Berlin schafft Klimaziel 2020 bereits vorzeitig

Pressemitteilung vom 10.12.2020

  • Die vorläufige Berliner Energie- und CO 2 -Bilanz zeigt für das Jahr 2019 eine CO 2 -Minderung um 40,7 % im Vergleich zum Basisjahr 1990. Das Berliner Energiewende­gesetz setzt als Ziel eine Reduktion von 40 % in 2020.
  • Trotz Rekordwirtschaftswachstum und steigender Bevölkerungszahl sinken der Berliner Energieverbrauch und stärker noch die CO 2 -Emissionen

Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe:
„Berlin hat sich beim Klimaschutz ehrgeizige Ziele gesetzt. Ich bin stolz, dass wir bereits im Jahr 2019 – also noch vor der Coronakrise – unser ehrgeiziges Klimaziel erreicht haben. Insbesondere durch den vom Senat eingeleiteten Kohleausstieg und das Berliner Energie- und Klimaprogramm ist es gelungen, die realen CO 2 – Emissionen in den Jahren 2017-2019 um über 1,9 Millionen Tonnen ! und damit um knapp 10 % ! zu senken. Es ist ein großer Erfolg, dass sich der Rückgang der Emissionen in Berlin trotz starkem Wirtschafts- und Bevölker­ungs­wachstum gegenüber der bundesweiten Entwicklung so positiv abhebt. Darauf können die Berlinerinnen und Berliner stolz sein. Mein besonderer Dank geht an die Unternehmen, denn in der Wirtschat selbst sind überdurchschnittliche Reduktionen erfolgt. Die konsequente Ausrichtung auf Klimaschutz zahlt sich aus. Dennoch werden wir uns auf diesen guten Zahlen nicht ausruhen.

Mit dem Solargesetz geht Berlin beim Klimaschutz weiter voran

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Zur Erreichung der Klimaziele 2025 und 2030 bleiben weitere ehrgeizige Schritte notwendig. Mit unserem Masterplan Solarcity stellen wir dafür die richtigen Weichen – etwa mit der vom Senat beschlossenen Solarpflicht.“

Die heute vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg vorge­legten vorläufigen Zahlen zur Ber­liner Energie- und CO 2 -Bilanz für das Jahr 2019 zeigt im Vergleich zu 2018 einen um 1,2 % reduzierten Endenergieverbrauch (EEV) und um 6,7 % verringerte CO 2 -Emissionen (Verur­sacherbilanz). Gegenüber dem Basisjahr 1990 hat Berlin eine CO 2 -Minderung um 40,7 % erreicht. Viele Bundesländer streben eine CO 2 -Minderung um 25 % erst für 2020 an.

Prozentual fallen die temperaturbereinigten Veränderungen der CO 2 -Emissionen vor allem in den Bereichen und Private Haushalte, Gewerbe, Dienstleistungen (-8,9 %) und Verar­bei­ten­des Gewerbe (-17,3 %) am höchsten aus. Die CO 2 -Emissionen im Verkehrssektor blieben konstant (+0,5 %). Beim EEV haben insbesondere Fernwärme (+1,9 %) und die Erneuerba­ren Energien (+0,9 %) zugelegt, während der Anteil der Gase um -2,4 % abnahm. Im Bereich der EEV wird kaum noch Kohle eingesetzt. Auch im Primärenergiebereich fiel der Verbrauch gegenüber 2018 deutlich ab (-32,0 %). Der Anteil der Stromerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung nahm auf 68,4 % der Bruttostromerzeugung zu, während der Anteil der in KWK erzeugten Wärme auf 58,7 % der Fernwärmeerzeugung sank.

Insgesamt ist festzustellen, dass sich der positive Bevölkerungsanstieg (knapp +1,0 %) und die gute Gesamtwirtschaftsentwicklung Berlins (inflationsbereinigt +3,0 %) gegenüber 2018 nicht in einem ebenso hohen Anstieg des EEV und CO 2 -Ausstoß widerspiegeln.

Die Energie- und CO 2 -Bilanz wies für das Jahr 2016 CO 2 -Emissionen von knapp 20,05 Millionen Tonnen aus.

Die vorläufigen Energie- und CO 2 -Daten stehen unter www.statistik-berlin-brandenburg.de zur Verfügung.

! In einer früheren Fassung stand “..über 5 Millionen Tonnen und damit um knapp 25 % zu senken.” Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.