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Großer Tiergarten - Sehenswertes - Besondere Parkbereiche

Luiseninsel


Luiseninsel, 2005; Foto: Heribert Guggenthaler
Luiseninsel, 2005   Foto: Heribert Guggenthaler

Gedenkort für die Königin Luise

Im Rahmen erster landschaftlicher Umgestaltungen des barocken Lustgartens durch den Hofgärtner Sello entstand mit der so genannten „Neuen Partie” auch ein reizvoller, geschwungener und durch Inseln belebter Wasserlauf. Eine dieser Inseln wurde 1808, nach Rückkehr der in der Bevölkerung geliebten Königin Luise aus dem ostpreußischem Exil, von Berliner Bürgern mit einer von J. G. Schadow geschaffenen Stele und aufliegender Schale geschmückt.

Die Zusammenführung der Königsfamilie

In der ersten Hälfte des 19.Jh. erfolgte nach Plänen von Peter Joseph Lenné die Umgestaltung des Großen Tiergartens zu einem Landschaftspark nach englischem Vorbild. Dazu gehörte auch die vielleicht reizvollste Insel in einem der Tiergartengewässer, die Luiseninsel. Über drei Brücken erschlossen befindet sich an zentraler und gut sichtbarer Stelle der Insel das 1880 eingeweihte Denkmal der Königin Luise in Blickbeziehung, jenseits einer trennenden Wasserfläche, zum 1849 errichteten Denkmal für ihren Ehemann Friedrich Wilhelm III. Der Tiergartendirektor Eduard Neide gestaltete das Umfeld des Königin-Luise-Denkmals mit Ziergitter, einer Stufenanlage und einem Schmuckpflanzenparterre.

1904 ließ Kaiser Wilhelm II auf der ursprünglich sehr viel kleineren benachbarten „Louiseninsel”, das Denkmal ihres gemeinsamen Sohnes „Jung Wilhelm”, des jungen Prinzen von Preußen und späteren Kaisers Wilhelm I aufstellen.

Restaurierung des Luisen-Denkmals und seiner Schmuckanlagen

Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs stand das beschädigte Königin-Luise-Denkmal noch bis 1983 - seiner Schmuckanlagen beraubt - auf dem Rasen der Luiseninsel, bis es wegen des sauren Regens in geschützte Innenräume verbracht werden musste. 1987 wurden Betonkopien des Reliefsockels und der Denkmalfigur auf den im Tiergarten verbliebenen unteren originalen Sockelelementen errichtet. Anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins erfolgte im selben Jahr die Wiederherstellung der gesamten gärtnerischen Anlage nach überlieferten Plänen Eduard Neides von 1880 sowie nach historischen Fotografien und gartenarchäologischen Grabungen. In diesem Zuge wurde auch das verlorene Schutz- und Schmuckgitter rekonstruiert.

Seit 2013 ist das originale Denkmal mit seinem Reliefsockel restauriert und auf die Insel zurückgeführt.