Natur + Grün  

 

Ausstellung natürlich BERLIN!

Verstädterung – auf Tuchfühlung mit dem Wildschwein

 Audiodatei zur Ausstellungstafel (mp3, 2:53 min; 6,8 MB)

Eine Bache mit fünf Frischlingen überquert einen Geh- und Radweg, begrenzt von zwei schmalen Grünstreifen. Daneben verläuft eine Straße. Die Wildschweinsau und drei der Jungtiere schnüffeln über das spärliche Gras. In der Nähe stehen einige Schaulustige und sehen lächelnd zu den Tieren.
Wildschweinsau mit Frischlingen mitten im Wohngebiet; Foto: Florian Möllers

An einem Gartenhäuschen steht ein Waschbär mit seinen Hinterpfoten auf der Lehne einer Bank und streckt sich an einem Fenster empor. Der pummelige Waschbär mit grau-braunem Fell gehört mit einer Körperlänge bis zu 71 Zentimetern zur Familie der Kleinbären. Sein buschiger Schwanz ist braun-beige geringelt. Markant ist seine schwarz-weiße Gesichtsmaske.
Waschbär auf Futtersuche; Foto: Florian Möllers
Wir müssen lernen, mit den Wildtieren in der Stadt auszukommen. Sie leben hier, weil das große Nahrungsangebot, das milde Klima und die geringe Anzahl natürlicher Feinde eine große Verlockung für sie darstellen.

Heute brütet der Kolkrabe an Kirchtürmen und selbst der gefährdete Wanderfalke ist inzwischen Berliner geworden. Mehr als Ringeltauben und Eichelhäher fallen Wildschweine, Füchse und Waschbären in unserer Umgebung auf: Sie wühlen in Vorgärten, streifen auf Spielplätzen umher oder wollen gelegentlich in Häuser einsteigen. Diese Wildtiere dürfen weder gefüttert noch angefasst werden, damit sie sich nicht an den Menschen gewöhnen.

 
Zwischen verwelkten Pflanzen sitzt eine Stockente in ihrem Nest in einem Blumenkasten. Die Ente reckt ihren Hinterleib über den Rand des schmalen Kastens, einige ihrer zahlreichen hellbraunen Eier liegen frei. Stockenten werden bis zu 60 Zentimeter lang, die Weibchen haben ein unauffälliges braun gesprenkeltes Federkleid und einen dunklen, platten Schnabel.
Stockente brütet im Balkonkasten im 4. Stockwerk eines Wohnhauses; Foto: Florian Möllers