Formfrüchte und falsche Fruchtsäfte
Früchte sind gesund - deshalb schmücken sie werbewirksam die Verpackungen vieler Lebensmittel. Nach Angaben von Verbraucherschützern schummeln viele Hersteller allerdings. Statt des gezeigten Obstes sind zum Beispiel billige Aromastoffe und andere Fruchtsorten enthalten.
Den Verbraucherschützern zufolge sind drei Methoden des Etikettenschwindels beliebt:
- Beim «Umfruchten» wandeln die Hersteller eine Frucht durch Aromastoffe zu einer anderen Frucht um- nach dem Motto «Apfel plus Chemie macht Himbeere».
- Nummer zwei: Aus Fruchtmus werden durch Pflanzenextrakt und Aromen echte Formfrüchte zusammengefügt, zum Beispiel in Müsliriegeln.
- Und drittens werden viele Säfte mit bunten Bildern teurer Früchte auf der Verpackung beworben. Diese sind aber oft nur in ganz geringen Mengen enthalten.
Die Verbraucherzentrale Hambug ist dem Nepp nachgegangen und veröffentlicht eine Liste mit besonders dreisten Täuschungen. Die Fotostrecke zeigt einige Beispiele.
Beispiel: Fitness Knusper-Müsli Frucht (Nestlé)
Verbrauchererwartung: Auf der Verpackung dieses "Frucht-Müslis" leuchten hübsche rote Himbeeren, die auch als Stückchen zwischen den Flocken abgebildet sind.
Stattdessen: Tatsächlich sind die beworbenen und abgebildeten Himbeeren im Produkt überhaupt nicht enthalten. Sondern: Äpfel mit Himbeersaft aromatisiert sowie Gerstenflakes mit Pflanzenextrakten gefärbt und mit Himbeergeschmack aromatisiert.
© Verbraucherzentrale Hamburg/ www.vzhh.de
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