Wer ein Tattoo entfernen möchte, muss sich auf Schmerzen, hohe Kosten und Zeitaufwand einstellen. Mit einer speziellen Laserbehandlung können Hautärzte die meisten Tattoos Schritt für Schritt entfernen. Im Idealfall bleiben weder Narben zurück noch treten dabei größere Komplikationen auf. Welche Langzeitwirkungen die Tattooentfernung mit Laser hat, ist allerdings noch nicht geklärt.
Viele Patienten empfinden die Laserbehandlung als so schmerzhaft, dass sie eine örtliche Betäubung oder ein Schmerzmittel brauchen. Außerdem ist die betroffene Hautpartie anschließend noch für etwa zwei bis drei Monate sehr empfindlich und muss vor allem vor Sonne geschützt werden.
Je nach Einstichtiefe, Größe und Farbintensität eines Tattoos sind zwischen 5 und 15 Laserbehandlungen notwendig, manchmal sogar mehr. Da die betroffenen Körperstellen zwischen den Laserterminen mindestens vier Wochen Erholung brauchen, kann sich die Entfernung eines Tattoos länger als ein Jahr hinziehen.de
Das von Hautärzten verwendete System arbeitet mit Licht in den Komplementärfarben zu den Tätowierungsfarben. Es zersprengt die Farbpigmente des Tattoos, damit sie von den Fresszellen der Haut abtransportiert werden können. Das Tattoo verblasst dadurch.
Da die Farbkristalle bei der Laserentfernung zertrümmert werden und neue Bestandteile freisetzen, können allergische Reaktion durch die versprengten Pigmente auftreten. Experten halten es zudem durchaus für wahrscheinlich, dass sich ein Teil der gespaltenen Farbpigmente in Leber, Milz und Lymphknoten anreichert. Zudem kann es bei unbekannten Farbpigmenten zu einem unumkehrbaren Farbumschlag kommen.
Die Preise für eine einzelne Laserbehandlung variieren zwischen 50 und 400 Euro und sind abhängig von der Art der Tätowierung und dem behandelnden Arzt. Für die Entfernung selbst eines kleinen Tattos kommen da schnell um die 1000 Euro zusammen, die der Patient aus eigener Tasche zahlen muss. Die Krankenkassen übernehmen keinerlei Kosten für eine Tattoo-Entfernung.

