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Winter-Make-up 2013: Noble Blässe und starke Töne

Dunkelrot auf die Lippen, Violett für die Augenlider: das Make-up im Winter 2013 fällt auf. Experten verraten die neuen Schmink-Trends.
Aveda kombiniert Rot- und Brauntöne
Rot- und Brauntöne: Auf das Lid kommt in Katzenaugenform Pink und Bronze sowie entlang der Lidfalte und am unteren Wimpernkranz. © dpa

Das Winter-Make-Up 2013 schwelgt in warmen Rottönen. «Lippen in dunklen Beerentönen sind das Must-have der Saison», sagt Annette Kreuels von Lancôme. Die Nuancen variieren zwischen Aubergine, Purpur, Burgunder- oder Braunrot. «Lippen in dunklem Aubergine oder intensivem Bordeaux wirken absolut glamourös», findet die Expertin. Die Augen werden dazu dezent geschminkt.

Lippenstifte in Beerentöne

Nordischen Typen rät sie jedoch davon ab, sehr dunkle Beerenfarben zu verwenden. Das wirke zu hart und unnatürlich. «Zu helleren Typen passen Beerentöne, die ein wenig rosé-stichig sind.» Auch lassen die dunkleren Töne dünne Lippen noch schmaler wirken. Beatrix Isabel Lied vom Kosmetiklabel Beauty is Life rät, ein wenig Gloss auf die Farbe zu geben. «Denn Glanz vergrößert die Lippen optisch.»

Passende Lipliner verwenden

Bei intensiven Farben fällt es besonders auf, wenn nicht sauber geschminkt wurde. Die Konturen werden am besten mit einem Lipliner, einer Art Buntstift mit dünner Spitze, vorgezeichnet. «Die Farbe des Lipliners sollte unbedingt der Farbe des Lippenstifts entsprechen», sagt Boris Entrup, Make-up Artist bei Maybelline Jade.

Make-up von Estée Lauder
So würde Estée Lauder die Frau im Herbst schminken.

Lidschatten in Bronze und Aubergine

Damit sich die Farbe gleichmäßig verteilen kann, sollten Frauen die Lippen regelmäßig mit einer weichen Zahnbürste bearbeiten, rät Kreuels. Sie rubbele lose Hautschüppchen weg. Anschließend kommt ein Pflegestift darauf, der ein paar Minuten einziehen sollte. Kurz vor dem Auftragen der Farbe werden die Lippen noch auf ein Kosmetiktuch gepresst. So halte die Schminke länger.

Estée Lauder betont als einer der wenigen Hersteller in dieser Saison auch die Augen stark. Die Farben passen zu den starken Tönen auf den Lippen: Bordeauxrot, Fuchsia und Violett. Tom Pecheux, Make-up-Artist bei Estée Lauder, holte sich die Inspiration für sein Beispiel-Make-up von den Laufstegen der Modeschauen. Der Stil soll elegant, aber auch straßentauglich sein- und vor allem auffallen. Aveda macht es etwas dezenter: Auf die Lider kommt in Katzenaugenform schimmerndes Bronze und Aubergine.

Neue Lidschatten-Farben richtig schminken

Aber auch das Schminken der kräftigen Lidschattenfarben ist schwierig: Leicht verschmieren sie oder sind zu kräftig. Pecheux rät für seinen Look: «Zunächst wird bordeauxfarbener Lidschatten auf dem gesamten beweglichen Lid aufgetragen. Anschließend schwarzen Lidschatten am äußeren Augenwinkel aufpinseln, so dass er in den helleren Ton einfließt.» Zusätzlich werde Schwarz unter dem Auge aufgetragen. «Mit leuchtendem Violett oder Fuchsia können abschließend edle Highlights gesetzt werden.»

Grundsätzlich lautet eine Schminkregel jedoch: «Wenn die Augen stark betont sind, sollten die Lippen dezent gehalten werden- und umgekehrt», sagt Stephan Schmied, Make-up-Artist bei Max Factor. Daran halten sich auch die meisten Hersteller. Daher finden sich in vielen Make-up-Kollektion- wie von Chanel, Clarins und Lancôme- dezente Gold- und Braunnuancen und schimmerndes Silber fürs Lid.

Augenbrauen werden weniger gezupft

Für hellere Typen mit blauen Augen eigne sich besser der silberne Lidschatten, sagt Visagistin Lied. Dunkleren Typen mit braunen Augen rät sie zu Gold. Einen verführerischen Look ergibt laut Schmied die Kombination von Gold und Grau auf dem Lid. «Kontraste zwischen warmen und kalten Farben spielen eine große Rolle», erläutert er. Auf die Wangen werden sanfte Pfirsich- oder Rosétönen gegeben.

Make-Up-Trends 2012/2013

Auch die Augenbrauen werden natürlich gezupft. «Man lässt wieder mehr Haare stehen, zupft die Braunen weniger dünn und geschwungen», sagt Make-up Artist Boris Entrup. Dennoch sollten Frauen auf klare Konturen achten und einzelne, wildwüchsige Haare entfernen. Wer die Brauen nachziehen muss, sollte sie erst in Form bürsten, dann nur kleine und sanfte Striche zeichnen. «Falls die Definition am Ende zu hart wird, kann man mit einer Augenbrauenbürste nacharbeiten», so Entrup.

Nude-Look bleibt im Trend

Steffen Hahn, Make-Up Artist bei Clarins, empfiehlt, die Brauen in der Nuance der Haarfarbe zu halten. «Alles andere sieht einfach unnatürlich aus.» Und wer sich noch ein wenig länger mit dem Styling seiner Augenbrauen aufhalten möchte, sollte Hahns Trend-Tipp ausprobieren: zerzauste Augenbrauen.

Denn trotz der tiefroten Lippen und teils stark betonten Augen bleibt ein natürlicher Look weiterhin der wichtigste Trend für die Kosmetikbranche. Alternativen ohne kräftige Farben, etwa Clarins mit zartem Rosa für die Lippen, haben fast alle Hersteller im Angebot- zu beliebt waren die beigen Nudetöne zuletzt bei den Käuferinnen.

Quelle: dpa
Aktualisierung: Freitag, 14. Dezember 2012 18:00 Uhr
(Bilder: www.filastockphoto.com/ www.pixelio.de; dpa; Klicker/pixelio.de)
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