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Leitfaden für Sonderabfälle

Lackierung – Vermeidung und Verwertung


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Lackschlamm/Koagulat aus der Nassauswaschung

Das im Wasserrieselfilm aufgefangene Overspray muss aus diesem wieder abgetrennt werden. Die Trennung erfolgt unter Zugabe von sogenannten Koaguliermitteln, die ein Aufschwimmen (flotierend wirkendes Koaguliermittel) oder Absinken (sedimentierend wirkendes Koaguliermittel) des abgetrennten Oversprays im Waschwasser bewirken. Das Ausfällprodukt (Koagulat) wird abgezogen und als Lackschlamm entsorgt. Koagulate aus Spritzkabinen sind mengenmäßig die bedeutendste Einzelposition an gefährlichen Abfällen aus dem Spritzlackierbereich. Sie enthalten neben 30-50% Wasser insbesondere Bindemittel (20-40%), Koaguliermittel (4-20%) sowie Pigmente und Füllstoffe (8-20%).

Erschöpftes Kabinenauswaschwasser

Das Kabinenauswaschwasser reichert sich im Laufe der Zeit mit Bestandteilen des Oversprays und des eingesetzten Koaguliermittels an und muss bei zu hoher Schmutzbeladung (in der Regel bis max. 10% Festkörpergehalt) ausgetauscht und als gefährlicher Abfall entsorgt werden.

Schmutzverdünnungen

Die bei der Reinigung lackverunreinigter Gegenstände anfallenden Schmutzverdünner weisen üblicherweise einen Festkörperanteil (Pigmente, Bindemittel, Füllstoffe) von 10 bis 20% auf.

Altlacke/Farbreste

Farb- und Lackreste entstehen vorwiegend beim Farb- oder Lackwechsel, als Tropfverluste, als Abstreifreste bei Streich-, Walz- oder Tauchprozessen oder durch Überlagerung des Lackmaterials beim Anwender. Nicht ausgehärtete Farb- und Lackreste enthalten als gefährliche Inhaltsstoffe insbesondere (Rest-) Gehalte der Löse- bzw. Verdünnungsmittel.

Pulverlackreste

Die Pulverlackierung ist im Vergleich zur Nasslackierung ein sehr abfallarmes Verfahren und sollte deshalb aus abfallwirtschaftlicher Sicht bevorzugt eingesetzt werden.