere die Füße beim Gehen eher nach außen drehen. © dpa

Wie geht man sicher bei Schnee und Eis? Wie tritt man sicher auf, wenn man ohne Spikes bei Glatteis auf die Straße geht? Prof. Nadja Schott vom Lehrstuhl für Kognition und Motorik an der Universität Stuttgart und die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie geben Tipps, wie man als Fußgänger auf glatten Wegen nicht so schnell ausrutscht und stürzt.

Kleine Schritte, Füße nach außen drehen

Bei Schnee und Eis sollte man die Füße laut Schott beim Gehen eher nach außen drehen. Dadurch bekommt der Körper eine stabilere Unterstützungsfläche. Sicherer sei es auch, kleinere Schritte zu machen.

Pinguin-Gang: Sicher watscheln

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) rät, sich so fortzubewegen wie ein Pinguin. Beim Pinguin-Gang schiebt man das Gewicht über das vordere Bein und tritt mit ganzer Sohle auf. Dabei zeigt der auftretende Fuß leicht nach außen. Diese Haltung sieht vielleicht etwas merkwürdig aus, stabilisiert aber den Körper.

Dicht an der Hauswand gehen

Wenn der Untergrund spiegelglatt ist, raten die Orthopäden zudem, sich bei einer anderen Person unterzuhaken oder an einer Hauswand entlang zu gehen. So kann man sich besser abfangen. Menschen, die im Büro elegante Schuhe tragen müssen, sollten diese erst dort anziehen. Draußen geben Schuhe, deren Sohle ein Profil hat, deutlich besseren Halt. Winterschuhe ohne Profil kann man mit Anti-Rutsch-Sohlen aufrüsten.

Bei Sturz: Unterarme vor Gesicht

Geraten Fußgänger ins Straucheln, sollten sie versuchen, die Unterarme vors Gesicht zu nehmen und die Hände auszustrecken. So wird bei einem Sturz der Kopf geschützt.

Nach hinten fallen: Rücken rund machen

Wer nach hinten kippt, kann das Kinn aufs Brustbein ziehen und einen runden Rücken machen. Das kann einen Aufprall etwas mildern.

Alles loslassen

Außerdem wichtig: «Beim Fallen alles loslassen, was man in den Händen hält», empfiehlt Schott.

Senioren sollten bei Glatteis zu Hause bleiben

Vor allem ältere Menschen fallen der DGOU zufolge bei Glatteis häufig hin. Weil sie zudem manchmal verzögerte Reflexe haben, können sich Senioren nicht mehr so gut abstützen. Im schlimmsten Fall stürzen sie ungebremst auf den Kopf oder die Hüfte. Ein Sturz auf den Kopf kann den Orthopäden zufolge ein schweres Schädel-Hirn-Trauma auslösen. Fällt jemand auf die Hüfte, droht ein komplizierter Oberschenkelhalsbruch. Ältere Menschen, die schon wissen, dass sie Probleme beim Gehen haben, bleiben bei Glatteis daher besser in der Wohnung.

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Quelle: dpa
Aktualisierung: Donnerstag, 5. Januar 2017 09:12 Uhr
(Bilder: picture alliance / dpa; dpa; Techniker Krankenkasse; Klicker/pixelio.de)

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