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Zecken-Gefahr in Berlin und Brandenburg bleibt hoch

Zecken können gefährliche Krankheiten übertragen. Berliner und Brandenburger sind besonders gefährdet.
Zecke
Zecken übertragen die Infektionskrankheit FSME - davor schützt nur eine Impfung. © dpa

Berliner und Brandenburger müssen aufpassen: In keinem anderen ostdeutschen Bundesland ist die Gefahr, an Borreliose zu erkranken so groß wie in Brandenburg.
Trotz des langen Winters und des kühlen Frühjahrs ist das Zecken-Vorkommen in diesem Sommer nicht niedriger als 2009.

Gefahr groß von Juni bis September

Die von Zecken übertragene Borreliose wurde im Jahr 2009 bei über 2000 Menschen in Brandenburg diganostiziert, in Berlin waren es kanpp über 100. Zwischen Juni und September ist die Gefahr besonders groß, von einer infizierten Zecke gebissen zu werden.

Die meisten Borreliose-Fälle meldete laut Robert-koch-Institut im Jahr 2007 der Landkreis Oder-Spree, 2008 und 2009 haben sich die meisten Märker in der Region um Frankfurt (Oder) angesteckt.

Ab acht Grad Celsius erwachen Zecken aus ihrer Winter- Kältestarre und werden aktiv. Sie halten sich in Wäldern oder in Gebüschen an Flüssen auf. Durch den Zeckenbiss können sich Menschen mit Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Borreliose  infizieren.

Vorsorgen gegen Zeckenbisse

Vor allem Wanderer, Camper und Mountainbiker, die sich viel durch die freie Natur bewegen, sollten sogenannte Repellents auftragen. Diese Mittel zum Auftragen auf die Haut sollen Zecken und andere blutsaugende Insekten abhalten. Auch lange Hosen und geschlossene Schuhe machen es Zecken schwer, bis auf die Haut zu gelangen.

Wer von einer Zecke gestochen werde, sollte den Einstich beobachten. Kommt es in den folgenden Wochen zu einer Rötung oder Hautveränderung und grippe- und rheumaähnlichen Beschwerden, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Keine Impfung gegen Borreliose

Gegen Borreliose gibt es keine Schutzimpfung. Dagegen hilft nur abendliches Absuchen des Körpers nach Zecken und deren sofortiges Entfernen, Zeckenabwehrmittel oder hautbedeckende Kleidung allein reichen nicht aus. Mehr zum Risiko Borreliose durch Zecken finden Sie hier .

Impfung gegen FSME

Die von Viren verursachte Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME beginnt mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen. In sechs bis zehn Prozent der Fälle folgen Entzündungen der Hirnhäute, des Gehirns oder anderer Nervengewebe. Bei ein bis zwei Prozent der so Erkrankten führt die Infektion zum Tod.

Gegen FSME gibt es eine Schutzimpfung. Sowohl Gesundheitsämter als auch niedergelassene Ärzte bieten solche Impfungen an.

Quelle: kra/dpa (Stand: März 2010)
Aktualisierung: Dienstag, 17. Januar 2012 18:21 Uhr
(Bilder: Tommy Weiss / www.pixelio.de ; Klicker/pixelio.de; www.filastockphoto.com/ www.pixelio.de; dpa)

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