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Schutzgebiete

NSG und NATURA 2000-Gebiet Fort Hahneberg


Fort Hahneberg; Foto: SenUVK
Foto: SenUVK
  Lage des NSG und NATURA 2000-Gebietes Fort Hahneberg im Bezirk Spandau
Bezirk: Spandau




Fort Hahneberg, Foto: Bezirksamt Spandau
Foto: Bezirksamt Spandau

Fort Hahneberg, Foto: Florian Möllers
Foto: Florian Möllers
eingeschränkt erlebbarinteressante Florainteressante Säugetiereinteressante Kleintierfaunalandschaftlich reizvollKulturdenkmal

Die Entwicklung überholte diese versenkt errichtete militärische Anlage schnell. Kaum war sie gebaut, machte moderne Militärtechnik sie wirkungslos. Heute ist das Fort ein wichtiges Winterquartier für mehrere 100 Fledermäuse. Eine Besonderheit ist, dass die sehr seltene und gefährdete Bechsteinfledermaus hier hin und wieder überwintert. Bedeutsam sind aber auch die außerhalb des Forts gelegenen feuchten Laubwaldbestände der Wallgräben und die basischen Trockenstandorte. Auf letzteren wurden viele gefährdete Pflanzenarten nachgewiesen und der seit 50 Jahren in Berlin und Brandenburg verschollene Gebänderte Fallkäfer wiederentdeckt.

Zur Pflege und Erhaltung der wertvollen Trockenrasen werden Schafe eingesetzt. Bei Führungen durch das Fort können Besucher die historischen Anlagen, das spannende Relief mit dem Schluchtwald und die blütenreichen Trockenrasen auf den Wällen erleben.
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Fläche: NSG: 19,2 ha
FFH: 10,0 ha
Lage: Ortsteil Staaken, an der Bundesstraße 5 (Heerstraße)
Unterschutzstellung: 22. Juli 2009
  Als FFH-Gebiet gemeldet
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BesuchertippsBesuchertipps

Von der Heerstraße erreicht man das Gebiet, indem man zunächst ein Stück Weg den Hügel hinauf geht und sich dann nach rechts zum Fort Hahneberg wendet. Der Weg zum äußeren Festungstor wird rechts und links von hohen Erdwällen geschützt. Das Innere des Forts ist aus Sicherheitsgründen nur im Rahmen einer Führung erlebbar. Um in das eigentliche Bauwerk zu gelangen, muss man das große Festungsportal durchschreiten. Der Verfall der Festung wird nun schnell sichtbar. Von den Decken und Wänden sind an vielen Stellen Ziegel abgebrochen. Durchsickerndes Wasser führt im Winter zu zahlreichen Frostsprengungen. Viele Bereiche des Forts dürfen daher nicht betreten werden. Der Boden ist dort bis zu einem Meter hoch mit Schutt bedeckt. Nur an wenigen wichtigen Stellen sind bereits neue Ziegelsteine erkennbar. Hier wurde begonnen, das Bauwerk zu schützen und zu sichern. Folgt man dem Hauptgang, stößt man an einer Gangkreuzung auf eine Markierung am Boden. An dieser Stelle ist eine beeindruckende Akustik zu erleben, die durch die Kuppeldecke entsteht. Nach links gelangt man in einen offenen Bereich mit Trockenrasenvegetation. Geradeaus geht es weiter durch das Gewölbe. Am Ende steht man wieder im Freien und kann auf einem Hohlweg die Festung außen umrunden.

Führungen im Fort werden von der Arbeits- und Schutzgemeinschaft (ASG) Fort Hahneberg e.V. an Wochenenden und Feiertagen von April bis Oktober angeboten. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert und eine Taschenlampe sollte man nicht vergessen! Einen Blick aus ungewohnter Perspektive auf das Fort und seinen nördlichen Wehrgraben mit dem unzugänglichen Schluchtwald ermöglicht seit Mai 2007 eine Aussichtsplattform in zehn Meter Höhe. Über einen Weg erreichen Besucher die Aussichtskanzel, die aus zwei scherenförmig sich kreuzenden Stahl-Stegen besteht. Diese ragen 16,5 bzw. 12,5 Meter in den Schluchtwald im nördlichen Wehrgraben hinein und verengen sich von anfangs 1,20 Meter Breite auf 70 Zentimeter an der Spitze, so dass dort nur jeweils eine Person Zutritt hat.

Ein Besuch des Forts lässt sich gut mit der Besteigung des in der Nähe gelegenen Hahneberges kombinieren. Diese in den 1960er und 1970er Jahren an Stelle einer Kiesgrube aufgeschüttete und später begrünte Bauschuttdeponie dient als Naherholungsgebiet und bietet eine sehr schöne Aussicht.

Wer mehr über die wertvolle Artenvielfalt am Hahneberg, über die Beweidung oder sonstige naturschutzfachliche Themen erfahren möchte, ist in der an der Heerstrasse gelegenen Naturschutzstation Hahneberg des Landschaftspflegeverbands Spandau herzlich willkommen. Regelmäßig finden Veranstaltungen statt, auch für Kita-oder Schulgruppen. Infos unter: www.naturschutzstation-hahneberg.de

Mit dem Schäfer können Führungen vereinbart werden: bjoernhagge@web.de.

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Fort Hahneberg, Foto: Bezirksamt Spandau
Foto: Bezirksamt Spandau

 

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