Bauen  
 

Straßen und Brücken für Berlin - Neubau der Spreebrücke im Zuge der Süd-Ost-Verbindung (SOV)

Der Bau


Aktueller Status des Bauvorhabens: August / September 2016

Die Bauleistungen zur neuen Spreebrücke schreiten voran.

Die Herstellung der Stahlbetonfahrbahnplatte zum 1. Überbau wird taktweise fortgesetzt. Mittels Schalwagen müssen insgesamt 20 Betonierabschnitte nach einem fest vorgegebenen Ablaufplan eingeschalt, bewehrt und betoniert werden.

Bis Ende August 2016 sind 15 Betonierabschnitte fertig gestellt, so dass der Schalwagen planmäßig Anfang Oktober auf den 2. Überbau wechseln kann. Parallel wurde in den letzten Wochen alle großen Stahlbauteile des 2. Überbaus auf die Baustelle transportiert und in ihre vorbestimmte Lage gebracht. Nun müssen nur noch alle Teile miteinander verschweißt werden, wo die letzten Arbeiten noch unter den weißen Schutzeinhausungen laufen.

Nach Fertigstellung der einzelnen Stahlbauabschnitte werden nach und nach die bereits im Werk vorbeschichteten Stahlteile mit einer Endbeschichtung versehen. Die Stützwand in Richtung Köpenicker Landstraße wurde fertig gestellt, so dass auch hier der Straßenbau die Fläche übernehmen konnte.

Die Leitungen der Brückenentwässerung und für die Leitungsbetriebe wurden ebenfalls unter den 1.Überbau montiert. Im Werk werden derzeit die Natursteinelemente für die Treppenanlagen hergestellt, so dass auch hier bald die Arbeiten vor Ort beginnen können.


Bauwerksgestaltung

Die gewählte Brückenkonstruktion verbindet die Bauform einer Deckbrücke mit der typologisch vertrauten Form mehrerer flacher Brückenbögen. Die unterschiedlichen Stützweiten mit dem Hauptfeld über der Spree ergeben eine natürliche Betonung der Brückenfelder entsprechend ihrer Bedeutung. So ist die Flussquerung der größte und wichtigste Brückenabschnitt. Die sich progressiv bzw. degressiv ändernden Stützweiten und Bögen lassen die Gesamtbrücke als zugleich harmonisches und dynamisches Gesamtbauwerk erscheinen.

Die beiden Richtungsfahrbahnen mit den Geh- und Radwegen werden auf getrennten Überbauten geführt mit einem Abstand von 3,9 m zueinander, so dass eine durchgehende Öffnung ("Brückenauge") entsteht. Jeder Überbau hat zwei durchlaufende Stahlträger mit variablen Bauhöhen zwischen ca. 1,2 m und ca. 10,0 m. Diese Träger sind auf die überwiegende Länge als Fachwerkträger ausgebildet, um eine möglichst hohe Durchsichtigkeit und relative Leichtigkeit der Konstruktion zu erreichen. Etwa in Feldmitte verschmelzen Ober- und Untergurt zu einem Trägerprofil und akzentuieren diese. Die Stahlbetonplatten für Fahrbahn bzw. Geh- und Radwege kragen an den Brückenrändern gegenüber der Stahlkonstruktion aus, so dass durch den Schattenwurf der auskragenden Platte auf die Stahlträger das Bauwerk filigraner erscheint.

Anfang und Ende der Brücken sind durch markante Widerlagerbauwerke definiert. In die Widerlagerbauwerke sind insgesamt vier beleuchtete Stelen mit ca. 6,5 m Höhe integriert, die Beginn und Ende der Brücke betonen und erlebbar machen sowie die Lage der Auf- und Abgänge für Fußgänger und die Schieberampen für Radfahrer markieren. Die Betonoberflächen erhalten eine glatte Schalung mit einer regelmäßigen rechteckigen Strukturierung.

Die Geländer sind als Stahl-Stabgeländer konzipiert, die durch ihre konstruktive Ausbildung eine balustradenhafte Wertigkeit erhalten. Die Fahrbahnbeleuchtung erfolgt mit Leuchten, die im Brückenmittenbereich im Abstand von ca. 30,0 m angeordnet sind. Im halben Abstand hierzu sind in die äußeren Brückengeländer gestaltete Mastkonstruktionen für die separate Geh- und Radwegbeleuchtung integriert.

Baugeschehen - Fotos

 Bildergalerie
Baustellenfotos: Stand: November 2016


Brückendetail; Visualisierung durch Ingenieurbüro Grassl GmbH
Brückendetail

Brückenansicht; Visualisierung durch Ingenieurbüro Grassl GmbH
Brückenansicht

Visualisierung durch Ingenieurbüro Grassl GmbH


Die Baumaßnahme wird vom Land Berlin im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" mit Landes- und Bundesmitteln gefördert.