Berliner Startup Stipendium goes international - Finanzierung aus Europäischen Fördermitteln ermöglicht transnationales Lernen und Eintritt in Auslandsmärkte

Pressemitteilung vom 12.04.2018

Die Förderung von Gründungen und Startups gehört zu den wichtigsten Instrumenten einer zukunftsweisenden Wirtschaftsförderung. Im Rahmen der laufenden Förderperiode des Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe die Entwicklung innovativer technologiebezogener Startups an den Berliner Hochschulen, in Unternehmen mit Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt sowie an Zukunftsorten wie Adlershof. Die hierfür bereitgestellten Fördermittel werden in diesem Jahr von 26,8 Millionen Euro auf 39,8 Millionen Euro aufgestockt, wovon in Rahmen des aktuellen Doppelhaushalts 2018/19 voraussichtlich 13,4 Millionen Euro verausgabt werden (ESF- plus Landesmittel).

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop äußert sich hierzu erfreut: „Mit dem Einsatz der ESF-Mittel meines Hauses können Inkubatoren und Startups in Berlin nunmehr im größeren Umfang sowie auch im internationalen Kontext gefördert werden. Diese Förderung stellt einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Innovationen sowie zur Internationalisierung der Berliner Wirtschaft dar. Wir unterstützen hiermit bis zu 1.330 Gründerinnen und Gründer, die ihre innovativen Geschäftsideen im Rahmen von „Gründerwerkstätten“ und ähnlichen Inkubator-Formaten bis zur Marktreife entwickeln.“

Die Gründerinnen und Gründer erhalten in einem Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten Stipendien von monatlich 1.000 bis 2.000 Euro, können voll ausgestattete Arbeitsplätze sowie die sonstige technische Ausstattung der Inkubatoren nutzen und werden zielgerichtet gecoacht und qualifiziert. Beteiligt sind bisher die Freie Universität, die Technische Universität, die Humboldt-Universität, die Charité-Universitätsmedizin, die Beuth-Hochschule für Technik, die Hochschule für Technik und Wirtschaft, die Hochschule für Wirtschaft und Recht, die Weißensee Kunsthochschule die Universität der Künste, die WISTA GmbH sowie die Atom Leap GmbH.

Die Geschäftsideen und Prototypen bewegen sich im spannenden Feld innovativer Zukunfts- und Digitaltechnologien wie Web-Applikationen, Games, Internet der Dinge, Smart City, Virtual und Augmented Reality, Building Information Modeling, 3 D Animationen und Printing, Design Thinking, erneuerbare Energien, gesunde Ernährung, E-Mobility, autonomes Fahren, Robotertechnologien, Assistenzsysteme etc.. Die Fördermittel werden im Rahmen von Aufrufen zur Einreichung von Projektvorschlägen über die Europäisches Fördermanagement GmbH (EFG) als Bewilligungsstelle an die Projektträger vergeben. Das Programm läuft noch bis Juni 2023. Evaluationen zufolge sind etwa 85 Prozent der Startups aus Berliner Hochschulen und Forschungseinrichtungen zwei bis drei Jahre nach der Förderung erfolgreich am Markt tätig.

Eine wichtige aktuelle Neuerung ist auch die Unterstützung transnationaler Aktivitäten durch das Programm. Damit wird ab sofort der Ideen- und Erfahrungsaustausch mit ähnlichen Förderprogrammen im europäischen Ausland sowie der Eintritt der Startups in internationale Märkte bzw. den Europäischen Binnenmarkt unterstützt. Angedacht ist die Kooperation der Berliner Programmbeteiligten mit Inkubatoren und Startup-Ökosystemen in vergleichbaren Metropolregionen wie London, Paris, Amsterdam, Stockholm, Wien und Barcelona.

Berliner Startup Stipendium