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Wirtschaftsverkehr

Schienengüterverkehr


Schienengüterverkehr

Das Güterverkehrkehrsaufkommen des Verkehrsträgers Schiene ist in Berlin von 10,9 Mio. Tonnen im Jahr 1997 auf 4,2 Mio. Tonnen im Jahr 2009 gesunken. Eine wesentliche Rolle spielen der strukturelle Wandel der Berliner Wirtschaft und der Rückgang der Bautätigkeiten. Im Vergleich zu 2005 hat sich die Bedeutung der Schiene für den Güterverkehr jedoch wieder leicht erholt. 2009 hatte der Schienenverkehr daher im Güterverkehr einen Anteil von 12,5% am Gesamtgüteraufkommen.

Die heutige Bahninfrastruktur in Berlin kann weiterhin eine signifikante Nachfrageerhöhung aufnehmen, obwohl gerade die Schienenwege der „letzten Meile" in den letzten Jahren oftmals einer kurzfristigen Marktanpassung seitens der Eigentümer unterworfen waren. Häufig wurde Infrastruktur dort, wo keine unmittelbare Nachfrage herrschte, aufgegeben.

Dennoch ist es gelungen, wichtige bahnseitige Infrastruktur zu erhalten bzw. neue zu aktivieren (z.B. Westhafen). Für die in Berlin tätigen NE Bahnen besteht ein ausgebautes System an Zugangsstellen zum Netz der DB AG. Teilweise bestehen aber Kapazitätsengpässe in der Infrastruktur, beispielsweise im Bereich des Güterbahnhofs Ruhleben.

Das Ziel einer größeren Beteiligung des Schienengüterverkehrs im regionalen Transportmarkt ist und bleibt ein zentrales Element einer stärker stadtverträglichen Gestaltung des Wirtschaftsverkehrs. Daher ist der Erhalt zukunftsfähiger Eisenbahninfrastruktur, die bahnseitige Erschließung von Gewerbegebieten mit heute oder künftig bahnaffinen Nutzungen und die Schaffung der Voraussetzungen für innerstädtische (bimodale) Logistikknoten weiterhin Kernbestandteil des Integrierten Wirtschaftsverkehrskonzepts Berlin.