Umwelt  

 

Leitfaden für Sonderabfälle

Herstellung von Pharmazeutika - Vermeidung und Verwertung


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Herstellung von Pharmazeutika (Forschungslabor)
Foto: Schering AG

 

Forschung und Entwicklung

In der Forschung und Entwicklung fallen überwiegend Lösemittel, Restchemikalien und zu entsorgende Arzneimittelabfälle an. In den einzelnen Phasen der Entwicklung eines neuen Arzneimittels liegt das größte Potential der Vermeidung von Abfällen in der späteren Produktion.
 
Nach der Phase der Chemischen Forschung, in der der Wirkstoff und seine Synthese entwickelt werden, sollte in der chemischen Entwicklung der konkrete Handlungsbedarf bezüglich Sicherheit und Umweltschutz ermittelt werden. Bei der weiteren Entwicklung eines betriebsgängigen Verfahrens gibt es diverse Möglichkeiten durch Prozessoptimierung den späteren Abfallanfall zu reduzieren:
  • Lösemittelauswahl
  • Substitution von Stoffen
 
  • Steigerung der Ausbeute
  • Reduzierung/Vermeidung von Überschüssen
Besonders die Lösemittelauswahl ist von großer Bedeutung, da diese einen großen Teil des Stoffstroms einer Synthese ausmachen. Die Auswahl kann durch spezielle Lösemittellisten, die eine Bewertung der möglichen Lösemittel enthält, oder z.B. durch automatische Lösemittelscreaningverfahren erfolgen.
 
Sankey-Diagramm als Optimierungshilfe
 
Das obige Sankey-Diagramm verdeutlicht beispielhaft die Stoffströme einer Synthese bei Schering. Gut zu erkennen ist der sehr große Anteil von Lösemitteln und Wasser sowohl im Input als auch im Output. Bei der Herstellung von 90 kg Produkt entstehen 180 kg feste Abfälle, 1.467 kg verunreinigte Lösemittel, 2.086 kg Abfall-Lösemittel und 10.966 kg lösemittelhaltige Abwässer. Dieses grundsätzliche Problem wird in der pharmazeutischen Industrie sowohl aus abfallwirtschaftlicher Sicht als auch aus Kostenaspekten regelmäßigen Optimierungsprozessen unterworfen.
 
 
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