Verkehr  
 

A 100 - Ein Projekt für ganz Berlin

Der Ausbau der A 100 - Argumente


Verkehrsplanung muss immer zwischen sehr unterschiedlichen Interessen und Wünschen einen möglichst gerechten Ausgleich suchen. Beim Bau neuer Verkehrswege in einer Stadt sind Belastungen der Anwohner nie ganz zu vermeiden. Das Projekt der A 100-Verlängerung wird aber in der Summe weit mehr Vorteile als Nachteile bringen.

"Jeder Straßenbau erzeugt Verkehr."

Diese Behauptung ist nur richtig, wenn Straßenbau nicht durch ergänzende Maßnahmen begleitet wird. Dies ist in Berlin aber gängige Praxis und auch für das Projekt der A 100-Verlängerung geplant. Die entlasteten Straßen erhalten mehr Raum für Bahnen, Busse, Radverkehr und Fußgänger. Die Verkehrsbelastung in der Stadt hat trotz neu gebauter Verbindungen abgenommen.

"Die A 100 ist viel zu teuer"

Stadtautobahnen sind wegen der nötigen Rücksichtnahme auf Stadt und Bewohner wegen umfangreicher Schutzmaßnahmen (Troglage, Tunnelabschnitte, aufwendiger Schallschutz, Ausgleichsmaßnahmen für Natur und Landschaft) deutlich teurer als Autobahnen außerhalb von Städten. Entscheidend ist eine Wirtschaftlichkeitsbeurteilung, bei der alle Nutzen und alle Kosten gegenübergestellt werden. Diese ist für das Projekt weit im positiven Bereich. Ohne ein solches Ergebnis würde die Bundesregierung das Projekt übrigens nicht finanzieren.

"Die Finanzmittel für die A 100 sollten besser zum weiteren Ausbau von Straßenbahn und Radwegen genutzt werden"

Die Finanzmittel des Bundes für Straßenbau können nur zu diesem Zweck verwendet werden. Werden sie nicht genutzt, verfallen sie für Berlin. Bundesmittel fließen im Übrigen auch in den Ausbau des Schienenverkehrs in Berlin.
Ein Verzicht auf das Projekt würde bedeuten, dass die heutigen Belastungen im Kfz-Verkehr in überlasteten Straßenquartieren auch künftig zu ertragen wären.

"Für die neue Autobahn müssen ganze Stadtteile zerstört werden"

Die Autobahntrasse wurde im Bereich Neukölln auf der seit den 50er Jahren vorgesehenen Trasse geplant und die befristete Nutzung durch Kleingärten wird damit beendet. Zur Führung der Autobahn parallel zum S-Bahnring müssen im Bereich Treptow 4 Wohnhäuser weichen. Die Verhältnisse im Projektbereich sind nicht vergleichbar mit z. B. dem vorhandenen Friedenauer Abschnitt der A 100, der durch dichte Bebauung führt.
Ein Großteil des 17. Bauabschnittes ist ohnehin in Tunnellage vorgesehen.

"Das unmittelbare Umfeld der neuen Stadtautobahn wird durch starke zunehmende Belastungen betroffen sein"


Kleingärtner und andere angrenzende Grundstücksnutzer werden durch strenge Rechtsvorschriften geschützt, die bei Neubau aufwendige Schallschutzmaßnahmen und die Einhaltung von Grenzen der Luftschadstoffbelastung vorschreiben.

"Der Verkehr an der (vorläufigen) Endstelle des Projektes an der Elsenbrücke wird nicht zu bewältigen sein"

Infolge der erwarteten Verkehrsverlagerungen wird die Puschkinallee künftig von weniger als der Hälfte des heutigen Verkehrs belastet (ein großer Gewinn für den Treptower Park!).

An der Elsenbrücke wird der Verkehr gegenüber heute um rund 10 % zunehmen. Diese zusätzliche Menge kann durch organisatorische Maßnahmen bewältigt werden, bis durch den 17. Bauabschnitt wieder eine Entlastung möglich wird.

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