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Friedhöfe und Begräbnisstätten

Britischer Soldatenfriedhof


Britischer Soldatenfriedhof
Berlin-Karte
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Bezirk Charlottenburg- Wilmersdorf von Berlin
 
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Bereits nach dem I. Weltkrieg regelte eine Vereinbarung zwischen der deutschen Regierung und dem Vereinigten Königreich von Großbritannien die Betreuung der auf deutschem Gebiet liegenden britischen Militärfriedhöfe und -gräber.
Am 5. März 1956 wurde durch ein erneutes bilaterales Abkommen geregelt, dass sich die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, die für die Commonwealth-Militärfriedhöfe für die Opfer des II. Weltkrieges benötigten Grundstücke kostenlos der Commonwealth War Graves Commission zur Verfügung zu stellen.
Gemäß diesem Abkommen erbaute die Commission die Friedhofsanlagen auf eigene Kosten. Sie trägt deren Unterhalt und kümmert sich um die Beaufsichtigung. Dafür erhält sie von der Bundesrepublik Deutschland eine finanzielle Unterstützung.

Bei den auf dem Friedhof Heerstraße liegenden Toten waren über zwei Drittel Angehörige der Royal Air Force, verschiedenster Nationalitäten. Die Commonwealth War Graves Commission begann 1955 mit den Umbettungen der Gefallenen von den verschiedenen Begräbnisorten in Berlin und Umgebung auf den Britischen Soldatenfriedhof und weihte den Friedhof 1957 ein.

Die Gesamtgestaltung dieses Friedhofs folgt einer Tradition, die 1918 - nach Ende des I. Weltkriegs - begründet wurde. Damals wurde vom britischen Parlament per Gesetz ein Gestaltungsvorschlag des Oberstleutnants und Direktors des British Museum Sir Fred Kenyon zur Grundlage für alle späteren Militärfriedhöfe des Commonwealth erhoben.
Diese Vorschrift sieht einen Kurzrasen, Grabstelen aus britischem Portlandsandstein, sowie das Hochkreuz mit Bronzeschwert und den Stein der Erinnerung als Mittelpunkt vor. Die Portlandsandsteinstelen nennen jeweils den Namen des Toten und sein Alter, tragen eine Prägung des Regimentswappens, und zeigen auch die Religionszugehörigkeit an.
Auch der sarkophagähnliche Steinblock mit der Inschrift "Their name liveth for evermore" ("Ihr Name lebt in Ewigkeit") findet sich auf jedem Commonwealth Friedhof wieder. Er steht in direkter Sichtlinie, die vom Eingang über das Hochkreuz bis zu den siebenbogigen Muschelkalkarkaden an der Rückseite der Gesamtanlage verläuft.

Im Eingangsbereich des Friedhofs ist ein dreibogiger Torbau mit schmiedeeisernen Türen. Eines der beiden Torhäuser dient der Aufbewahrung des Registers mit dem Verzeichnis der Grabstellen. Die Glaubensrichtung ist ausschlaggebend für die verschiedenen Bestattungsfelder, wobei gewahrt wurde, dass die Gräber der Moslems nach Mekka ausgerichtet sind. Oft tragen diese Stelen noch einen Spruch der Angehörigen im Sockelbereich. Vor jeder Stele ist eine Rose gepflanzt worden.  

Britischer Soldatenfriedhof
Adresse Heerstraße/Scholzplatz, 14055 Berlin
Eröffnung 1955
Architekt Philip Dalton Hepworth
Größe 38.000 m²
Anzahl der Grabstätten 3.576 Einzelgräber
Friedhofstyp Soldatenfriedhof
Opfergruppen Commonwealth-Soldaten des 2. Weltkrieges
Verkehrsverbindungen siehe Stadtplan
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