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Großer Tiergarten

Geschichte


Fasanerieallee, 2014; Foto: Thomas LeBas / minigram
Fasanerieallee, 2014   Foto: Thomas LeBas / minigram

Geschichtliche und künstlerische Bedeutung

Der Große Tiergarten ist die älteste und bedeutendste, im Verlauf von mehr als 500 Jahren gestaltete Parkanlage Berlins und stellt mit seinen vielseitigen Struktur- und Ausstattungselementen ein kulturgeschichtliches Zeugnis von nationaler Bedeutung dar. Er ist mit der städtebaulichen Entwicklung und Geschichte Berlins über Jahrhunderte eng verbunden und war seit der Mitte des 18. Jahrhunderts als Erholungspark zum Promenieren, Spazierengehen und für vielfältige sonstige Aktivitäten der Bevölkerung stets offen und zugänglich.

In allen Epochen seit seinem Bestehen ist er darüber hinaus als Ort historischer Ereignisse auf das engste mit der preußisch-deutschen Geschichte und mit der Entwicklung Berlins verknüpft. Damit ist er zugleich Zeugnis für eine jahrhundertelange Kontinuität eines außerordentlichen gartenkünstlerischen Leistungswillens. Neben den bedeutenden preußischen Gartenarchitekten wie Knobelsdorff und Lenné sind mit der planmäßigen Anlage, den Neu- und Umgestaltungen und den schwierigen Unterhaltungsmaßnahmen die hervorragendsten Vertreter der traditionsreichen Berlin-Potsdamer Gärtnerdynastien verbunden, in ihrem Wirken maßgeblich geprägt durch die Wünsche und Vorstellungen des jeweiligen Herrschers.

Gegenstand künstlerischer Auseinandersetzung

Der Tiergarten war im Laufe der Jahrhunderte auch stets Gegenstand künstlerischer Auseinandersetzung: Schon das 18. Jahrhundert vermittelt mit den Werken von Ph. Hackert oder D. Chodowiecki ein anschauliches Panorama vom Tiergarten. An diese hohe künstlerische Tradition knüpfen im 19. Jahrhundert die Werke von K. F. Schinkel an und im Secessionismus des 20. Jahrhunderts die Darstellungen von Max Liebermann, Lesser Ury, Franz Sabrina oder Oskar Kokoschka.

Kultur- und Naturerbe im Wandel der Zeiten

Trotz unablässiger Eingriffe, Veränderungen und Zerstörungen, die in jedem Jahrhundert das Erscheinungsbild des Tiergartens neu und nachhaltig prägen sollten, stellt er dennoch eine in vielen Generationen organisch gewachsene Parkanlage dar. Ein charakteristisches Wesensmerkmal des Tiergartens ist eine ganz einzigartige Mischung barock-formaler Gestaltungsebenen aus dem 18. Jahrhundert, ein ebenso reiches gartenkünstlerisches Erbe aus der landschaftlichen Gartenphase des 19. Jahrhunderts sowie die den Tiergarten noch immer nachdrücklich prägende Nachkriegszeit, in der der zerstörte Tiergarten als landschaftlich gestalteter Erholungspark neu angelegt wurde.

Seit dem 2.5.1991 steht der Große Tiergarten mit den ihn gliedernden Straßen, allen Denkmälern, Brunnen, Skulpturen, Brücken, Durchlässen, Geländern, Gittern und Pergolen unter Denkmalschutz. Der nicht öffentliche Schlosspark Bellevue stellt thematisch ein eigenes Gartendenkmal dar, auch der Große Stern ist als Gesamtanlage gesondert geschützt.

Interaktive Karte vom Großen Tiergarten Berlin


Quellen:


Lesser, K., von Krosigk, K. Wendland, F., Wörner, G. u. I., 1996: Der Berliner Tiergarten. Vergangenheit und Zukunft. Hrsg. Landesdenkmalamt Berlin.

von Krosigk, K., 2001: Der Berliner Tiergarten. Berliner Ansichten Bd. 1. Hrsg. Braun, M. S.

Wendland, F., 1993: Der Große Tiergarten in Berlin - Seine Geschichte und Entwicklung in fünf Jahrhunderten.

Wörner, G., Wörner, R. & Röthig, A., 1993: Parkpflegewerk Großer Tiergarten - Vorschläge zur Erhaltung, partiellen Wiederherstellung und Pflege des historischen Parks.