Umwelt  

 

Grundwasserbenutzung

Grundwasserabsenkung bei Baumaßnahmen


Der Abstand des Grundwassers von der Geländeoberfläche (Flurabstand) variiert in Berlin sehr stark und kann von einigen Dezimetern bis zu zweistelligen Meterbeträgen reichen. In den im Warschau-Berliner Urstromtal gelegenen Bereichen der Berliner Innenstadt ist das Grundwasser in der Regel in Tiefen von nicht mehr als 3 Metern zu erwarten. Jede Bauplanung, bei der ein Eingriff in den Untergrund erforderlich ist, muss daher auf der Grundlage einer Auskunft über den Untergrundaufbau sowie die Grundwassersituation erfolgen. Diese Auskunft ist beim Landesgrundwasserdienst / Landesgeologie (Arbeitsgruppe II B 3 -zuvor VIII E- bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz) zu beantragen.

Sofern erkannt wird, dass auf Grund der geplanten Tiefe der Baugrube ein Eingriff in das Grundwasser erforderlich wird, ist entweder eine Grundwasserabsenkung oder eine Gründung in einer weitestgehend wasserundurchlässigen Trogbaugrube (Wand / Sohle-Methode) zu planen.

Dabei ist davon auszugehen, dass für alle Maßnahmen im Innenstadtbereich, bei denen die Errichtung von mehr als einem Tiefgeschoss vorgesehen ist, generell eine Troglösung erforderlich wird. Nur so ist von vornherein zu vermeiden, dass in einem weiten Umkreis Grundwasserstandsänderungen hervorgerufen werden, die möglicherweise zu Schäden an benachbarter Altbausubstanz oder der Vegetation und zu Verschleppungen von Altlasten führen können.
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Grundwasserabsenkung
mit Tiefbrunnen und
Kleinfilteranlage


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Grundwasserabsenkung
mit Tiefbrunnen