City Tax: Neue Tourismus- Projekte bauen auf Berlins Stärken

Pressemitteilung vom 10.02.2016

Senatsverwaltung setzt auf Medizinstandort, Modellstadt für Barrierefreiheit und smarte Apps

Berlin ist nach London und Paris die beliebteste Stadt für Touristen in Europa. Dass sich die Stadt allerdings auf ihrem Erfolg nicht ausruhen darf, steht für die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung außer Frage. Deswegen werden nach 2015 auch in 2016 über 3,5 Millionen Euro aus den sogenannten „CityTax-Mitteln“ für Projekte zugunsten der Attraktivität von Berlin eingesetzt. Einerseits werden mit den Geldern die Angebote für Berlin-Touristen vor Ort ausgeweitet, andererseits sollen die Mittel dazu dienen, mit offensiven Marketingstrategien weitere Gäste, und damit Umsatz, in die Hauptstadt zu locken.

Die von der Senatsverwaltung ausgewählten Vorhaben sind drei Handlungsfeldern zuzuordnen: dem Ausbau von strategischen Wachstumsfeldern, der Entwicklung von neuen Anwendungen wie Apps für Touristen vor Ort und einer Neuauflage von Werbemaßnahmen.

Health excellence – Medizinhauptstadt Berlin
Mit einer Million Euro geht der Löwenanteil der Mittel in das Projekt „Health Excellence – Medizinhauptstadt Berlin“. Berlin soll als Destination für Patienten aus dem Ausland stärker positioniert werden.

Senatorin Cornelia Yzer: „Mit Angeboten aus einer Hand und gezieltem Marketing wollen wir Medizintourismusstandort Nummer eins in Deutschland werden. Berlin bringt mit seinen exzellenten Kliniken und Krankenhäusern sowie Top-Medizinern und renommierten Forschungseinrichtungen alle Voraussetzungen dafür mit.“

Jährlich besuchen bereits 17.000 bis 21.000 internationale Patienten Berlin. Sie generieren einen Gesamtumsatz in der Stadt von etwa 100 bis 150 Millionen Euro pro Jahr. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft verspricht sich von der Umsetzung des neuen Konzepts, inklusive Messeauftritten, Roadshows und passgenauen Serviceangeboten schon 2017 insgesamt 30.000 ausländische Medizintouristen nach Berlin locken zu können.

Burkhard Kieker, Geschäftsführer visitBerlin: „Wir freuen uns, dass Gelder der in den Hotels erhobenen City Tax dem Tourismus in vielen Bereichen zugutekommen. Jeder in unsere Industrie investierte Euro wird um ein Vielfaches multipliziert werden.“

Barrierefreier Tourismus
Die Bedeutung des barrierefreien Tourismus nimmt vor dem Hintergrund des demographischen Wandels stark an Bedeutung zu. Ziel der 350.000 Euro-Zuwendung ist es, eine geographische Modellroute zu realisieren, anhand derer sich Gäste mit eingeschränkter Mobilität vom Flughafen über die U-Bahn und Museum bis ins Hotel bewegen können. Berlin wird dadurch bundesweit Vorreiter bei der Implementierung solcher Smart-City-affinen Referenzstrecken.

WLAN in touristisch besonders frequentierten U-Bahnhöfen
Die Wirtschaftsverwaltung forciert den Ausbau von kostenfreiem WLAN im Stadtgebiet. Mit Mitteln der City Tax in Höhe von 190.000 Euro soll der WLAN-Aufbau an touristisch besonders frequentierten Bahnhöfen wie beispielsweise Brandenburger Tor, Stadtmitte, Potsdamer Platz oder Wittenbergplatz noch in diesem Jahr ermöglicht werden.

Aufbau einer hotelnahen Ladeinfrastruktur für Elektromobilität
Mit dem Projekt „Sleep and Charge“ wird den Hotels der Stadt die Möglichkeit eröffnet, ihren Gästen das Laden von Elektroautos schnell und effizient anzubieten. Für 175.000 Euro werden bis zu 50 Ladepunkte errichtet. Das Projekt trägt dazu bei, die Ladeinfrastruktur in der Stadt zu erweitern und Berlin als innovative Metropole der Elektromobilität zu präsentieren.

Moderne Marketingmaßnahmen
In 2015 hat Berlin sehr erfolgreich mit den Pop-up-Stores als temporäre Berlinpräsenzen in fünf europäischen Hauptstädten für die Tourismus- und Wirtschaftsmetropole Berlin geworben. Das Marketinginstrument soll 2016 mit 600.000 Euro auf Istanbul, Tel Aviv und andere Städte ausgedehnt werden.

Social Media-Kampagnen in Wachstumsmärkten und digitale Lösungen in der Kongressakquise
VisitBerlin plant zwei Marketingkampagnen für insgesamt 600.000 Euro: Eine Kampagne für Kongressanbieter mittels neuer digitaler Lösungen und eine Social Media-Kampagne für das Publikum in internationalen Wachstumsmärkten. Ein Ziel ist dabei, Apps oder virtuelle Lösungen für die Kongressakquise zu entwickeln. Gleichzeitig sollen durch gezielte Social Media-Kampagnen auch Freizeitgäste aus den Wachstumsmärkten wie Asien oder Lateinamerika angesprochen werden.

Ausbau des Tourismusmarketings in den Bezirken
Bereits 2015 wurden aus Mitteln der City Tax fünf Bezirke durch visitBerlin unterstützt. Auch in 2016 soll dies fortgesetzt werden. Mit 650.000 Euro wird visitBerlin hierzu unter anderem neue Marketingmaßnahmen in den Bereichen digitale Kommunikation und Publikationen entwickeln.

Weitere Informationen zu den Projekten

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