Städtebau  
 

Peter-Joseph-Lenné-Preis des Landes Berlin

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Geschichte des Preises


Peter Joseph Lenné (1789 bis 1866) prägte fast 50 Jahre die Gartenkunst in Preußen. Er schuf mit den königlich-preußischen Gärten in Berlin und Potsdam Meisterwerke der Landschaftsgärtnerei, von denen die bedeutendsten heute als Welterbe der Menschheit eingetragen sind. Lenné war jedoch nicht nur ein herausragender Gartengestalter, sondern auch Stadtplaner, der in Berlin die Grundlagen für eine durchgrünte, lebenswerte und soziale Stadt prägte. Für die Naherholung der Bevölkerung schuf er Volksparks, Grünzüge und -plätze. Außerdem widmete sich Lenné der fachlichen Ausbildung. 1823 begründete er mit der Königlichen Gärtnerlehranstalt die weltweit erste Ausbildungsstätte für Landschaftsgärtner mit dem Schwerpunkt Gartenkunst.

An diese vielfältige Tradition knüpft der Peter Joseph Lenné-Preis des Landes Berlin an, der auf Initiative der Landschaftsarchitekten Prof. Hermann Mattern und Prof. Jürgen Barth ins Leben gerufen und durch einen Beschluss des Senats von Berlin bestätigt wurde. Seit 1965 wird der Preis in den Bereichen Garten- und Landschaftsarchitektur, Städtische Grünordnungs- und Landschaftsplanung einschließlich Naturschutz und Pflanzenverwendung verliehen.

Für das Wettbewerbsverfahren wurden Richtlinien vom Senat von Berlin beschlossen. Ein Fachausschuss mit Vertretern der Berliner Hochschulen, der Akademie der Künste, der Karl-Foerster-Stiftung, der Verwaltung des Berliner Grüns und der landeseigenen Projektentwicklungsgesellschaft, der GRÜN BERLIN GmbH, betreut das Verfahren.

Der Peter Joseph Lenné-Preis ist mittlerweile der weltweit bedeutendste Preis für den Nachwuchs im Fachgebiet Landschaftsarchitektur. Der Wettbewerb fördert die künstlerische Gestaltung und Wahrnehmung des öffentlichen Raums.