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ÜberBrücken: Brückenbau 2000-2009

Kaulsdorfer Brücke

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Kaulsdorfer Brücke
 
Die Kaulsdorfer Brücke im Zuge der Heinrich-Grüber-Straße überbrückt zwei S-Bahn- und drei Ferngleise der DB AG. Sie bildet eine stark frequentierte Nord-Süd-Verbindung von Hellersdorf zur B1/B5.

Die 1903 errichtete Stahlbrücke über drei Felder, musste aufgrund erheblicher Schäden an den Widerlagern 1999 gesperrt werden. Auch durch eine Instandsetzung wurde nur eine Tragfähigkeit bis 2,8 t und eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h erreicht. Außerdem befanden sich sowohl Mittelstützen als auch Widerlager im Anprall gefährdeten Bereich bei einer Zugentgleisung.

Gebaut wurde eine Einfeldbrücke, deren lichte Weite in Abstimmung mit der DB AG einen späteren Umbau der Gleisanlagen mit regelkonformen Abständen ermöglicht. Die lichte Weite des stützenfreien Rahmenbauwerkes zwischen den Widerlagern beträgt 28,80 m. Die lichte Höhe an der ungünstigsten Stelle 5,00 m (Vorschriften der DB AG für nicht elektrifizierte S- und Fernbahnen mindestens 4,90 m einschl. Hebungsreserve).

Die Nutzbreite des Überbaues teilt sich in zwei Fahrbahnen mit je 5,25 m und zwei Gehbahnen mit 2,63 m und 1,63 m auf. Aufgrund der engen Kurvenradien von der Brücke zu den Rampen ist eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h ausgewiesen.

Die vorhandenen Straßenrampen mussten für den Neubau angepasst werden. In den Kurvenbereichen wurden Stützwände als Absturzsicherung errichtet. Hinter dem südlichen Widerlager entstand ein Treppenabgang zur Wallstraße mit seitlichen Fahrradrinnen.
 

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