Bauen  
 

Straßen und Brücken für Berlin - Neubau der Spreebrücke im Zuge der Süd-Ost-Verbindung (SOV)

Der Bau


Aktueller Status des Bauvorhabens: November 2017

Die Bauleistungen zur neuen Spree­brücke sind fast soweit abge­schlos­sen, dass die Brücke für den Verkehr freigegeben werden kann.

Die Arbeiten an den Stahl­konstruktionen, hier insbesondere an den Lagern, stehen kurz vor der Fertig­stellung. Die Beton­arbeiten für die Fahr­bahnen und die Geh­wege sind abgeschlossen. Gleiches gilt für die Aufbringung des Asphaltes auf die Fahr­bahnen und die Geh­wege.

Die Verlege­arbeiten für die Treppen­stufen an den Treppen neben den Brücken­widerlagern wurden ebenfalls beendet. Hier fehlen noch die Handläufe und die Treppen­beleuchtung.

Derzeit werden die Geländer auf der Brücke aufgestellt, die Kabel für die Beleuchtung eingezogen, die Licht­maste aufgestellt und Beschichtungs­arbeiten auf der Notgeh­bahn ausgeführt. Darüber hinaus wird intensiv an der Fertig­stellung der Lärmschutz­wand auf der Stütz­wand Nalepa­straße gearbeitet.

Der Straßenbau auf den Rampen erfolgt aktuell. Hier sind die Arbeiten an den Geh­wegen und den Fahr­bahnen auf der Ostrampe zur Nalepa­straße hin fast vollendet. Auf der Westrampe zur Köpenicker Land­straße hin werden momentan die Straßen­borde aufgestellt.


Bauwerksgestaltung

Die gewählte Brücken­konstruktion verbindet die Bauform einer Deck­brücke mit der typologisch vertrauten Form mehrerer flacher Brücken­bögen. Die unter­schiedlichen Stütz­weiten mit dem Hauptfeld über der Spree ergeben eine natürliche Betonung der Brücken­felder entsprechend ihrer Bedeutung. So ist die Fluss­querung der größte und wichtigste Brücken­abschnitt. Die sich progressiv bzw. degressiv ändernden Stütz­weiten und Bögen lassen die Gesamt­brücke als zugleich harmonisches und dynamisches Gesamt­bauwerk erscheinen.

Die beiden Richtungs­fahrbahnen mit den Geh- und Radwegen werden auf getrennten überbauten geführt mit einem Abstand von 3,9 m zueinander, so dass eine durchgehende Öffnung ("Brückenauge") entsteht. Jeder Über­bau hat zwei durch­laufende Stahl­träger mit variablen Bau­höhen zwischen ca. 1,2 m und ca. 10,0 m. Diese Träger sind auf die über­wiegen­de Länge als Fachwerk­träger ausgebildet, um eine möglichst hohe Durch­sichtig­keit und relative Leichtig­keit der Konstruktion zu erreichen. Etwa in Feld­mitte verschmelzen Ober- und Untergurt zu einem Trägerprofil und akzentuieren diese. Die Stahlbeton­platten für Fahrbahn bzw. Geh- und Radwege kragen an den Brücken­rändern gegenüber der Stahl­konstruktion aus, so dass durch den Schatten­wurf der auskragenden Platte auf die Stahlträger das Bauwerk filigraner erscheint.

Anfang und Ende der Brücken sind durch markante Wider­lager­bauwerke definiert. In die Wider­lager­bauwerke sind insgesamt vier beleuchtete Stelen mit ca. 6,5 m Höhe integriert, die Beginn und Ende der Brücke betonen und erlebbar machen sowie die Lage der Auf- und Abgänge für Fuß­gänger und die Schiebe­rampen für Radfahrer markieren. Die Beton­oberflächen erhalten eine glatte Schalung mit einer regelmäßigen rechteckigen Strukturierung.

Die Geländer sind als Stahl-Stabgeländer konzipiert, die durch ihre konstruktive Ausbildung eine balustraden­hafte Wertigkeit erhalten. Die Fahrbahn­be­leuchtung erfolgt mit Leuchten, die im Brücken­mitten­bereich im Abstand von ca. 30,0 m angeordnet sind. Im halben Abstand hierzu sind in die äußeren Brücken­geländer gestaltete Mast­konstruktionen für die separate Geh- und Radweg­beleuchtung integriert.

Baugeschehen - Fotos

Brückenansicht, Blick Richtung Köpenicker LandstraßeBildergalerie
Baustellenfotos: Stand: November 2017


Brückendetail; Visualisierung durch Ingenieurbüro Grassl GmbH
Brückendetail

Brückenansicht; Visualisierung durch Ingenieurbüro Grassl GmbH
Brückenansicht

Visualisierung durch Ingenieurbüro Grassl GmbH


Die Baumaßnahme wird vom Land Berlin im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" mit Landes- und Bundesmitteln gefördert.