Rechenzeit ist Wirtschaftskraft

Pressemitteilung vom 17.12.2012

Senat für Wirtschaft, Technologie und Forschung sieht im neuen Supercomputer Innovationsmotor für die Hauptstadt

In Anwesenheit von Staatssekretär Guido Beermann ist heute in Berlin am Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik (www.zib.de ) der Vertrag über einen neuen Supercomputer der Spitzenforschung unterzeichnet worden.

Staatssekretär Beermann: „Rechenzeit ist Wirtschaftskraft. Der neue Supercomputer gilt als Innovationsmotor und sichert Berlin die Wettbewerbsfähigkeit von Spitzenforschung im internationalen Vergleich.“

Mit dem HLRN III wird der Wissenschaft und Forschung eine nochmals leistungsfähigere Infrastruktur für das Hoch- und Höchstleistungsrechnen zur Verfügung gestellt. Um die Rechenleistung zu erreichen, die der neue Supercomputer in einer Sekunde erbringt, müssten alle 80 Millionen Bundesbürger 60 Jahre lang 24 Stunden am Tag pro Minute eine Addition mit mehrstelligen Zahlen ausführen.

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Auftraggeber ist der Norddeutsche Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen (HLRN-Verbund, www.hlrn.de ), der 2001 von den Bundesländern Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gegründet wurde.

Der HLRN-Verbund betreibt gemeinsam ein verteiltes Supercomputersystem an den Standorten Berlin und Hannover. Nach dem kürzlich erfolgten Beitritt Brandenburgs bündeln nun 7 von 16 Bundesländern ihre Kräfte im Hoch- und Höchstleistungsrechnen.

Bereits am Vormittag wurde der Vertrag am Rechenzentrum der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (www.rrzn.uni-hannover.de ) mit der Firma Cray unterzeichnet. Die Investitionskosten von 30 Mio. € tragen je zur Hälfte der Bund und die beteiligten Länder.

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Hauptanwendungsgebiete des HLRN sind Umweltforschung und Klimawissenschaften, Ingenieuranwendungen wie Aero- und Fluiddynamik (z.B. Flugzeug- und Fahrzeugbau sowie Triebwerkstechnik) sowie Grundlagenwissenschaften wie Physik, Chemie und Lebenswissenschaften.

Das Rechnersystem wird z.B. zur Verbesserung des Designs bei Verkehrsflugzeugen und ihren Triebwerken zur Verringerung von Lärm und Abgasen eingesetzt. Auch dreidimensionale Modelle von extrasolaren Gasplaneten werden damit zum besseren Verständnis der Struktur der Planetenatmosphäre simuliert. Die dabei entwickelten Methoden sind in so verschiedenen Gebieten wie der Entwicklung von Klimamodellen, Fusionsreaktoren und Raketenantrieben oder in der Medizin anwendbar. Sie kommen auch in der Vorhersage und Untersuchung von Wirbelstürmen zum Einsatz.