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ÜberBrücken: Brückenbau 2000-2009

Nördliche Monbijoubrücke

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Nördliche Monbijoubrücke
 
Seit 1776 befinden sich unterschiedliche Brückenverbindungen zwischen der heutigen Museumsinsel und der nördlich angrenzenden Spandauer Vorstadt. Ende des 19. Jahrhunderts wurden mit dem Bode-Museum am nordwestlichen Ende der Museumsinsel die südliche und die nördliche Monbijoubrücke errichtet. Die nördliche Monbijoubrücke über die Spree wurde im 2. Weltkrieg zerstört und durch eine provisorische Fußgänger- und Leitungsbrücke ersetzt. Im Rahmen der Sanierung der Museumsinsel sollte das Provisorium durch einen Neubau ersetzt werden.

Ein städtebaulich wünschenswerter originalgetreuer Wiederaufbau der nördlichen Monbijoubrücke als Zweifeldbogen war nicht möglich, da der Mittelpfeiler aus schifffahrtstechnischen Gründen entfernt werden musste. Der Neubau wurde als frei gespannter stählerner Einfeldträger in Bogenform mit Natursteinverkleidung und einer Stützweite von 41,5 m entworfen. Auf Grund der hohen gestalterischen Anforderungen an die Brückenausstattung wurde für die Natursteinverkleidung der gleiche schlesische Sandstein verbaut, aus dem die historische südliche Monbijoubrücke errichtet wurde. Für dessen Befestigung an der Stahlkonstruktion waren wegen großer Brückenverformungen umfangreiche Planungen erforderlich.

Die vorhandenen Widerlager sollten weiterhin als Gründung genutzt werden. Sie wurden deshalb nur bis zur Fundamentoberkante abgebrochen und anschließend neu aufgebaut.
 

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