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Pflegeheim: Alarmsignale für schlechte Pflege

In manchen Pflegeheimen werden Patienten vernachlässigt und nicht ausreichend umsorgt. Angehörige sollten bei Besuchen genau hinsehen und auf Alarmsignale achten.
Pflegeheim: Alarmsignale für schlechte Pflege
Die liebevolle Pflege alter Menschen ist nicht in jeder Einrichtung selbstverständlich. Angehörige sollten deshalb aufmerksam sein. © dpa

Hunderttausende Bewohner von Pflegeheimen werden nicht ausreichend gepflegt. Das zeigt ein aktueller Qualitätsbericht zur Pflege in Deutschland. Die Wahl des richtigen Heims ist deshalb nicht leicht. Diese Punkte sollten Angehörige kennen:

Gewichtsverlust beim Pflegebedürftigen

Gewichtsverlust: Verlieren alte Menschen im Pflegeheim Gewicht, sollten Angehörige aufmerksam werden. Seien Gürtel und Kleidung plötzlich zu weit, könne das ein Warnsignal dafür sein, dass sich das Pflegepersonal nicht gut genug um den Bewohner kümmert, sagt Jürgen Brüggemann vom Medizinischen Dienst des Spitzenverbands der Krankenkassen (MDS) in Essen. Jeder fünfte (20,5 Prozent) Pflegebedürftige mit Schluckstörungen erhält laut MDS in einer Pflegeeinrichtung nicht genügend Unterstützung beim Essen und magert deshalb ab.

Pflegebedürftige Person ist auffällig müde

Auch Müdigkeit könne ein Anzeichen für schlechte Zustände in der Einrichtung sein. Denn sie deute möglicherweise darauf hin, dass der Angehörige nicht genug trinkt, erklärt Brüggemann. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn empfiehlt für den gesunden Älteren eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von 2,25 Liter, wobei rund 0,75 Liter auf feste Nahrung wie Obst, Gemüse, Salate und Milchprodukte und 1,5 Liter auf Getränke entfallen können.

Alarmsignale Wundliegen, Fesseln, Bettgitter

Wundliegen: Besuchen Angehörige einen Bettlägerigen, sollten sie ein Auge auf die Liegeposition haben. Ruhe er immer auf dem Rücken oder immer auf derselben Seite, steige das Risiko für Druckgeschwüre, warnt Brüggemann. Das Personal müsse einen Bettlägrigen regelmäßig umlagern. Fesseln oder Gitter seien nach Ansicht des Experten heute kaum noch vertretbar- auf jeden Fall nicht dauerhaft. Alternativen zum Schutz eines sehr unruhigen Patienten seien zum Beispiel besonders niedrige Pflegebetten.

Fehlendes Interesse am Patienten

Ob ein Demenz-Patient in seinem Pflegeheim gut versorgt werde, könnten Angehörige daran erkennen, wie viel das Personal über den Bewohner wissen möchte. «Eine gute Einrichtung interessiert sich für die Biografie des Angehörigen», sagt Brüggemann. Menschen mit Demenz ließen sich am besten über ihre Angehörigen kennenlernen. Selbst einfache Rituale aus der Vergangenheit- etwa das Radiohören beim Frühstück- täten dem Patienten gut. «Interessieren sie sich nicht für ihn, dann ist die Versorgung aufgrund ganz banaler Dinge nicht sichergestellt.»

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Quelle: dpa
Aktualisierung: Mittwoch, 25. April 2012 10:13 Uhr
(Bilder: dpa; www.filastockphoto.com/ www.pixelio.de; xx-well.com; Klicker/pixelio.de)
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