Binnenmarktinforma­tions­system - Internal Market Information System - IMI

IMI People
Bild: Europäische Kommission

Das Binnenmarktinformationssystem – Internal Market Information System – IMI – dient der Verwaltungszusammenarbeit der Behörden in den EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen, Island und Liechtenstein. Es hilft, den europäischen Binnenmarkt zu verwirklichen. Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen profitieren vom Einsatz des Systems, weil ihre Anliegen mit grenzübergreifendem Bezug schneller bearbeitet werden können.

Rechtliche Grundlage ist die IMI-Verordnung

IMI ist ein internetgestütztes System, zu dem zuständige Behörden und Koordinatoren Zugang erhalten. Es wird für 14 Rechtsbereiche genutzt, u.a. die Berufsanerkennungsrichtlinie, die Dienstleistungsrichtlinie und die Patientenrechterichtlinie.

Mittels IMI können die zuständigen Behörden, soweit dies datenschutzrechtlich zulässig ist, mit Behörden anderer Mitgliedstaaten Informationen zu Berufsangehörigen oder Unternehmen austauschen und Registerauskünfte erbitten oder erteilen und Vorwarnungen versenden. Ansprechpartner in ausländischen Behörden können über das System leicht gefunden werden.

Das Sprachproblem wird dadurch gelöst, dass Fragenkataloge und Formulare in allen EU-Amtsprachen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus ist für freie Texte eine automatische Übersetzung integriert.

Das System wurde von der EU-Kommission in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten entwickelt und wird von der Kommission betrieben und finanziert.

Auf der Internetseite der Europäischen Kommission erhalten Sie weitere Informationen zum IMI. Dort sind unter anderem die einzelnen Fragenkataloge und Informationen zu den einzelnen Modulen zu finden.

Datenschutz

IMI ist ein System, mit dem personenbezogene Daten verarbeitet werden, daher muss ein umfassender Datenschutz gewährleistet werden. Die Nutzung des IMI unterliegt uneingeschränkt den geltenden europäischen und deutschen bzw. Berliner Datenschutzvorschriften. Bereits bei der Entwicklung des IMI wurde auf eine datenschutzfreundliche Architektur geachtet. So hat nur ein beschränkter Kreis zuständiger Bearbeiterinnen und Bearbeiter Zugang zum System und personenbezogene Daten sind nur für die unmittelbar mit dem jeweiligen Einzelfall betrauten Personen erkennbar. Das IMI bietet dadurch ein deutlich höheres Schutz- und Sicherheitsniveau als andere Verfahren des Informationsaustauschs wie Briefpost, FAX oder E-Mail.
Die personenbezogenen Daten, die in Informationsanfragen verwendet werden, werden spätestens drei Jahre nach Abschluss des Informationsaustauschs aus IMI gelöscht.
Der Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit wurde bei der Einführung des IMI in Berlin beteiligt.