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Lebensmittel online kaufen und liefern lassen: Worauf Kunden achten sollten

Lebensmittel online bestellen und liefern lassen: Wer einen Lebensmittel-Lieferdienst nutzt, sollte Vor- und Nachteile der Online-Supermärkte kennen.
Das Einsammeln der Ware erledigen andere
Wer sich Lebensmittel liefern lässt, kann andere das Einsammeln der Ware erledigen lassen. Foto: Kai Remmers © dpa

Lebensmittel im Internet aussuchen, bestellen und dann nach Hause liefern lassen- interessant sind solche Lebensmittel-Onlinedienste für alle, die stark in Beruf oder Familie eingespannt sind, für Menschen mit Handicap oder Ältere, die nicht mehr gut zu Fuß unterwegs sind. Denn: Internethändler und Geschäfte mit Lieferdiensten bringen die Lebensmittel bis auf den Küchentisch.

Lebensmitteleinkauf im Internet
Reine Online-Supermärkte wie dieser sind noch eine Seltenheit.

Lebensmittel online im Supermarkt oder beim Spezialhändler bestellen

Die Wahl des Lebensmittel-Online-Händlers richtet sich nach verschiedenen Faktoren. Bei Onlineportalen wie easyeinkauf.de, bioeinkaufen.de oder oekokiste.de lassen sich über eine Postleitzahlensuche die Anbieter finden, die in der Region ausliefern. «Zunächst sollte ich für mich fragen, welche Produkte das Sortiment umfassen soll», sagt Alexandra Borchard-Becker von der Verbraucher Initiative in Berlin. Geht es zum Beispiel um bestimmte Feinkostartikel wie Zutaten zur asiatischen Küche, biete ein spezialisierter Händler die größte Auswahl. Dort bekomme der Kunde mit einem Anruf oder einem Mausklick auch Lebensmittel, die er sich vor Ort mühsam zusammensuchen müsste.

Allergiker müssen im Online-Supermarkt aufmerksam sein

Über breite Sortimente verfügen Internetsupermärkte wie www.lebensmittel.de oder die Onlineshops von Ketten wie Rewe oder Kaiser's. «Wenn ich von einem oder wenigen Lieferanten bestelle, spart das Zeit und Versandkosten», sagt Borchard-Becker.
Im Internetsupermarkt allerdings dürfen Kennzeichen fehlen, die für verpackte Lebensmittel im Geschäft vor Ort vorgeschrieben sind. «Das kann vor allem für Allergiker zum Problem werden und für Kunden, die bestimmte Zutaten nicht vertragen oder auch vermeiden wollen», sagt Simone Vintz von der Stiftung Warentest in Berlin. Betroffene sollten bei der Wahl des Händlers im Blick haben, ob dieser Zutaten und Inhaltsstoffe transparent darstellt.

Lebensmittel lieferdienst
Lebensmittel-Bringdienste verpacken die gewünschte Ware und transportieren sie bis an die Haustür.

Obst und Gemüse online kaufen?

Unter logistischen Gesichtspunkten ist die Lieferung oder der Versand von allen empfindlichen Waren schwierig, zum Beispiel von Obst und Gemüse. «Hier ist ein großer Nachteil, dass ich die Artikel nicht in die Hand oder in Augenschein nehmen kann», erläutert Angela Clausen von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.
Die größten Probleme bereiten Milch und Molkereiprodukte sowie Gefrierkost. Die Einhaltung der Kühlkette kann der Kunde kaum kontrollieren. «Aber ich kann zumindest die Dauer des Transportes, die Verpackung der Ware und das Kühlmittel hinterfragen», sagt Clausen. Wer nur Gefriergut bestellen möchte, ist bei Lieferanten wie Bofrost, Eismann oder Frosta an der richtigen Adresse.

Liefertermin klären

Bei allen Lebensmittelbestellungen per Mausklick, Telefon oder Fax sollten Verbraucher die Geschäftsbedingungen genau anschauen. Sie sind von Shop zu Shop sehr unterschiedlich und nicht immer transparent. Bei Onlineshops ist eine Warenkorbfunktion wünschenswert. Sie hilft, den Überblick über das Einkaufsvolumen und über die Kosten zu bewahren. Wichtig auch: Wie kurzfristig wird geliefert? Wie exakt wird der Liefertermin benannt? Bioanbieter haben oft bestimmte, vom Kunden nicht änderbare Liefertage in der Woche. Kaiser's zum Beispiel bietet Lieferzeitfenster zur Auswahl an.

Der Lieferdienst bringt den Einkauf nach Hause
Der Lieferservice bringt den Einkauf bis auf den Küchentisch, die leere Kiste geht zurück.

Versandkosten beachten

Bei den Kosten sind nicht nur die einzelnen Produkte, sondern auch die Versandkosten einen Blick wert. Hier gibt es zwischen einzelnen Anbietern erhebliche Unterschiede. «Möglicherweise entfallen sie ab einem bestimmten Warenwert. Dann lohnt sich ein Monatseinkauf», sagt Clausen. So liefern manche ab 50 Euro frei Haus, wieder andere verlangen immer eine Versandpauschale im einstelligen Euro-Bereich.

Umtauschrecht bei Online-Kauf?

Und schließlich gilt es, die eigenen Rechte als Kunde zu kennen. «Lebensmittel kann ich nicht wie andere im Netz bestellt Waren wegen Nichtgefallen zurückgeben», sagt Vintz. «Aber ich habe natürlich ein Recht auf Reklamation beschädigter oder verdorbener Produkte.» Für einen Joghurt mit Schimmel wird das wohl kaum jemand auf sich nehmen. Dann liegt ein Anbieterwechsel näher.

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Quelle: dpa
Aktualisierung: Freitag, 30. November 2012 12:53 Uhr
(Bilder: dpa; www.filastockphoto.com/ www.pixelio.de; Klicker/pixelio.de)
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