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Senat: Auch Berlin von Pferdefleisch-Skandal betroffen

Auch Berliner Supermärkte sind wohl mit Pferdefleisch-Lasagne beliefert worden. Das ist das erste Ergebnis einer Umfrage durch Berliner Behörden.
Lasagne Bolognese im Durchschnitt
Im Tiefkühlfach lag Pferd statt Rind. Foto: Patrick Pleul/Archiv © dpa

Auch Berliner Supermärkte sind wohl mit Pferdefleisch-Lasagne beliefert worden. Das ist das erste Ergebnis einer Umfrage der Berliner Senatsverwaltung für Verbraucherschutz unter den Lebensmittelketten.

Lasagne kann zurückgegeben werden

Die Supermärkte hätten erklärt, bereits am 6. Februar nach einem Hinweis des Herstellers die verdächtigen Waren zurückgezogen zu haben. Der Verbraucherschutzsenator Thomas Heilmann (CDU) teilte am Donnerstag (14.02.2013) jedoch mit: «Es ist aber nicht auszuschließen, dass Berliner vor dem 6. Februar Tiefkühl-Lasagne gekauft- und noch Zuhause vorrätig haben.» Die Lasagne könne zurückgebracht werden.

Die Supermarktkette Real hatte am Mittwoch eine Tiefkühl-Lasagne zurückgerufen, nachdem bei Stichproben Anteile von Pferdefleisch entdeckt worden waren. Auch Edeka fand in Stichproben von Lasagne Pferdefleisch, obwohl dies auf der Verpackung nicht angegeben war.

Heilmann will mehr Transparenz bei Lieferketten

"Falsche Etikettierung ist Betrug am Verbraucher", bewertet Senator Thomas Heilmann den sich ausweitenden Skandal. Heilmann setzt sich deshalb auf EU-Ebene für mehr Transparenz bei den Lieferketten ein. Im Internet sollten für tierische Zutaten die Lieferketten für jedes Produkt aufgelistet werden, schlägt Senator Heilmann vor. "Dann kann der interessierte Verbraucher selbst entscheiden, ob er Fleischprodukte essen möchte, die bereits eine halbe Weltreise hinter sich haben, bevor sie auf dem Teller liegen."

Diese Hinweise auf die Verpackung zu drucken, hält der Verbraucherschutzsenator für schlecht praktikabel. "Das würde die Produkte für die Verbraucher stark verteuern. Der Nutzen wäre aber kaum höher als bei der Internetauflistung", erläutert Heilmann. Aber auch mit dieser zusätzlichen Transparenz könne man Betrug zwar nicht abschaffen, aber die Hürden seien höher.

Der Berliner Verbraucherschutzsenator Thomas Heilmann (CDU)

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Quelle: kra/dpa/ Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz
Aktualisierung: Donnerstag, 14. Februar 2013 18:23 Uhr
(Bilder: dpa; www.filastockphoto.com/ www.pixelio.de; Klicker/pixelio.de)
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