Natur + Grün  

 

Friedhöfe und Begräbnisstätten

Friedhofstypen


Die einzelnen Friedhöfe im Berliner Stadtgebiet sind hinsichtlich der Größe, Infrastruktur, planerischen Gegebenheiten und Grünausstattung entsprechend ihrer Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte sehr unterschiedlich.

Dorffriedhöfe

wurden ursprünglich für die Bestattung der jeweiligen Gemeindemitglieder um die Kirche herum angelegt. Die ältesten Berliner Dorffriedhöfe gehen auf das 13. Jahrhundert zurück (z.B. Dorfkirchhof Dahlem - 1230, Dorfkirchhof Karow - 1240). Insgesamt gibt es in Berlin 36 Dorffriedhöfe mit ca. 21 ha Fläche.
 

Alleequartierfriedhöfe

bestehen aus rechteckigen Grabfeldern, die oft von geschnittenen Hecken umgeben werden. Die Hauptwege sind von Baumalleen begleitet. In den Grabfeldern selbst fand einst eine sehr dichte Belegung mit wenig Grabnebenfläche statt. Die Mehrzahl der heute innerstädtischen Friedhöfe wird diesem Friedhofstyp zugeordnet. In Berlin gibt es 105 Alleequartierfriedhöfe auf einer Gesamtfläche von 421 ha.
 

Parkfriedhöfe

sind großzügige Anlagen mit parkähnlichem Charakter. Sie wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts angelegt. Damals sollte die Gestaltung von Friedhofsanlagen die Unabänderlichkeit des Todes, symbolisiert durch Grabstätte und Grabmal, mit Vegetation überspielen.
In Berlin sind 49 Parkfriedhöfe auf 424 ha Fläche vorhanden.
 

Waldfriedhöfe

wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Übergangszone zwischen Siedlung und freier Landschaft im vorhandenen Waldbestand angelegt. Diese Friedhöfe haben, bedingt durch den dichten Baumbestand, eine geringe Belegungsdichte bei einem hohen Anteil an Grün- bzw. Waldfläche. Derzeit gibt es in Berlin 24 Waldfriedhöfe auf insgesamt 219 ha.